
Teheran und Moskau schmieden Energie-Allianz: Iran setzt auf russische Hilfe bei Ölfeld-Erschließung
Während der Westen mit Sanktionen hantiert und sich in moralischer Selbstgefälligkeit sonnt, schaffen Russland und Iran auf dem Energiemarkt Fakten. Die beiden unter westlichem Druck stehenden Nationen vertiefen ihre strategische Zusammenarbeit im Öl- und Gassektor in einem Tempo, das Washington und Brüssel nervös machen dürfte.
Sieben Ölfelder unter russischer Regie
Bei einem hochrangigen Treffen in Teheran diese Woche führte der russische Energieminister Sergei Tsivilev eine Delegation an, die mit Irans Ölminister Mohsen Paknejad über die weitere Vertiefung der bilateralen Energiekooperation verhandelte. Die Ergebnisse sind bemerkenswert: Im Rahmen von vier Verträgen würden russische Unternehmen bereits an der Erschließung von sieben iranischen Ölfeldern arbeiten. Einige dieser Projekte hätten bereits die Produktionsphase erreicht – ein Umstand, den Paknejad als „wertvolle Errungenschaft" bezeichnete.
Doch damit nicht genug. Mostafa Barzegar, Generaldirektor für Europa, Amerika und die GUS-Staaten im iranischen Ölministerium, lieferte konkrete Zahlen: Die von Russland entwickelten Felder machten derzeit rund sechs Prozent der gesamten iranischen Ölproduktion aus. Dieser Anteil solle sich in den kommenden Jahren auf zwölf Prozent verdoppeln. Eine Verdoppelung, die das ohnehin enge Band zwischen Moskau und Teheran weiter festzurren würde.
Atomkraftwerke als Sahnehäubchen
Als wäre die Ölkooperation nicht schon brisant genug, haben beide Länder zusätzlich ein Memorandum of Understanding über 25 Milliarden US-Dollar für den Bau neuer Atomkraftwerke in der südlichen Region Sirik unterzeichnet. Geplant seien sowohl große als auch kleinere Nuklearanlagen. Man muss kein Geopolitik-Experte sein, um zu erkennen, welche Sprengkraft – im übertragenen wie im wörtlichen Sinne – diese Vereinbarung birgt.
Sanktionspolitik als Katalysator
Die Ironie der Geschichte könnte kaum größer sein. Ausgerechnet die verschärften US-Sanktionen, die Iran wirtschaftlich in die Knie zwingen sollten, treiben das Land geradewegs in die Arme Moskaus. Statt Isolation entsteht eine strategische Achse, die den globalen Energiemarkt nachhaltig verändern könnte. Russland, selbst unter massivem Sanktionsdruck des Westens stehend, findet im Iran einen willigen Partner – und umgekehrt. Was Washington als Druckmittel konzipierte, erweist sich zunehmend als geopolitischer Bumerang.
Für Europa und insbesondere für Deutschland sollten diese Entwicklungen ein Weckruf sein. Während die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur plant und die Energiewende vorantreibt, formieren sich auf der anderen Seite der Weltkarte Allianzen, die den globalen Energiemarkt fundamental umgestalten könnten. Die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern ist eben nicht dadurch gelöst, dass man sie ideologisch verdammt – sie verlagert sich lediglich.
Goldene Zeiten für Rohstoffmächte
Die zunehmende Blockbildung auf den Energiemärkten dürfte langfristig auch die Rohstoffpreise beeinflussen. In Zeiten geopolitischer Unsicherheit, eskalierender Konflikte im Nahen Osten und einer sich fragmentierenden Weltwirtschaft erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Wer sein Portfolio klug diversifiziert und auf bewährte Werte wie Gold und Silber setzt, dürfte auch in stürmischen Zeiten ruhiger schlafen als jene, die blind auf die Weisheit westlicher Sanktionspolitik vertrauen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.
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