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Kettner Edelmetalle
22.08.2026
21:37 Uhr
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„Sie wird gewinnen“: Wadephuls Kiew-Versprechen kostet Milliarden

„Sie wird gewinnen“: Wadephuls Kiew-Versprechen kostet Milliarden
Symbolbild: KI-generiert

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) ist am Samstag unangekündigt nach Kiew gereist – kurz vor dem 35. Jahrestag der ukrainischen Unabhängigkeit. Es war bereits seine vierte Ukraine-Reise seit Amtsantritt. Seine Botschaft: Deutschland bleibt an der Seite Kiews, militärisch wie finanziell.

Nach der Ankunft erklärte der Minister:

„Wir stehen an der Seite der Ukraine. Wir unterstützen sie. Sie wird diese militärische Auseinandersetzung gewinnen“.

Krieg im Hintergrund, Luftalarm im Programm

Die Kulisse lieferte Russland selbst. Medienberichten zufolge schlugen während des Besuchs Raketen im Kiewer Vorort Boryspil ein, während der Minister mit Präsident Wolodymyr Selenskyj zusammentraf. Luftalarm als Begleitmusik der Diplomatie.

Wadephul verwies auf eine besonders brutale Sommerbilanz. Juli und August seien für die Zivilbevölkerung die verlustreichsten Monate seit über vier Jahren gewesen. „Nie zuvor feuerte Russland mehr Raketen auf sein Nachbarland ab“, sagte er. Moskau ziele gezielt auf die Energieversorgung, um die Lebensbedingungen der Menschen zu zerstören und den Widerstand zu brechen.

Wie verheerend das ist, zeigt Krywyj Rih: Nach einem russischen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum stieg die Zahl der Toten auf mindestens 16. Neun Menschen werden laut ukrainischem Zivilschutz vermisst, darunter zwei Kinder.

50 Millionen extra – und ein Winter, der teuer wird

Deutschland sagte weitere Hilfe für die kommenden Wintermonate zu. Berichten zufolge stellte Wadephul zusätzlich 50 Millionen Euro humanitäre Hilfe in Aussicht. Selenskyj wiederholte derweil seine Kernforderung: „Es sind Raketen für Patriots nötig, das können nur unsere Partner bereitstellen“.

Die Dimension der deutschen Beteiligung ist längst gewaltig. Das Verteidigungsministerium bezifferte die deutsche Ukraine-Unterstützung Anfang 2026 auf ein Gesamtvolumen von rund 55 Milliarden Euro – Deutschland sei damit größter Unterstützer in Europa. Für das Haushaltsjahr 2026 sind Medienberichten zufolge rund 11,5 Milliarden Euro eingeplant.

Wer bezahlt das eigentlich?

Und genau hier beginnt die Debatte, die in Berlin gern ausgeblendet wird. Während Straßen bröckeln, Betriebe unter Energiekosten ächzen und die Rentenkasse absehbar wackelt, fließen zweistellige Milliardenbeträge ins Ausland. Aus Sicht unserer Redaktion darf man beides fragen: Was ist sicherheitspolitisch nötig – und was können deutsche Steuerzahler dauerhaft schultern?

Siegesrhetorik trifft festgefahrene Diplomatie

Wadephul warf der russischen Führung zudem „totalitäre Unterdrückung“ vor. Wachsende Repression und immer widersprüchlichere Propaganda seien Zeichen von Schwäche; in Russland setze sich die Erkenntnis durch, dass der Krieg das Land wirtschaftlich ruiniere.

Die Bundesregierung setzt weiter darauf, dass militärischer Druck Moskau an den Verhandlungstisch zwingt. Nur: Die diplomatischen Bemühungen sind zuletzt kaum vorangekommen. Kritiker der Regierungslinie halten die Formel vom sicheren Sieg deshalb für riskant – Erwartungen, die politisch schwer einzulösen seien.

Für Anleger bleibt die Botschaft nüchtern: Krieg, Rekordschulden und wachsende Haushaltslasten sind ein Klima, in dem Sachwerte traditionell gefragt sind. Physisches Gold und Silber gelten seit Generationen als Versicherung gegen genau solche Unsicherheiten – als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich selbst umfassend informieren.

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