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Schulden-Tsunami in Washington: 839 Milliarden Dollar in sieben Tagen!

Schulden-Tsunami in Washington: 839 Milliarden Dollar in sieben Tagen!
Symbolbild: KI-generiert

Die US-Regierung hat in einer einzigen Woche Staatsanleihen und kurzfristige Schatzwechsel im Wert von 839 Milliarden Dollar verkauft. So viel hat Washington laut Branchenberichten noch nie binnen sieben Tagen am Kapitalmarkt eingesammelt. Über elf Auktionen hinweg wurde der bisherige Rekord von 834 Milliarden Dollar aus dem Vorjahreszeitraum geknackt.

Nur ein Ausrutscher? Eher nicht. Der neue Rekord passt zu einem Land, das sich an das Leben auf Pump gewöhnt hat.

Der Trick mit der Umschuldung

Zur Beruhigung verweisen manche gern auf das Kleingedruckte. Der weitaus größte Teil des Geldes floss demnach nicht in neue Ausgaben, sondern in die Tilgung fällig gewordener Altschulden. Frisches Geld waren „nur“ 106 Milliarden Dollar.

Das klingt harmlos, ist es aber nicht. Wer alte Kredite ständig mit neuen ablöst, rollt einen Schuldenberg vor sich her, der nie kleiner wird. Und wird umgeschuldet, gilt der Zins von heute statt dem von gestern. Unter anderem kamen Papiere mit zwei, fünf und sieben Jahren Laufzeit unter den Hammer. Bei der letzten Auktion der Siebenjährigen verlangten Investoren eine Rendite von 4,894 Prozent. Von den Mini-Zinsen früherer Jahre ist nichts mehr übrig.

40 Billionen und die Zinsfalle

Zum 22. Oktober 2026 lag die ausstehende US-Staatsschuld bei rund 40,44 Billionen Dollar. Diese Zahl übersteigt jede Vorstellungskraft. Die Folgen sind dagegen ganz konkret: Nach Daten des US-Finanzministeriums zahlte Washington im Haushaltsjahr 2026 erstmals mehr als eine Billion Dollar an Zinsen, genauer 1,05 Billionen. Das sind 8,4 Prozent mehr als im Vorjahr und Medienberichten zufolge rund drei Milliarden Dollar pro Tag.

Damit sind die Zinsen bereits der drittgrößte Posten im Bundeshaushalt, gleich nach der Rentenversicherung Social Security und der Krankenversicherung Medicare. Das Haushaltsbüro des Kongresses (CBO) rechnet für 2026 mit einem Defizit von 1,9 Billionen Dollar. Die öffentliche Schuldenquote soll von 101 Prozent der Wirtschaftsleistung bis 2036 auf 120 Prozent steigen. Der bisherige Rekord stammt aus der Zeit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg.

Wer kauft das alles noch?

An den Märkten zählt deshalb vor allem eine Frage: Wie groß ist die Nachfrage? Bei so viel Angebot könnten Anleger höhere Zinsen verlangen, und die Renditen würden steigen. Das würde nicht nur Anleihen treffen. Auch zinsempfindliche Aktien und die Finanzmärkte insgesamt könnten unter Druck geraten.

Berichten zufolge erwägt das Finanzministerium bei seiner Quartalsplanung, weniger lange Laufzeiten auszugeben und stärker auf kurzfristige Schatzwechsel zu setzen. Kritiker halten das für gefährlich. Das Problem werde dadurch nur vertagt, und die Abhängigkeit vom jeweils aktuellen Zinsniveau wachse weiter.

Ein Spiegel auch für Berlin

Wer nun auf Amerika zeigt, sollte auch nach Berlin schauen. Die Regierung Merz hat ein 500-Milliarden-Sondervermögen auf den Weg gebracht, obwohl im Wahlkampf noch Haushaltsdisziplin versprochen worden war. Die Logik ist dieselbe wie in Washington: Heute geben, morgen bezahlen. Bezahlen müssen am Ende Steuerzahler, Sparer und die nächste Generation.

Für Sparer heißt das, dass Staatsschulden auf Dauer meist mit Inflation und sinkender Kaufkraft verbunden sind. Gold und Silber kann man dagegen nicht per Auktion beliebig vermehren. Sie sind niemandes Schuldversprechen. Physische Edelmetalle können deshalb als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen ein sinnvoller Schutz gegen die Folgen ungebremster Staatsverschuldung sein.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Edelmetallen dar. Jeder Anleger muss sich selbst informieren und trägt für seine Anlageentscheidungen allein die Verantwortung.

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