
Solar-Wahnsinn: Wie die deutsche Energiewende Steuermilliarden in fremde Speicherseen pumpt

Es ist ein Lehrstück deutscher Planlosigkeit, das sich am 1. Mai dieses Jahres exemplarisch offenbarte. Während die Republik den Tag der Arbeit beging, lief die Solarproduktion auf Hochtouren – und kostete die Steuerzahler nach Angaben des 50-Hertz-Chefs Stefan Kapferer schlappe 50 Millionen Euro. An einem einzigen Feiertag. Wer jetzt noch glaubt, die deutsche Energiewende sei ein Erfolgsmodell, der glaubt vermutlich auch, dass Schulden Vermögen sind.
Wenn die Sonne scheint, leidet der Steuerzahler
Kapferer, immerhin Chef eines der größten deutschen Übertragungsnetzbetreiber, äußerte sich in einem Interview erstaunlich offen über das Dilemma (ntv, 07.06.26). Sein Befund: Die Photovoltaik an sich sei nicht das Problem – wohl aber das groteske Ungleichgewicht, das durch ideologiegetriebenen Ausbau ohne Augenmaß entstanden sei.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Der deutsche Stromverbrauch sei in den vergangenen zehn Jahren um rund 15 Prozent gesunken – kein Wunder, wenn eine Industrie nach der anderen das Land verlässt oder die Produktion drosselt. Gleichzeitig sei die Erzeugung aus erneuerbaren Energien massiv gestiegen. Das Resultat? An sonnigen Tagen schwappen Stromüberschüsse durch die Netze, für die es schlicht keine Abnehmer gibt.
Geschenke an die Nachbarn – auf unsere Kosten
Was geschieht mit diesem überschüssigen Strom? Er wird verramscht. 50 Hertz müsse die Überschüsse vermarkten und verkaufe sie deshalb auch ins Ausland – etwa nach Österreich und in die Schweiz. Dort lachen sich die Betreiber von Pumpspeicherkraftwerken ins Fäustchen: Sie nutzen den billigen deutschen Strom, um Wasser in höher gelegene Becken zu pumpen, und verdienen später beim Rückverkauf prächtig daran.
Der deutsche Michel finanziert mit seinen Steuern die Energiesicherheit unserer Nachbarländer – während im eigenen Land die Strompreise zu den höchsten der Welt zählen.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Deutschland subventioniert über den Bundeshaushalt die Förderung erneuerbarer Energien, verschenkt dann den teuer produzierten Strom an die Schweiz und Österreich – und kauft ihn bei Bedarf womöglich teurer zurück. Wer dieses Geschäftsmodell entworfen hat, sollte sich nie wieder Ökonom nennen dürfen.
Brandenburg als Mahnmal der Fehlplanung
Besonders eklatant zeigt sich das Versagen in Brandenburg. Dort stünden erneuerbare Erzeugungskapazitäten von 17 Gigawatt einer tatsächlichen Last von gerade einmal drei Gigawatt gegenüber. Ein Verhältnis, das jeden Kaufmann erblassen ließe. Brandenburg müsse daher ständig Strom in andere Regionen abdrücken – produziert wird dort, wo niemand den Strom braucht.
Kapferer fordert deshalb klare Worte: „Für fünf oder sechs Jahre sollten wir andere Prioritäten setzen.“ Eine bemerkenswerte Aussage von jemandem, der mitten im System steckt. Doch wer hört in Berlin schon auf Fachleute, wenn die grüne Ideologie das letzte Wort behält?
Dunkelflaute – das Wort, das niemand hören will
Und dann ist da noch das unbequeme Phänomen, das die Energiewende-Propheten am liebsten verschweigen würden: die Dunkelflaute. Im Jahr 2025 dauerte eine solche Phase mehr als 200 Stunden – über acht Tage, an denen weder Sonne noch Wind nennenswert Strom lieferten. Kapferer bezeichnet die erste Ausschreibung über zehn Gigawatt neue Gaskraftwerke deshalb als unverzichtbar. Speicher allein, so sagt er, reichten schlicht nicht aus.
Mit anderen Worten: Nach all den Milliarden für Solar und Wind brauchen wir trotzdem konventionelle Kraftwerke als Rückversicherung. Die teuerste Doppelstruktur der Energiegeschichte – willkommen in Deutschland.
Wer bekommt Strom, wer wartet?
Auch beim Netzanschluss tobt mittlerweile ein Verteilungskampf. An einem einzigen Transformator könne man nicht gleichzeitig ein Rechenzentrum, einen Speicher und einen Solarpark anschließen, mahnt Kapferer. Die Politik müsse endlich klar entscheiden, welche Projekte Vorrang erhielten. Bislang genössen erneuerbare Anlagen automatisch Priorität, während zukunftsträchtige Verbraucher wie Chipfabriken oder Rechenzentren in der Warteschleife verharrten. So vertreibt man Industrie und Innovation gleichermaßen.
Was bleibt dem Bürger?
Während Politiker von der großartigen Transformation schwadronieren, zahlt der einfache Bürger die Zeche – über Steuern, Abgaben und Strompreise. Das Vertrauen in eine stabile Währung und eine vernünftige Wirtschaftspolitik schwindet zusehends. In Zeiten, in denen der Staat selbst produzierten Strom verschenkt und gleichzeitig Schuldenrekorde aufstellt, gewinnt der Gedanke an krisenfeste Wertanlagen an Bedeutung.
Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als Bollwerk gegen politische Misswirtschaft und schleichende Geldentwertung bewährt. Als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie genau jene Beständigkeit, die der planlosen Energiepolitik dieses Landes so schmerzlich fehlt.
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