
Selenskyjs verbaler Rundumschlag: Wenn Diplomatie zur Gossensprache verkommt
Kurz vor einer entscheidenden dritten Runde der Friedensgespräche zwischen den USA, der Ukraine und Russland hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einmal mehr bewiesen, dass ihm jedes Gespür für diplomatisches Fingerspitzengefühl abhandengekommen ist. In einer über seine sozialen Kanäle verbreiteten Erklärung attackierte er russische Eliten, die im Westen leben, mit Worten, die man eher auf einem Schulhof als auf der Weltbühne erwarten würde.
Fäkalsprache statt Friedenswillen
„Verpisst euch nach Russland. Geht nach Hause. Ihr respektiert niemanden in den Vereinigten Staaten", so der ukrainische Präsident wörtlich. Und weiter: „Ihr respektiert weder die Ukraine noch Europa. Geht nach Hause." Man reibt sich die Augen. Hier spricht nicht etwa ein aufgebrachter Demonstrant am Straßenrand, sondern das Staatsoberhaupt eines Landes, das auf die Unterstützung eben jenes Westens angewiesen ist, in dessen Namen er zu sprechen vorgibt. Ist das die Sprache eines Mannes, der ernsthaft an einem Friedensabkommen interessiert ist? Oder ist es vielmehr der verzweifelte Versuch eines Politikers, der spürt, dass ihm die Felle davonschwimmen?
Maximale Sanktionen als Ablenkungsmanöver
Doch Selenskyj beließ es nicht bei verbalen Entgleisungen. Er forderte die westlichen Staaten auf, den russischen Atomenergiekonzern Rosatom sowie Einzelpersonen zu sanktionieren, die von dessen Geschäften profitierten, während sie in Europa oder den USA lebten. Washington und Brüssel sollten „vollständige Sanktionen" gegen den gesamten russischen Energiesektor verhängen. Dabei lobte er ausgerechnet frühere Sanktionsmaßnahmen von US-Präsident Donald Trump gegen die russischen Energieriesen Lukoil und Rosneft – derselbe Trump, dessen Friedensbemühungen Selenskyj mit seinen Ausfällen torpediert.
Die Forderung, der Westen müsse „den gesamten Energiesektor, insbesondere die Atomenergie" ins Visier nehmen, klingt auf dem Papier entschlossen. In der Realität jedoch dürfte sie vor allem jene europäischen Länder treffen, die nach wie vor auf russische Energielieferungen angewiesen sind. Die EU hat sich zwar verpflichtet, bis Ende 2027 sämtliche Öl- und Gasimporte aus Russland zu beenden und auch die Abhängigkeit von russischer Atomenergie schrittweise abzubauen. Doch zwischen politischen Absichtserklärungen und der harten energiepolitischen Realität klafft bekanntlich ein Abgrund – besonders in Deutschland, wo die ideologisch motivierte Energiewende bereits jetzt zu explodierenden Strompreisen und einer schleichenden Deindustrialisierung geführt hat.
Ein Präsident, der seine Verbündeten verprellt
Was Selenskyj offenbar nicht begreift – oder nicht begreifen will: Jeder seiner verbalen Ausraster untergräbt die ohnehin fragilen Friedensbemühungen. Die dritte Gesprächsrunde steht vor der Tür, und statt konstruktive Signale zu senden, wählt der Mann in Kiew die maximale Eskalation. Man fragt sich unwillkürlich: Wem nützt das? Den ukrainischen Soldaten, die an der Front ihr Leben riskieren? Den Millionen ukrainischer Zivilisten, die unter dem Krieg leiden? Oder doch eher einem politischen Establishment in Kiew, das von der Fortdauer des Konflikts profitiert?
Es ist bezeichnend, dass selbst wohlmeinende Beobachter im Westen zunehmend die Geduld mit dem ukrainischen Präsidenten verlieren. Die endlose Mobilisierung, die innenpolitische Hysterie, die Unterdrückung der ukrainisch-orthodoxen Kirche – all das zeichnet das Bild eines Regimes, dem es längst nicht mehr nur um die Verteidigung der eigenen Souveränität geht. Wer Frieden will, muss auch bereit sein, den Preis des Friedens zu zahlen – und dazu gehört zuallererst, den Gegner nicht öffentlich mit Gossensprache zu überziehen.
Europa muss eigene Interessen vertreten
Für Deutschland und Europa stellt sich angesichts dieser Entwicklungen eine fundamentale Frage: Wie lange wollen wir uns noch von einem Präsidenten vor den Karren spannen lassen, der offensichtlich kein Interesse an einer diplomatischen Lösung hat? Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz wäre gut beraten, hier eine eigenständigere Position einzunehmen, statt blind der Eskalationslogik aus Kiew zu folgen. Denn am Ende sind es die europäischen Bürger, die den Preis für diesen Konflikt zahlen – in Form von Inflation, Energieknappheit und einer zunehmend unsicheren geopolitischen Lage.
In Zeiten wie diesen, in denen geopolitische Verwerfungen die Finanzmärkte erschüttern und Währungen unter Druck geraten, erweist sich einmal mehr die zeitlose Weisheit physischer Edelmetalle als Anker der Stabilität. Gold und Silber haben in der Geschichte der Menschheit noch jeden Krieg, jede Krise und jeden politischen Wahnsinn überdauert – eine Eigenschaft, die man von den Versprechen mancher Staatsmänner leider nicht behaupten kann.

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











