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Kettner Edelmetalle
20.01.2026
06:58 Uhr

Rollende Spione aus Fernost: Bundesinnenministerium schlägt Alarm wegen chinesischer Elektroautos

Rollende Spione aus Fernost: Bundesinnenministerium schlägt Alarm wegen chinesischer Elektroautos

Was wie ein Szenario aus einem Agententhriller klingt, ist längst bittere Realität auf deutschen Straßen: Das Bundesinnenministerium unter Alexander Dobrindt warnt eindringlich vor den Gefahren, die von digital vernetzten Fahrzeugen chinesischer Hersteller ausgehen. Die schicken Elektroflitzer aus dem Reich der Mitte sind offenbar weit mehr als nur umweltfreundliche Fortbewegungsmittel – sie könnten sich als trojanische Pferde auf vier Rädern entpuppen.

Datenabschöpfung im großen Stil

Ein Sprecher des Innenministeriums machte gegenüber dem „Handelsblatt" unmissverständlich klar, worum es geht: Chinesische Fahrzeuge verfügen über hochkomplexe, vernetzte Systeme, die eine enorme Menge an Daten generieren, speichern und übermitteln können. Angesichts steigender Marktanteile chinesischer Autobauer in Europa, der angespannten geopolitischen Lage und Pekings unverhohlener Machtambitionen sei es zwingend erforderlich, diese Risiken genau im Blick zu behalten.

Der Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, findet noch deutlichere Worte: „Die Spionagegefahr durch chinesische Elektroautos ist real." Dabei gehe es weniger um klassische Spionage im herkömmlichen Sinne, sondern vielmehr um systematische Datenabschöpfung in einem Ausmaß, das frühere Geheimdienste vor Neid erblassen ließe.

Kritische Infrastruktur besonders gefährdet

Besonders brisant wird die Situation, wenn man bedenkt, wer diese Fahrzeuge nutzt und wo sie zum Einsatz kommen. Für sicherheitsrelevante Bereiche wie die Bundeswehr, Polizeibehörden, kritische Infrastrukturen und das unmittelbare Regierungsumfeld stuft Kramer das Risiko als „hoch" ein. Selbst die scheinbar harmlose Übertragung von Standortdaten an externe Cloud-Systeme könnte bereits sensible Informationen preisgeben.

Doch auch die deutsche Wirtschaft sollte aufhorchen: Unternehmen mit sensibler Forschung und Entwicklung sehen sich einem mittleren bis hohen Risiko ausgesetzt. Dies gilt insbesondere dann, wenn Firmenfahrzeuge regelmäßig Forschungsstandorte anfahren, von Führungskräften genutzt werden oder gar als mobile Besprechungsräume dienen. Man stelle sich vor: Während im Fahrzeug vertrauliche Geschäftsstrategien besprochen werden, lauscht Peking womöglich mit.

Moderne Elektroautos als rollende Computer

Was genau macht diese Fahrzeuge so gefährlich? Nach Kramers Einschätzung sind moderne Elektroautos nichts anderes als rollende Computer – und zwar äußerst geschwätzige. Die Palette der erfassten und potenziell übermittelten Informationen ist erschreckend umfangreich:

Standort- und Bewegungsdaten verraten, wo sich der Fahrer aufhält und welche Routen er bevorzugt. Mikrofone und Kameras im Innenraum können Gespräche und Bilder aufzeichnen. Die Verbindung mit Smartphones öffnet Tür und Tor zu Telefon- und Kontaktdaten. Angaben zum Fahrverhalten liefern ein detailliertes Profil des Nutzers. Und die Assistenzsysteme erfassen obendrein noch Daten aus der unmittelbaren Umgebung.

Kein rein chinesisches Problem

Fairerweise muss man einräumen: Das Spionagerisiko beschränkt sich nicht ausschließlich auf chinesische Hersteller. Grundsätzlich bergen alle modernen Elektrofahrzeuge derartige Gefahren. Doch die besondere Brisanz bei chinesischen Produkten liegt in der engen Verflechtung zwischen Wirtschaft und Staat im kommunistischen China. Dort können Unternehmen jederzeit zur Kooperation mit den Sicherheitsbehörden gezwungen werden – ein Umstand, der bei westlichen Herstellern in dieser Form nicht gegeben ist.

Die Warnung des Innenministeriums kommt nicht von ungefähr. Erst kürzlich wurde bekannt, dass China theoretisch auf 850 Elektrobusse in Norwegen aus der Ferne zugreifen könnte. Ein beunruhigendes Szenario, das zeigt, wie weit die technologische Durchdringung bereits fortgeschritten ist.

Weckruf für die deutsche Politik

Es ist höchste Zeit, dass die deutsche Politik aufwacht und die Naivität gegenüber dem kommunistischen Regime in Peking ablegt. Während man sich jahrelang in wirtschaftlicher Abhängigkeit von China sonnte und kritische Stimmen als Panikmache abtat, hat das Reich der Mitte längst seine Fühler in alle Bereiche unserer Gesellschaft ausgestreckt. Die Elektromobilität, einst als Heilsbringer für Klima und Umwelt gepriesen, könnte sich als Einfallstor für fremde Mächte erweisen.

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz täte gut daran, hier klare Kante zu zeigen und verbindliche Sicherheitsstandards für vernetzte Fahrzeuge aus dem Ausland zu etablieren. Denn eines ist gewiss: Wer heute bei der digitalen Souveränität spart, zahlt morgen einen weitaus höheren Preis.

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