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Kettner Edelmetalle
07.05.2026
05:57 Uhr

Roboter gegen den „rechten Onkel“: Wenn die Universität Siegen Schüler zu Gesinnungskriegern erzieht

Roboter gegen den „rechten Onkel“: Wenn die Universität Siegen Schüler zu Gesinnungskriegern erzieht

Was vor wenigen Jahren noch wie eine Realsatire geklungen hätte, ist an deutschen Universitäten längst Forschungsalltag: An der Universität Siegen wird ein KI-gesteuerter Roboter namens „Navel“ darauf programmiert, Schülern den fiktiven „rechten Onkel“ vom Raclette-Tisch zu simulieren. Schüler sollen dann üben, wie sie ihre eigenen Verwandten argumentativ in die Schranken weisen. Das Familienfest als Kampfzone, der Roboter als Sparringspartner – willkommen in der schönen neuen Welt der Demokratiepädagogik.

Wenn Maschinen Menschen ersetzen sollen – sogar beim Streiten

Wie die Siegener Zeitung berichtet, wurde das Projekt von einer Doktorandin gemeinsam mit dem Aktiven Museum Südwestfalen und einem Gymnasium in Neunkirchen ins Leben gerufen. Der Roboter „Navel“, ursprünglich entwickelt für Pflege und soziale Mensch-Maschine-Interaktion, wurde mithilfe von ChatGPT zum Provokateur umfunktioniert. Auf Knopfdruck spielt er den klischeebeladenen Stiefelträger der Familie und wirft den Schülern Sätze entgegen wie: „Sie nehmen uns die Jobs weg“ oder „Ausländer raus.“

Pikant ist die Begründung der Macher: Moderne KI-Modelle seien angeblich „zu höflich“, um überzeugend rassistisch klingen zu können. Man habe deshalb auf ältere Modelle zurückgegriffen, um die gewünschte Provokation zu erzeugen. Mit anderen Worten: Selbst die Maschine wehrt sich offenbar gegen das Pappkamerad-Klischee, das man ihr aufzwingen will.

Stereotypen bekämpfen – mit Stereotypen?

Die Ironie der Geschichte könnte kaum dicker aufgetragen sein. Während der Roboter den Schülern beibringen soll, „Vorurteile und falsche Annahmen zu widerlegen“, beruht das gesamte Trainingsszenario selbst auf einem grobschlächtigen Klischee: dem dumpfen, wütenden Onkel, der angeblich nichts als Parolen aus den 90er-Jahren herunterbeten kann. Dass kritische Bürger heute mitnichten so argumentieren, sondern auf reale Probleme – steigende Kriminalität, überlastete Sozialsysteme, kulturelle Verwerfungen – verweisen, scheint den Projektverantwortlichen entgangen zu sein. Oder es passt schlicht nicht ins didaktische Konzept.

Besonders bemerkenswert ist die Antwort, mit der die Doktorandin den Roboter abkanzelt: „Statistiken zeigen, dass Ausländer überhaupt nicht krimineller sind als Menschen, die hier wohnen.“ Ein Satz, der angesichts der jüngsten Polizeilichen Kriminalstatistiken kaum mehr seriös zu vertreten ist. Wer regelmäßig in die Nachrichtenlage blickt, wer die Berichte über Messerangriffe in Solingen, Mannheim, Aschaffenburg oder zuletzt unzählige weitere Vorfälle verfolgt hat, der weiß: Hier wird Schülern eine Wirklichkeit vorgegaukelt, die mit dem Alltag in deutschen Innenstädten und Bahnhöfen wenig zu tun hat.

Pädagogik mit politischer Schlagseite

Das eigentlich Beunruhigende an diesem Projekt ist nicht der Roboter selbst – sondern der pädagogische Anspruch dahinter. Schüler werden nicht etwa angeleitet, kontroverse Themen offen, ergebnisoffen und kritisch zu diskutieren. Stattdessen wird ihnen eine fertig konfektionierte Argumentationsschablone an die Hand gegeben, mit der sie „den anderen“ – im Zweifel das eigene Familienmitglied – widerlegen sollen. Das ist keine Bildung, das ist Indoktrination im Maschinenformat.

Wer junge Menschen so erzieht, dass sie den eigenen Onkel beim Weihnachtsessen als Feindbild betrachten, der zerstört nicht nur Familienbande, sondern auch das, was eine offene Gesellschaft eigentlich ausmacht: die Fähigkeit, unterschiedliche Meinungen auszuhalten und im Gespräch zu klären. Stattdessen wird gespalten, verhärtet, abgegrenzt – und das alles unter dem Etikett der „Demokratiebildung“. Es ist nicht das erste derartige Projekt, das aus den Hörsälen deutscher Universitäten in die Schulen schwappt, und es wird sicher nicht das letzte sein.

Steuergeld für die Erziehung zum Gesinnungswächter

Es darf die Frage erlaubt sein: Wer bezahlt eigentlich diesen ganzen Aufwand? Forschungseinrichtungen wie die Universität Siegen finanzieren sich wesentlich aus Steuergeldern. Die Schule, an der das Projekt läuft, ebenfalls. Der deutsche Steuerzahler darf also dafür aufkommen, dass seine eigenen Kinder gegen ihn selbst in Stellung gebracht werden – sofern er es wagt, eine politisch unerwünschte Meinung zu äußern. Ein Treppenwitz der Geschichte, den man sich kaum bizarrer ausdenken könnte.

In einer Zeit, in der deutsche Schüler bei internationalen Bildungsvergleichen kontinuierlich abrutschen, in der Lehrer fehlen, Klassenzimmer marode sind und der Mathematikunterricht oft ausfällt, fließen Ressourcen in solche Projekte. Die Prioritäten der deutschen Bildungslandschaft sprechen Bände. Es geht offenbar nicht mehr darum, Schüler zu mündigen Bürgern auszubilden, sondern darum, sie zu Gesinnungswächtern in Familienkreisen zu erziehen.

Fazit: Ein Spiegel des Zeitgeistes

Das Roboter-Projekt aus Siegen ist mehr als nur eine skurrile Episode aus dem akademischen Elfenbeinturm. Es ist symptomatisch für einen Geist, der die Auseinandersetzung mit anderen Meinungen nicht mehr als Bereicherung, sondern als Bedrohung empfindet. Wer den eigenen Verwandten zum Feindbild stilisiert und Kindern beibringt, mit Schablonenargumenten auf reale Sorgen zu reagieren, der züchtet keine demokratischen Bürger heran, sondern intolerante Krieger des moralischen Schlachtfeldes. Eine Gesellschaft, die so mit sich selbst umgeht, wird ihre tiefen Risse nicht kitten – sie wird sie weiter aufreißen. Und am Ende stehen nicht Verständigung und Zusammenhalt, sondern eben jene Spaltung, die man angeblich bekämpfen wollte.

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