
Starlink-Bremse für Kiew: Musk zeigt mit dem Finger auf Trump!

Elon Musk weist jede Schuld von sich. Nachdem die Ukraine SpaceX vorgeworfen hatte, ihr militärisches Satellitennetz Starshield ohne Vorwarnung gedrosselt zu haben, erklärte der Tech-Milliardär am Mittwoch auf X: Verantwortlich seien das US-Militär und am Ende Präsident Donald Trump. Seit Donnerstag sind einige der Einschränkungen offenbar teilweise wieder aufgehoben.
Ein Schalter im Weltall und Drohnen, die nicht mehr fliegen
Medienberichten zufolge funktionierten die Terminals seit der Nacht auf Mittwoch nicht mehr, sobald sie sich schneller als 160 Kilometer pro Stunde bewegten. Für Kiew ist das ein Problem, denn viele ukrainische Drohnen haben Starlink-Empfänger direkt an Bord.
Serhij Beskrestnow, der Präsident Wolodymyr Selenskyj in Fragen der Verteidigungstechnologie berät, schrieb auf Telegram, SpaceX habe die Geschwindigkeitsgrenze eingeführt, ohne die Streitkräfte zu informieren. Mehrere Einsätze seien dadurch gestört worden. Ausgerechnet die Abfangdrohnen hängen am Satellitennetz. Beskrestnow nennt sie die wirksamste Waffe gegen die russischen Shahed-Drohnen. Laut britischen Medien erreichen die Shaheds fast 320 km/h. Wer bei 160 km/h abgeschaltet wird, hat in dieser Jagd keine Chance.
Musk: „Die Grenzen setzt das US-Militär“
Musk sieht sich als Lieferant und nicht als Entscheider. Auf X schrieb er wörtlich:
„Starshield systems are owned and controlled by the US government. Any limits on speed or usage are decided by the US military and ultimately POTUS.“
Übersetzt heißt das: Starshield gehöre der US-Regierung und werde von ihr kontrolliert. Über Tempo und Nutzung entscheide das Militär und am Ende der Präsident. Das zivile Starlink dürfe ohnehin nur für zivile oder defensive Zwecke eingesetzt werden. Nach Musks Darstellung wäre eine offensive militärische Nutzung für ein kommerzielles Unternehmen unangemessen. Das Weiße Haus hat Musks Aussage Berichten zufolge bisher weder bestätigt noch dementiert.
Teilweise Entwarnung, aber die Abhängigkeit bleibt
Am frühen Donnerstag bedankte sich Mychajlo Fedorow, laut dem Bericht früherer ukrainischer Verteidigungsminister, bei Musk. Bis 160 km/h laufe die Verbindung wieder. Gleichzeitig forderte er, die Tempobremse bei Starshield müsse jetzt komplett fallen, weil das für die Verteidigung der Ukraine entscheidend sei. Selenskyj selbst sprach in einem Interview Medienberichten zufolge von Verrat. Die Entscheidung werde viele Menschenleben kosten.
Washington erhöht den Druck auf Kiew
Die Satelliten-Affäre passt in ein Muster. Trump hatte eine „Energie-Waffenruhe“ zwischen Kiew und Moskau verkündet. Die Ukraine begrüßte sie unter der Bedingung, dass Russland sich daran hält. Moskau sprach dagegen nur von laufenden Gesprächen. Am Montag warf Selenskyj Russland bereits einen Bruch vor.
Trump wiederum macht ukrainische Angriffe auf russische Energieanlagen für steigende Dieselpreise verantwortlich und nicht den Krieg der USA mit dem Iran. Laut Reuters droht Washington außerdem, den Austausch von Geheimdienstinformationen mit Kiew einzustellen. Ukrainische Stellen meldeten, sie hätten zwei Tage lang keine Warnungen vor russischen Angriffen mehr erhalten. Kritik kommt auch aus Trumps eigener Partei: Der republikanische Senator Thom Tillis mahnte, die Unterstützung ukrainischer Souveränität dürfe für Regierung und Konzerne keine Grauzone sein.
Die Lektion für Europa und für jeden Sparer
Der Fall zeigt eine bittere Wahrheit. Wer kritische Infrastruktur nicht selbst kontrolliert, ist auf das Wohlwollen anderer angewiesen. Die Abhängigkeit von amerikanischer Technik betrifft nicht nur Kiew, sondern auch Berlin und Brüssel. Während in Europa jahrelang über Regulierung debattiert wurde, haben andere die Umlaufbahnen besetzt. Inzwischen kreisen rund 11.000 Starlink-Satelliten um die Erde.
Dieselbe Logik gilt auch beim eigenen Vermögen. Was digital und zentral verwaltet wird, kann jemand drosseln, sperren oder einfrieren. In Zeiten, in denen Bündnisse über Nacht kippen, setzen viele Bürger deshalb auf Werte, über die kein Schalter in Washington entscheidet. Physisches Gold und Silber können als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio ein Stück Unabhängigkeit sichern.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.
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