
Regierung Merz im freien Fall: Nur noch 15 Prozent der Deutschen zufrieden
Es war ein Versprechen, das wie ein frischer Wind durch die politische Landschaft wehen sollte. Friedrich Merz, der Mann, der Deutschland nach dem Ampel-Desaster wieder auf Kurs bringen wollte, steht nun selbst vor einem Scherbenhaufen der Glaubwürdigkeit. Der jüngste ARD-Deutschlandtrend für April 2026 offenbart ein vernichtendes Urteil der Bürger: Gerade einmal 15 Prozent der Deutschen sind mit der Arbeit der schwarz-roten Koalition zufrieden. Ein historischer Tiefstand seit Beginn der Legislaturperiode im Mai 2025.
Null Prozent „sehr zufrieden" – eine Ohrfeige für Berlin
Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen: Exakt null Prozent der Befragten gaben an, mit der Regierungsarbeit „sehr zufrieden" zu sein. Null. Nicht ein einziger Prozentpunkt. Im Vergleich zum Vormonat brach die Zufriedenheit um satte neun Prozentpunkte ein. Gleichzeitig erklärten 45 Prozent, sie seien „weniger zufrieden", und weitere 39 Prozent zeigten sich „gar nicht zufrieden". Das bedeutet im Klartext: 84 Prozent der Deutschen haben das Vertrauen in ihre Regierung weitgehend oder vollständig verloren.
Wer sich noch an die vollmundigen Ankündigungen des Koalitionsvertrags „Verantwortung für Deutschland" erinnert, der im April 2025 mit großem Pathos unterzeichnet wurde, dürfte angesichts dieser Zahlen nur noch bitter lächeln. Von der versprochenen wirtschaftlichen Erneuerung, vom Schuldenabbau, von einer Politik, die den Bürger wieder in den Mittelpunkt stellt – davon ist in der Wahrnehmung der Bevölkerung offenkundig wenig übrig geblieben.
Die SPD als Juniorpartner im Sinkflug
Besonders dramatisch liest sich das Zeugnis für die Sozialdemokraten. Während die CDU immerhin noch auf 22 Prozent Zufriedenheit kommt und die CSU auf 17 Prozent, dümpelt die SPD bei kläglichen 13 Prozent vor sich hin. Auch hier: null Prozent „sehr zufrieden". Die einstige Volkspartei, die unter Willy Brandt und Helmut Schmidt noch Millionen begeisterte, ist zur Randerscheinung im eigenen Regierungsbündnis verkommen.
Vizekanzler Lars Klingbeil, der nach der Bundestagswahl als neuer starker Mann der SPD gehandelt wurde, erlebt einen regelrechten Absturz. Seine persönlichen Zufriedenheitswerte brachen um 15 Prozentpunkte auf nur noch 18 Prozent ein. Bundestagspräsidentin Bärbel Bas ergeht es kaum besser – ein Minus von zehn Punkten auf magere 15 Prozent. Die Sozialdemokratie scheint in einer existenziellen Krise gefangen, aus der kein Ausweg in Sicht ist.
Sonntagsfrage: SPD auf dem Niveau von 2019
Die Unzufriedenheit schlägt sich unmittelbar in der Sonntagsfrage nieder. Die SPD sackt dort auf 12 Prozent ab – der schlechteste Wert seit 2019, als die Partei unter Andrea Nahles bereits am Abgrund stand. Man fragt sich unwillkürlich: Was muss eigentlich noch passieren, damit die Genossen begreifen, dass ihre Politik am Bürger vorbeigeht?
Derweil liefern sich CDU und AfD ein bemerkenswertes Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Union kommt auf 26 Prozent, die AfD folgt dicht dahinter mit 25 Prozent. Dass die Alternative für Deutschland trotz aller medialen Dauerattacken und politischen Ausgrenzungsversuche derart stabil auf hohem Niveau verharrt, sollte den etablierten Parteien eigentlich zu denken geben. Tut es aber offensichtlich nicht.
Die Landtagswahlen als Menetekel
Wer glaubte, die desaströsen Umfragewerte seien nur ein vorübergehendes Stimmungstief, wurde bereits im März eines Besseren belehrt. Bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz – einst eine unangefochtene SPD-Hochburg, in der Malu Dreyer noch 2021 triumphierte – landeten die Sozialdemokraten mit 25 Prozent weit abgeschlagen hinter der CDU mit 31 Prozent. Die AfD sicherte sich mit 19,3 Prozent den dritten Platz und unterstrich damit ihre Verankerung als feste Größe im deutschen Parteiensystem.
Diese Ergebnisse sind kein Zufall. Sie sind das logische Resultat einer Politik, die den Bürgern immer mehr abverlangt und immer weniger liefert. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur, das die neue Regierung auf den Weg gebracht hat, klingt auf dem Papier beeindruckend. In der Realität bedeutet es jedoch nichts anderes als eine gigantische Schuldenlast, die kommende Generationen durch Steuern und Abgaben werden schultern müssen. Und das, obwohl Friedrich Merz im Wahlkampf noch hoch und heilig versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen. So viel zum Thema Glaubwürdigkeit.
Ein Land zwischen Frust und Resignation
Was diese Zahlen im Kern offenbaren, ist ein tiefgreifender Vertrauensverlust der Deutschen in ihre politische Führung. Nach dem Scheitern der Ampel-Koalition hatten viele Bürger gehofft, dass mit einer konservativ geführten Regierung endlich wieder Vernunft in die deutsche Politik einkehren würde. Stattdessen erleben sie eine Große Koalition, die sich in internen Machtkämpfen verzettelt, während die drängenden Probleme des Landes – von der galoppierenden Inflation über die zunehmende Kriminalität bis hin zur unkontrollierten Migration – ungelöst bleiben.
Die Botschaft der Bürger an Berlin könnte kaum deutlicher sein: So kann es nicht weitergehen. Deutschland braucht Politiker, die nicht nur Verantwortung im Koalitionsvertrag versprechen, sondern sie auch tatsächlich übernehmen. Politiker, die für das Land und seine Bürger arbeiten – und nicht gegen sie. Ob diese Botschaft in den Regierungszentralen ankommt, darf angesichts der bisherigen Erfahrungen bezweifelt werden. Doch eines ist sicher: Die Geduld der Deutschen ist endlich. Und sie neigt sich dem Ende zu.

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