
Politisches Erdbeben: AfD enteilt der Union im ARD-Deutschlandtrend mit historischen 27 Prozent

Was sich seit Wochen in den Umfrageinstituten andeutete, ist nun auch im Flaggschiff der öffentlich-rechtlichen Demoskopie amtlich: Die AfD hat die Union im ARD-Deutschlandtrend deklassiert. Mit 27 Prozent erreicht die Partei um Alice Weidel ihren höchsten jemals bei Infratest Dimap gemessenen Wert – und lässt die Kanzlerpartei von Friedrich Merz mit lediglich 24 Prozent demütigend zurück. Vier Prozentpunkte Vorsprung, die im politischen Berlin wie ein Donnerschlag wirken müssten – würde man dort überhaupt noch zuhören wollen.
Der freie Fall des Kanzlerkandidaten, der Kanzler werden durfte
Friedrich Merz wollte als Erneuerer antreten. Heute steht er als jener Politiker da, der seine Partei auf den schlechtesten Bundeswert seit Januar 2022 geführt hat. Zwei Prozentpunkte Verlust gegenüber Anfang April – und das, obwohl die Sektkorken bei der Vereidigung im Mai 2025 noch knallten. Wer hätte gedacht, dass der einstige Hoffnungsträger der Konservativen es schaffen würde, in nur wenigen Monaten das gleiche Vertrauen zu verspielen, das Angela Merkel über Jahre mühsam abgetragen hatte? Eine bemerkenswerte Leistung, die in den Geschichtsbüchern ihren Platz finden dürfte – nur eben nicht im Kapitel der Erfolge.
Die Schwarz-Rote Koalition kommt gemeinsam auf magere 36 Prozent. Eine Regierungsmehrheit? Längst Geschichte. Zuletzt im Juni 2024 hatte das Bündnis aus Union und SPD im Deutschlandtrend überhaupt noch Mehrheitswerte. Seitdem: stetiger Sinkflug. Die einst stolze Volkspartei CDU/CSU verkommt zum Juniorpartner ihrer eigenen Niederlage.
Die Brandmauer als politisches Selbstmordkommando
Was die Union dabei besonders schmerzt: Es ist ihre eigene Sturheit, die sie ins politische Abseits manövriert. Mit dem verzweifelten Festhalten an der sogenannten Brandmauer schließt sich die Partei selbst die Türen zu Mehrheiten. Eine Zusammenarbeit mit der Linken? Wegen Unvereinbarkeitsbeschluss tabu. Eine Kooperation mit der AfD? Erst recht. Was bleibt, ist die Aussicht auf eine Kenia-Koalition mit SPD und Grünen – jener Partei also, die das Land in den vergangenen Jahren zuverlässig gegen die Wand gefahren hat.
Die Grünen stehen übrigens bei 15 Prozent und können nach dem Wahlsieg von Cem Özdemir in Baden-Württemberg sogar noch einen Punkt zulegen. Die SPD verharrt bei 12 Prozent, die Linke bei 10 Prozent. Die FDP klammert sich mit 4 Prozent an die Hoffnung, vor ihrer Kampfabstimmung um den Bundesvorsitz Ende Mai noch einmal Tritt zu fassen. Das BSW dümpelt bei 3 Prozent.
Wenn der Wähler spricht und Berlin sich die Ohren zuhält
Die Botschaft der Bürger ist unmissverständlich: Sie wollen keine Fortsetzung jener Politik, die ihnen offene Grenzen, explodierende Energiepreise, Rekord-Kriminalität und eine schrumpfende Wirtschaft beschert hat. Sie wollen einen echten Kurswechsel – und nicht das übliche Berliner Theater, in dem sich CDU, SPD und Grüne gegenseitig die Bälle zuspielen, während das Land vor die Hunde geht.
Stattdessen erlebt der Wähler einen Kanzler Merz, der vor der Wahl Schuldenbremse predigte und nach der Wahl ein 500-Milliarden-Sondervermögen durchwinkte. Der Migrationswende versprach und Migrationsverwaltung lieferte. Der eine Politik der Mitte ankündigte und in Wahrheit den grünen Kurs der Vorgängerregierung fortschreibt. Kein Wunder, dass die einstigen Unionswähler in Scharen zur AfD abwandern.
Ein politisches Beben mit Ansage
Diese Umfrage ist mehr als eine Momentaufnahme. Sie ist die Quittung für eine politische Klasse, die seit Jahren am Volk vorbei regiert. Sie ist das Misstrauensvotum gegen ein System, das Kritiker stigmatisiert, Andersdenkende ausgrenzt und sich selbst für den einzig legitimen Vertreter der Demokratie hält. Wenn die etablierten Parteien diese Botschaft nicht endlich hören wollen, werden sie weiter Wähler verlieren – und das zu Recht.
Für Anleger und Bürger bedeutet diese politische Instabilität vor allem eines: Unsicherheit. Wenn Regierungen wackeln, Koalitionen bröckeln und politische Stürme aufziehen, bewährt sich seit Jahrtausenden ein verlässlicher Anker im Vermögensaufbau – physische Edelmetalle wie Gold und Silber. Während Politiker kommen und gehen, Währungen entwertet werden und Vermögenswerte schwanken, behaupten sich Sachwerte als zeitloser Schutz vor den Verwerfungen einer aus den Fugen geratenen Politik. Eine durchdachte Beimischung physischer Edelmetalle in ein breit gestreutes Portfolio gehört zu den klügsten Entscheidungen, die ein vorausschauender Bürger in Zeiten wie diesen treffen kann.
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