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19.02.2026
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Planspiel offenbart erschreckende NATO-Schwäche: Russland könnte das Baltikum in 72 Stunden überrennen

Planspiel offenbart erschreckende NATO-Schwäche: Russland könnte das Baltikum in 72 Stunden überrennen

Was passiert, wenn Wladimir Putin eines Tages beschließt, seine Panzer gegen die NATO in Marsch zu setzen? Die Antwort, die ein hochrangig besetztes Kriegsplanspiel jüngst lieferte, dürfte selbst hartgesottenen Sicherheitspolitikern den Schlaf rauben. Bei Markus Lanz zeichneten Militärexperten ein Bild, das an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt – und das die jahrzehntelange Naivität europäischer Verteidigungspolitik schonungslos entlarvt.

Ein Planspiel mit verheerenden Ergebnissen

Der österreichische Militäranalyst Franz-Stefan Gady, der in einem von der WELT und der Bundeswehr-Universität Hamburg konzipierten „Wargame" die Rolle des russischen Militärchefs übernahm, schilderte sein Vorgehen mit beunruhigender Nüchternheit. Sein Grundprinzip sei gewesen, innerhalb der ersten 48 bis 72 Stunden Fakten am Boden zu schaffen – auch bei einem gewissen Eskalationsrisiko. Die Zielrichtung: ein Angriff auf Litauen. Die ersten Schüsse würden dort fallen. Und die ersten Opfer wären auch deutsche Soldaten.

Gady erläuterte die politische Dimension des Szenarios mit einer historischen Tiefe, die nachdenklich stimmt. Russlands Außen- und Sicherheitspolitik verfolge seit Jahrhunderten stets dasselbe Ziel: ein schwaches Mitteleuropa, einen schwachen deutschsprachigen Raum. Das Planspiel habe die Zerschlagung der NATO und die Schwächung oder gar Zerstörung der EU simuliert. Kein abstraktes Gedankenexperiment, sondern eine Analyse, die auf realen militärischen Kapazitäten und geopolitischen Konstellationen basiert.

Die Suwałki-Lücke: Europas Achillesferse

Im Zentrum der Bedrohungsanalyse steht ein 65 Kilometer breiter Korridor zwischen Weißrussland und der russischen Exklave Kaliningrad – die sogenannte Suwałki-Lücke. Durch diesen schmalen Landstreifen müsste der gesamte NATO-Nachschub ins Baltikum fließen. Gady beschrieb, wie einfach es wäre, diesen Korridor mit Mehrfachraketenwerfern, Luftverteidigungssystemen oder Distanzminen abzuschneiden, ohne auch nur einen einzigen Soldaten hindurchschicken zu müssen. Ein fundamentales Problem, das seit Jahren bekannt ist – und an dem sich erschreckend wenig geändert hat.

Die entscheidende Frage, die Gady aufwarf, trifft ins Mark der deutschen Sicherheitspolitik: Würde ein deutscher Bundeskanzler tatsächlich die Bundeswehr in diese tödliche Lücke schicken, wenn klar ist, dass die Amerikaner in den ersten Tagen nicht zur Stelle sein werden? Sobald Kaliningrad und Belarus involviert seien, werde man sofort in eine nukleare Krise abdriften. Deutschland brauche einen fundamentalen Mentalitätswechsel und müsse in Krisensituationen unabhängiger von Washington agieren können.

Die Bundeswehr – ein Schatten ihrer selbst

Man muss sich die Dimension dieser Aussagen auf der Zunge zergehen lassen. Deutschland, die größte Volkswirtschaft Europas, ist militärisch derart ausgehöhlt, dass selbst wohlmeinende Verbündete nur noch den Kopf schütteln. Ex-US-General Ben Hodges, einst Oberbefehlshaber der US-Landstreitkräfte in Europa, erinnerte daran, dass die Bundeswehr in den 1980er Jahren die beste Armee Europas gewesen sei. Damals standen bis zu 500.000 deutsche Soldaten unter Waffen. Heute? Ein kaputtgespartes Heer, das nicht einmal genügend Munition für wenige Tage intensiver Kampfhandlungen vorrätig hätte.

Was ist in den vergangenen drei Jahrzehnten passiert? Nach dem Fall der Mauer wähnte sich Europa in ewigem Frieden. Die sogenannte „Friedensdividende" wurde eingestrichen, Kasernen geschlossen, Panzer verschrottet, Wehrpflicht ausgesetzt. Man baute lieber Windräder als Verteidigungslinien und diskutierte über Gendersternchen statt über Gefechtsbereitschaft. Die politische Klasse in Berlin – allen voran die Grünen, aber keineswegs nur sie – hat die Landesverteidigung systematisch vernachlässigt und sich stattdessen in ideologischen Wolkenkuckucksheimen eingerichtet.

Diplomat Heusgen: Zurück zur Verteidigungsmentalität

Christoph Heusgen, langjähriger Merkel-Berater und ehemaliger Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, brachte es auf den Punkt: Die Verbindung zur Ukraine sei von existenzieller Bedeutung, denn die Ukraine verteidige letztlich unsere Freiheit. Er verwies auf Finnland, das ein stehendes Heer unterhalte und innerhalb kürzester Zeit eine Million Reservisten mobilisieren könne. Deutschland müsse in diese Mentalität zurückfinden. „Ich glaube, wir können das", sagte Heusgen. Man möchte ihm gerne glauben – doch angesichts der politischen Realitäten in Berlin fällt das schwer.

Denn die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur aufgelegt, doch ob davon genug in die Verteidigung fließt, bleibt fraglich. Das Geld wird auf Pump finanziert, die Inflation weiter angeheizt, und kommende Generationen werden die Zeche zahlen müssen. Ob dabei am Ende tatsächlich eine schlagkräftige Armee herauskommt oder das Geld in bürokratischen Strukturen versickert, steht in den Sternen.

Hodges' Warnung: Europa wird den Preis zahlen

Die eindringlichsten Worte des Abends kamen vom amerikanischen Ex-General. Russland befinde sich bereits im Krieg mit Europa – durch Sabotage, Drohnen und das systematische Säen von Misstrauen. Hodges erinnerte scharf an die westliche Naivität der vergangenen Jahrzehnte: Tschetschenien, Georgien, Syrien, die Annexion der Krim 2014 – all das habe man gesehen und geschehen lassen. Jedes einzelne Abrüstungsabkommen habe Russland vor den Augen des Westens gebrochen. Und was tat Deutschland? Es wollte immer noch Nord Stream 2 bauen.

„Europa wird den Preis zahlen, wenn die Ukraine zerbricht. Millionen Flüchtlinge. Die Russen werden Tausende ukrainische Soldaten gegen Europa einsetzen. Hoffentlich sind wir bald aufgewacht. Es ist Zeit zu handeln!"

Diese Worte sollten wie ein Donnerschlag durch die Berliner Regierungsviertel hallen. Denn was Hodges beschreibt, ist kein dystopisches Fantasieszenario, sondern eine nüchterne Lagebeurteilung eines Mannes, der sein gesamtes Berufsleben der militärischen Analyse gewidmet hat. Millionen zusätzlicher Flüchtlinge – als ob Deutschland nicht bereits jetzt an den Grenzen seiner Aufnahmekapazität angelangt wäre und die Kriminalitätsstatistiken besorgniserregende Höchststände erreichen.

Die unbequeme Wahrheit über Deutschlands Verwundbarkeit

Was dieses Planspiel in aller Schärfe offenbart, ist die erschreckende Verwundbarkeit eines Landes, das sich jahrzehntelang hinter dem amerikanischen Schutzschild versteckt hat. Unter Donald Trump, der massive Zollerhöhungen gegen die EU verhängt hat und dessen Verhältnis zu den europäischen Verbündeten bestenfalls als frostig zu bezeichnen ist, kann sich Europa nicht mehr darauf verlassen, dass Washington im Ernstfall bedingungslos zur Stelle sein wird. Die 48 bis 72 Stunden, von denen Gady spricht – jene kritische Zeitspanne, in der Europa auf sich allein gestellt wäre – könnten über das Schicksal des Kontinents entscheiden.

Es ist höchste Zeit, dass Deutschland aufwacht. Nicht mit Lippenbekenntnissen und Sondervermögen, die in Wahrheit nichts anderes sind als schuldenfinanzierte Versprechen an die Zukunft, sondern mit echtem politischem Willen zur Verteidigung. Die Bundeswehr braucht nicht nur Geld, sondern eine grundlegende Reform ihrer Strukturen, eine Rückkehr zur Wehrpflicht – oder zumindest einem verpflichtenden Gesellschaftsdienst – und vor allem Politiker, die verstanden haben, dass Freiheit nicht umsonst ist. Wer Frieden will, muss für den Krieg gerüstet sein. Diese uralte Weisheit scheint in den Berliner Amtsstuben in Vergessenheit geraten zu sein.

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