
Taiwan pumpt 500 Milliarden Dollar in US-Chipindustrie – TSMC verdoppelt Präsenz in Arizona

Die geopolitischen Karten werden neu gemischt, und diesmal sitzt Amerika am längeren Hebel. Taiwan hat sich im Rahmen eines weitreichenden Handelsabkommens verpflichtet, sage und schreibe 500 Milliarden US-Dollar in die amerikanische Halbleiterindustrie zu investieren. Der weltgrößte Auftragsfertiger für Chips, Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), macht dabei keine halben Sachen und kauft bereits fleißig Land im US-Bundesstaat Arizona auf.
TSMC baut sein amerikanisches Imperium aus
Der taiwanesische Chipgigant hat am Donnerstag bestätigt, ein zweites Grundstück in Arizona erworben zu haben. Mit stolzen 365 Hektar verdoppelt das Unternehmen damit nahezu seinen Fußabdruck im sonnigen Süden der Vereinigten Staaten. TSMC-Chef C.C. Wei sprach von einem „unabhängigen Gigafab-Cluster", der dort entstehen soll – ein Begriff, der die schiere Dimension des Vorhabens erahnen lässt.
Mindestens fünf neue Halbleiterwerke will TSMC im Rahmen des Handelsabkommens in Amerika errichten. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen zusätzliche Investitionen von 100 Milliarden Dollar in den USA angekündigt. Nun wird klar: Das war erst der Anfang.
Zollsenkungen als Gegenleistung
Was bekommt Taiwan für diese monumentale Investitionszusage? Das US-Handelsministerium verkündete eine Senkung der Basiszölle für taiwanesische Waren von 20 auf 15 Prozent. Damit werden die Abgaben auf das Niveau gebracht, das auch für Japan und Südkorea gilt. Ein durchaus cleverer Schachzug der Trump-Administration, die damit gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt.
Die Aufschlüsselung der Investitionen
Die 500 Milliarden Dollar verteilen sich auf zwei Säulen: Taiwanesische Technologieunternehmen sollen 250 Milliarden Dollar direkt investieren, während die taiwanesische Regierung weitere 250 Milliarden Dollar an Kreditgarantien bereitstellt. Das erklärte Ziel ist ambitioniert – nichts Geringeres als eine vollständige Halbleiter-Lieferkette auf amerikanischem Boden.
Strategische Neuausrichtung mit Weitblick
Hinter diesem Deal steckt mehr als bloße Wirtschaftspolitik. Die Vereinigten Staaten unter Präsident Trump treiben die Rückverlagerung kritischer Industrien mit Nachdruck voran. Die Abhängigkeit von asiatischen Chipfertigern – insbesondere angesichts der schwelenden Spannungen um Taiwan – gilt in Washington längst als Sicherheitsrisiko ersten Ranges.
Für Taiwan wiederum bedeutet das Abkommen eine engere Anbindung an den wichtigsten Verbündeten. In Zeiten, in denen China seinen Anspruch auf die Insel immer aggressiver formuliert, dürfte diese wirtschaftliche Verflechtung auch als politische Rückversicherung dienen.
Die Chipindustrie ist das neue Öl des 21. Jahrhunderts – und Amerika will die Förderrechte zurück.
Ob diese gewaltigen Investitionen tatsächlich zu einer Renaissance der amerikanischen Halbleiterfertigung führen werden, bleibt abzuwarten. Eines steht jedoch fest: Die globalen Lieferketten werden sich in den kommenden Jahren grundlegend verändern – und physische Werte wie Gold und Silber könnten in dieser Zeit wirtschaftlicher Umwälzungen als bewährte Absicherung gegen Unsicherheiten an Bedeutung gewinnen.
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