
Terror in der Kirche, Bomben auf Syrien: Jordanien schlägt zurück!

Erst stürmten drei Bewaffnete eine Trauerfeier in einer christlichen Kirche im Süden Jordaniens, dann folgte die Antwort aus der Luft. Am Montagabend bombardierte die jordanische Luftwaffe nach eigenen Angaben ein Terrorversteck im Süden Syriens. Über die Zahl der Toten gehen die Angaben der beiden Seiten weit auseinander, und auch die Frage nach zivilen Opfern ist offen.
Blutbad bei der Trauerfeier
Ziel der Angreifer war am vergangenen Freitag die griechisch-orthodoxe St.-Georgs-Kirche in Hammud in der Provinz Karak, südlich der Hauptstadt Amman. Während dort ein Toter verabschiedet wurde, eröffneten drei Männer das Feuer. Mindestens acht Menschen kamen ums Leben, mehreren Berichten zufolge sogar neun. Zwischen 30 und 40 weitere wurden verletzt.
Priester Theodoros Soueiss schilderte die Szene so:
„Panik ergriff die Anwesenden. Es wurde wahllos geschossen, und man wusste nie, wo eine Kugel einschlagen würde."
König Abdullah II. wies die Sicherheitskräfte am Samstag an, mit „eiserner Faust" zu reagieren. Inzwischen sitzen drei Verdächtige in Haft, nach Behördenangaben zwei Brüder und ihr Schwager. Gefasst worden seien sie nach einem Schusswechsel in ihrem mutmaßlichen Unterschlupf. Medienberichten zufolge stuft Amman die drei jordanischen Staatsbürger als sunnitische Extremisten ein.
20 IS-Kämpfer tot oder sieben Zivilisten?
Bei den Festnahmen beließ es Amman nicht. Die Regierung erklärt, die Täter seien mit Terrorgruppen jenseits der Grenze verbunden. Bei den Angriffen in Syrien seien mehr als 20 Kämpfer des „Islamischen Staates" getötet und ein großes Waffenlager zerstört worden. Unabhängig überprüfen lässt sich das bislang nicht.
Damaskus erzählt eine ganz andere Geschichte. Nach syrischen Angaben starben sieben Menschen, darunter drei Kinder und eine Frau, in anderen Meldungen ist von acht Toten die Rede. Regierungssprecher Mohammed al-Momani bedauerte die zivilen Opfer auf X. Wer ist hier eigentlich getroffen worden: Terroristen oder Familien? Diese Frage bleibt vorerst offen.
Streit um die Absprache
Brisant ist auch ein anderer Punkt. Jordanien behauptet, der Einsatz sei mit Syrien abgestimmt gewesen. Die syrische Regierung bestreitet das und spricht von einer Verletzung ihrer Souveränität. Sie kündigte eine Untersuchung an und schloss den wichtigen Grenzübergang Nassib, auf jordanischer Seite Dschaber genannt, für Menschen und Waren in beide Richtungen.
Die bittere Ironie der Geschichte
Kritiker halten Amman eine unbequeme Vergangenheit vor. Während des syrischen Bürgerkriegs diente Jordanien Berichten zufolge als Drehscheibe für Ausbildungsprogramme von CIA und Pentagon, mit denen Rebellen gegen Assad aufgebaut wurden. Viele dieser Kämpfer wechselten später ins dschihadistische Lager. Die Leidtragenden waren oft die uralten christlichen Gemeinden der Region. Dass ausgerechnet jetzt eine Kirche in Jordanien selbst getroffen wurde, empfinden Beobachter als bitteres Echo dieser Politik.
Das alles zeigt, wie zerbrechlich der Nahe Osten ist. Syrien kommt seit dem Sturz Assads nicht zur Ruhe, die Region steht noch unter dem Eindruck des Iran-Krieges, und jetzt ist auch die Grenze zwischen Jordanien und Syrien zum Brennpunkt geworden. Für Europa geht es dabei um mehr als Schlagzeilen. Jede neue Eskalation erhöht das Risiko von Fluchtbewegungen, teurer Energie und unruhigen Märkten.
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In solchen Zeiten setzen viele Sparer auf Werte, die nicht von Regierungen oder Notenbanken abhängen. Physisches Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als Krisenschutz bewährt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie für mehr Stabilität sorgen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Wir geben keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlagen. Jeder Leser muss selbst recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen allein.
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