
Tatort Bahnhof: Sexualdelikte steigen, keine Entwarnung in Sicht!

An deutschen Bahnhöfen und in Zügen geht die Kriminalität nicht zurück. Das zeigt eine aktuelle Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Hess zum ersten Halbjahr 2026. Die Sexualdelikte haben erneut zugenommen, und der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger bleibt in fast allen Deliktbereichen auffällig hoch.
1.104 Sexualdelikte in sechs Monaten
Laut der Regierungsantwort registrierte die Polizei im ersten Halbjahr 1.104 Sexualdelikte im Bahnumfeld, das sind 2,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei Gewalt-, Drogen- und Waffendelikten gab es keinen Rückgang. Nur Eigentumsdelikte und Sachbeschädigungen gingen leicht zurück.
Wie ernst die Lage ist, zeigt der Blick auf das Gesamtjahr 2025. Nach vorläufigen Zahlen der Bundespolizei, die die Bundesregierung im Februar auf eine frühere Anfrage hin nannte, zählten die Beamten damals 27.818 Gewaltdelikte, 2.209 Sexualdelikte und 1.578 Waffendelikte an Bahnhöfen und in Zügen. 2024 waren es noch 27.150 Gewalttaten und 1.234 Waffendelikte. Man muss kein Statistiker sein, um die Richtung zu erkennen.
Was die Zahlen über die Tatverdächtigen sagen
Brisant sind die Angaben zur Staatsangehörigkeit. Nach der Antwort der Bundesregierung hatten bei Gewaltdelikten 45 Prozent der ermittelten Tatverdächtigen keinen deutschen Pass. Der Anteil ist damit noch einmal gestiegen. Hier die weiteren Bereiche im Überblick:
- Sexualdelikte: 53 Prozent nichtdeutsche Tatverdächtige
- Eigentumsdelikte: rund 57 Prozent
- Waffendelikte: 41 Prozent
- Sachbeschädigungen: 37 Prozent
Bei den ausländischen Tatverdächtigen in den Bereichen Sexual- und Gewaltdelikte stehen den Angaben zufolge Syrer an erster Stelle. Danach folgen Polen, Ukrainer und Afghanen. Wichtig ist dabei: Die Statistik erfasst Tatverdächtige und keine verurteilten Täter. Pauschale Urteile über ganze Bevölkerungsgruppen lassen sich aus solchen Zahlen nicht ableiten.
Köln führt die traurige Rangliste an
Am stärksten belastet ist demnach der Kölner Hauptbahnhof mit 2.664 Straftaten in nur sechs Monaten, also im Schnitt fast 15 pro Tag. Dahinter folgen die Hauptbahnhöfe in Hamburg und Frankfurt am Main. Gerade an diesen Knotenpunkten steigen täglich Hunderttausende Pendler, Familien und Touristen um.
Bahnpersonal im Visier
Für die Beschäftigten der Bahn wird die Lage immer bedrohlicher. Die Zahl der Angriffe auf Bahnmitarbeiter ist laut der Regierungsantwort im Vergleich zum Vorjahr um rund 13 Prozent gestiegen. Bei Gewalttaten gegen das Personal lag der Anteil ausländischer Tatverdächtiger bei rund 47 Prozent.
Wie schlimm solche Angriffe enden können, hat der Fall Serkan C. gezeigt. Der 36-jährige Zugbegleiter aus Ludwigshafen kontrollierte Anfang Februar in einem Regionalexpress bei Landstuhl die Fahrkarten. Dabei soll ihn ein Fahrgast ohne gültiges Ticket mit Faustschlägen schwer am Kopf verletzt haben. Serkan C. starb zwei Tage später an einer Hirnblutung. Er war Vater von zwei Kindern. Medienberichten zufolge hat die Staatsanwaltschaft Zweibrücken inzwischen Mordanklage gegen den 26-jährigen Verdächtigen erhoben, einen in Luxemburg lebenden Griechen. Bis zu einem Urteil gilt für ihn die Unschuldsvermutung.
Weniger kontrollieren als Antwort?
Nach der Tat kündigte der damalige Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) an, gegen die Kriminalität in Zügen vorgehen zu wollen. Einer seiner Vorschläge war, zum Schutz des Personals weniger Fahrkarten zu kontrollieren. Viele Bürger dürften das als Kapitulation empfinden: Wer sich nicht an die Regeln hält, wird dann eben nicht mehr kontrolliert.
Aus Sicht unserer Redaktion zeigen die Zahlen die Folgen politischer Versäumnisse der vergangenen Jahre, bei der Migrationssteuerung ebenso wie bei Abschiebungen und der Ausstattung der Bundespolizei. Die schwarz-rote Koalition unter Friedrich Merz hatte versprochen, hier umzusteuern. Bisher ist davon im Bahnhofsalltag wenig zu merken. Wer pendelt, Kinder zur Schule schickt oder spätabends am Gleis steht, erwartet zu Recht, dass der Staat ihn schützt. Das ist eine Kernaufgabe des Staates und kein Luxus.
Kostenloses Live-Webinar
Der digitale Euro kommt
Was er für Ihr Erspartes bedeutet und wie Sie jetzt vorsorgen.

DieterBohlen
ErnstWolff
Prof. Dr.Werner
Tom-OliverRegenauer
JochenStaiger
GeraldGrosz
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik













