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13.02.2026
21:06 Uhr

Schah-Erbe fordert US-Bomben auf Teheran: Pahlavis gefährliches Spiel auf der Münchner Sicherheitskonferenz

Schah-Erbe fordert US-Bomben auf Teheran: Pahlavis gefährliches Spiel auf der Münchner Sicherheitskonferenz

Während sich die Welt ohnehin in einem Zustand permanenter geopolitischer Überhitzung befindet – der Ukraine-Krieg tobt weiter, der Nahe Osten gleicht einem Pulverfass –, betritt nun ein Mann die Bühne der Münchner Sicherheitskonferenz, der nichts Geringeres fordert als einen amerikanischen Militärschlag gegen das iranische Regime. Reza Pahlavi, ältester Sohn des 1979 gestürzten Schahs, will die Gunst der Stunde nutzen und die Vereinigten Staaten zum bewaffneten Eingreifen bewegen.

Ein Exilant mit großen Ambitionen

Pahlavi, der seit Jahrzehnten im Exil lebt und von dort aus die Opposition gegen die Islamische Republik zu koordinieren versucht, bezeichnet die blutig niedergeschlagenen Proteste nach seinem Aufruf im Januar 2026 kurzerhand als „Revolution". Tausende Menschen hätten dabei ihr Leben verloren, doch es gebe „kein Zurück" mehr, so der Thronprätendent gegenüber dem „Spiegel". Das Regime sei geschwächt, die Führung verstecke sich in Bunkern und habe dem eigenen Volk schlicht nichts mehr zu bieten.

Man muss sich diese Worte auf der Zunge zergehen lassen: Ein Mann, der selbst nicht im Land ist, ruft zum Aufstand auf, Tausende sterben – und er nennt es Fortschritt. Die Frage, ob hier nicht ein gefährliches Spiel mit Menschenleben getrieben wird, drängt sich geradezu auf.

„Humanitäres Einschreiten" – die Rhetorik des Krieges

Besonders bemerkenswert ist die sprachliche Verpackung, in die Pahlavi seine Forderung kleidet. Ein gezielter Militärschlag gegen die Revolutionsgarden und den Sicherheitsapparat sei „keine äußere Intervention, sondern ein humanitäres Einschreiten". Wer erinnert sich nicht an ähnliche Formulierungen vor dem Irak-Krieg 2003, vor der Libyen-Intervention 2011? Die Geschichte hat gezeigt, wohin solche „humanitären" Militärschläge führen können: in jahrzehntelanges Chaos, in zerfallende Staaten, in Flüchtlingsströme biblischen Ausmaßes.

Pahlavi appelliert dabei gezielt an die Berater von US-Präsident Donald Trump. Dieser habe die Chance, „Geschichte zu schreiben", indem er dem iranischen Volk zur Freiheit verhelfe. Trumps Worte vom 13. Januar 2026 – „Hilfe ist unterwegs" – hätten im Iran Anklang gefunden, seien jedoch bislang folgenlos geblieben. Über 100.000 Regimeangehörige aus dem Sicherheitsbereich und der Verwaltung hätten sich bereits bei seinem Team gemeldet, behauptet Pahlavi. Eine Zahl, die sich freilich kaum unabhängig überprüfen lässt.

Persönlicher Einsatz oder politisches Kalkül?

Der Oppositionsführer kündigt an, selbst in den Iran zurückkehren zu wollen, um den Umsturz vor Ort anzuführen. Er prüfe, wann er „in Iran wirken" könne. Bereits 1980 habe er Khomeinis Luftwaffe seinen Dienst im Krieg gegen den Irak angeboten. Er sei „kein Opferlamm", sondern wolle den Übergang im Land organisieren. Ob dieser Mut echt ist oder bloße Rhetorik für die Kameras der Sicherheitskonferenz – das wird sich zeigen.

Für die Zeit nach einem möglichen Regimesturz schwebt Pahlavi ein Modell vor, das an die Nürnberger Prozesse erinnert: Amnestie für Mitläufer, Prozesse für die Hauptverantwortlichen – allen voran Ayatollah Khamenei, den er als „Dämon" bezeichnet. Über die künftige Staatsform – ob konstitutionelle Monarchie oder Republik – sollten die Iraner per Referendum selbst entscheiden. Die zerstrittene Opposition wolle er mit vier Prinzipien einen: Gleichheit, Säkularismus, Demokratie und Freiheitsrechte.

Was bedeutet das für Europa – und für Deutschland?

Für Deutschland und Europa wäre ein Militärschlag gegen den Iran ein Szenario mit unkalkulierbaren Folgen. Schon jetzt ächzt der Kontinent unter den Auswirkungen multipler Krisen. Die Energiepreise sind nach wie vor auf hohem Niveau, die Wirtschaft stagniert, und die Migrationsfrage bleibt ungelöst. Ein weiterer Konflikt im Nahen Osten – womöglich mit iranischen Vergeltungsschlägen auf Verbündete in der Region – könnte eine neue Flüchtlingswelle auslösen, die Europa erneut an seine Belastungsgrenze bringen würde.

Bundeskanzler Friedrich Merz, der auf derselben Sicherheitskonferenz für ein „stärkeres Europa" wirbt, dürfte Pahlavis Forderungen mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis nehmen. Denn eines ist klar: Deutschland hat weder die militärischen Kapazitäten noch den politischen Willen, sich an einem solchen Abenteuer zu beteiligen. Und doch würde es die Konsequenzen – wie immer – mittragen müssen.

Die internationale Gemeinschaft solle aufhören, das Regime zu stützen, und sich „klar auf die Seite des iranischen Volks stellen", fordert Pahlavi als Botschaft an die Konferenzteilnehmer. Die Freiheitsbewegung brauche Unterstützung – „politisch, wirtschaftlich, notfalls militärisch".

Historische Parallelen mahnen zur Vorsicht

Wer die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts kennt, weiß: Regime Changes von außen haben selten zu stabilen Demokratien geführt. Afghanistan, Irak, Libyen – die Liste gescheiterter Interventionen ist lang und blutig. Das iranische Volk verdient zweifellos Freiheit und Selbstbestimmung. Doch ob amerikanische Bomben der richtige Weg dorthin sind, darf mehr als bezweifelt werden. In Zeiten, in denen die geopolitische Ordnung ohnehin aus den Fugen gerät, wäre ein weiterer Brandherd im Nahen Osten das Letzte, was die Welt braucht.

Für Anleger bedeutet die zunehmende geopolitische Unsicherheit einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewährte Krisenwährung ihre Berechtigung im Portfolio haben. In einer Welt, in der Militärschläge auf Sicherheitskonferenzen gefordert werden und Konflikte eskalieren, bieten sie jenen Schutz, den Papierwerte in Krisenzeiten oft nicht gewährleisten können.

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