Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
09.03.2026
22:42 Uhr

Tomahawk-Raketen auf eine Mädchenschule: Hat die US Navy 150 iranische Schülerinnen getötet?

Was sich am Morgen des 28. Februar im südiranischen Minab abspielte, gehört zu den verstörendsten Episoden des eskalierenden Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran. Neue Videoaufnahmen und unabhängige Analysen deuten nun darauf hin, dass Tomahawk-Marschflugkörper der US Navy für den Tod von mindestens 150 Schulmädchen verantwortlich sein könnten – und nicht, wie Präsident Trump behauptete, fehlgeleitete iranische Munition.

Unabhängige Experten widersprechen dem Weißen Haus

Die Rechercheplattform Bellingcat sowie die New York Times haben jeweils Waffenexperten hinzugezogen, um das neue Videomaterial auszuwerten. Trevor Ball, ein ehemaliger Sprengstoffexperte der US Army, identifizierte den im Video sichtbaren Flugkörper eindeutig als Tomahawk-Marschflugkörper. Zu demselben Ergebnis kam Chris Cobb-Smith von Chiron Resources in seiner Analyse für die Times. Die Geolokalisierung der Aufnahmen zeigt, dass zum Zeitpunkt des Einschlags bereits Rauch aus der unmittelbaren Umgebung der Shajareh-Tayyebeh-Mädchenschule aufstieg – einer Einrichtung, in der sechs- bis zwölfjährige Mädchen unterrichtet wurden.

Ein entscheidendes Detail: Israel verfügt nicht über Tomahawk-Raketen. Diese werden ausschließlich von der US Navy von Zerstörern aus abgefeuert. Und tatsächlich bestätigte der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine, am 2. März in einem Briefing, dass „die ersten Schützen auf See Tomahawks waren, die von der United States Navy entfesselt wurden". Deutlicher kann man es kaum formulieren.

Trumps reflexartige Schuldzuweisung

An Bord der Air Force One wischte Präsident Trump die Vorwürfe mit einer geradezu atemberaubenden Nonchalance beiseite. Der Iran habe sich quasi selbst bombardiert, so seine These. „Nein. Meiner Meinung nach und basierend auf dem, was ich gesehen habe, wurde das vom Iran gemacht... Sie sind sehr ungenau, wie Sie wissen, mit ihrer Munition", erklärte er Reportern. Verteidigungsminister Pete Hegseth ergänzte, der Vorfall werde untersucht, und fügte hinzu, dass „die einzige Seite, die Zivilisten ins Visier nimmt, der Iran" sei.

Eine Behauptung, die angesichts der Lage in Gaza und der Aussagen israelischer Whistleblower mehr als fragwürdig erscheint. Doch in Washington scheint man sich auf eine Erzählung festgelegt zu haben, die mit den vorliegenden Beweisen immer schwerer in Einklang zu bringen ist.

Veraltete Geheimdienstinformationen als tödlicher Fehler?

Besonders brisant ist der Umstand, dass das Pentagon offenbar auf hoffnungslos veraltete Aufklärungsdaten zurückgegriffen haben könnte. Augenzeugen berichten, dass die Schule auf einem Gelände errichtet wurde, das die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) vor etwa 15 Jahren genutzt hatten. Wenn sich diese Darstellung bestätigt, hätte die mächtigste Militärmaschinerie der Welt eine Grundschule bombardiert, weil ihre Informationen anderthalb Jahrzehnte veraltet waren. Man stelle sich vor, welcher Aufschrei durch die westliche Welt ginge, hätte Russland oder China einen vergleichbaren „Fehler" begangen.

Einige Stimmen, darunter der ehemalige Nationale Sicherheitsberater John Bolton, versuchten den Iran dafür verantwortlich zu machen, eine Schule in der Nähe einer Militäreinrichtung betrieben zu haben. Ein Argument, das sich bei näherer Betrachtung als hohl erweist: Rund um US-Militärbasen weltweit befinden sich zahllose Schulen. Und vor allem: Die USA und Israel hatten einen Überraschungsangriff im Stil von Pearl Harbor gestartet – mitten in laufenden Verhandlungen.

Operation „Epic Fury" – ein strategisches Fiasko?

Die gesamte Operation „Epic Fury" scheint auf der ambitionierten, ja geradezu waghalsigen Annahme basiert zu haben, dass ein Enthauptungsschlag gegen Ayatollah Ali Khamenei und die iranische Führungsspitze die Bevölkerung dazu bewegen würde, die Reste der Islamischen Republik aus eigener Kraft hinwegzufegen. Ein Kalkül, das sich als spektakuläre Fehleinschätzung herausstellen könnte. Denn während vereinzelte Bilder kleiner Gruppen jubelnder Iraner kursierten – wobei diese Menschen mit dem Tod bedroht worden sein sollen –, strömten riesige Menschenmassen auf die Straßen, um ihre Unterstützung für die Regierung zu demonstrieren.

Die iranische Regierung nutzte den Angriff auf die Schule propagandistisch geschickt aus und veröffentlichte ein Video, das ein Schulmädchen bei ihrem Morgenritual zeigt – bis sie von amerikanischen Waffen getötet wird. Solche Bilder entfalten eine Wirkung, die kein westliches Narrativ mehr einfangen kann.

Wenn künstliche Intelligenz Ziele auswählt

Eine besonders beunruhigende Frage steht im Raum: Wurde die Zielauswahl möglicherweise von einer künstlichen Intelligenz getroffen? NBC News berichtete über die mögliche Beteiligung von Anthropics KI-System Claude bei der Zielidentifikation. Sollte sich herausstellen, dass ein Algorithmus eine Grundschule auf dem ehemaligen Gelände einer Militärbasis als legitimes Ziel markierte, würde dies fundamentale Fragen über den Einsatz von KI in der Kriegsführung aufwerfen.

Die moralische Bankrotterklärung

Während die Welt noch versucht, das Geschehene einzuordnen, setzte Matt Schlapp, Vorsitzender der konservativen CPAC-Organisation, dem Ganzen die Krone auf. Er suggerierte in einem Interview, die getöteten iranischen Grundschülerinnen seien besser dran als unter einer „Burka" aufzuwachsen – wobei er nicht einmal wusste, dass im Iran lediglich ein Kopftuch, keine Burka, vorgeschrieben ist. Eine Aussage von solch moralischer Verkommenheit, dass sie selbst hartgesottene Beobachter sprachlos machte.

Was bleibt, ist die bittere Erkenntnis: 150 Mädchen sind tot. Mädchen, die an einem ganz normalen Samstagmorgen – Samstag ist im Iran ein Schultag – in ihre Klassenzimmer gingen. Die Beweislage verdichtet sich, dass amerikanische Marschflugkörper dafür verantwortlich sind. Und die mächtigste Nation der Erde weigert sich bislang, auch nur die Möglichkeit einzuräumen, dass ihre Waffen diese Kinder getötet haben könnten.

Für Deutschland und Europa sollte dieser Vorfall ein Weckruf sein. Die blinde Gefolgschaft gegenüber amerikanischer Außenpolitik, die unter verschiedenen Bundesregierungen zur Staatsräson erhoben wurde, muss dringend hinterfragt werden. Wer sich in Kriege hineinziehen lässt, die auf veralteten Geheimdienstdaten und KI-gestützter Zielauswahl basieren, riskiert nicht nur seine moralische Integrität, sondern auch die Sicherheit seiner eigenen Bürger. Es wäre an der Zeit, dass Berlin eine eigenständige, an deutschen Interessen orientierte Außenpolitik betreibt – statt reflexartig jedem transatlantischen Abenteuer zu folgen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen