
Trier: Ein junger Student stirbt â und Deutschland schaut wieder einmal weg
Ein 22-jĂ€hriger Geschichtsstudent, der am Morgen nach seiner letzten Klausur durch die StraĂen von Trier ging. Er hatte den Bachelor so gut wie in der Tasche, wollte in Potsdam MilitĂ€rgeschichte studieren. Doch dieser Weg endete abrupt â durch die Messerstiche eines Afghanen, der ihn zufĂ€llig traf. ZufĂ€llig? Das ist das Wort, mit dem sich unser Land offenbar am liebsten beruhigt.
Wenn selbst die Provinz kein sicherer Hafen mehr ist
Wer sein Kind schĂŒtzen will, meidet Berlin, meidet MĂŒnchen und schickt es vielleicht in die vermeintlich beschauliche Idylle einer UniversitĂ€tsstadt an der Mosel. Doch die traurige Erkenntnis dieser Woche lautet: Es gibt in Deutschland keinen sicheren Ort mehr. Nicht auf dem Bahnsteig in Ruhpolding, wo ein Afghane Schulkinder bedrohte. Nicht in Dresden, wo SchĂŒsse auf Passanten und Polizisten fielen. Und eben auch nicht mehr in Trier.
âDer Fall meines Sohnes muss jetzt Deutschland aufrĂŒtteln. Ich appelliere an die Politik, an unsere Landes- und Bundesregierung, unsere BĂŒrger vor solchen Attentaten zu schĂŒtzen. Ich möchte Gerechtigkeit fĂŒr meinen Sohn.â
Ein zutiefst berĂŒhrender Appell eines trauernden Vaters. Doch die bittere Wahrheit ist: Er wird diese Gerechtigkeit wohl nie erhalten. Denn der TatverdĂ€chtige wurde auf Anordnung des Amtsgerichts Trier nicht ins GefĂ€ngnis, sondern in die forensische Psychiatrie eingewiesen. Wieder einmal soll eine psychische Erkrankung die ErklĂ€rung sein.
Das Wort âZufallsopferâ â ein Hohn fĂŒr die Hinterbliebenen
Die Polizei spricht von einem âZufallsopferâ, weil TĂ€ter und Opfer sich nicht kannten. Doch wie zynisch ist diese Wortwahl eigentlich? An solchen Taten ist nichts zufĂ€llig. Nicht der Anschlag auf dem Breitscheidplatz, nicht das Grauen von Magdeburg, nicht der Tod jener sechzehnjĂ€hrigen Liana, die vor einen fahrenden Zug gestoĂen wurde. Die TĂ€ter meinen keinen bestimmten Menschen â sie meinen jeden Deutschen.
Die ungeschriebene âLex Migrantâ vor deutschen Gerichten
Immer stĂ€rker verdichtet sich der Eindruck, dass ein Teil der deutschen Justiz nach zweierlei MaĂ urteilt. VerĂŒbt ein Deutscher einen Mord, wird er wegen Mordes verurteilt â wie es rechtsstaatlich sein muss. Mordet dagegen ein Zugewanderter, gilt er nicht selten als psychisch krank, bedarf angeblich unserer FĂŒrsorge und entgeht der vollen HĂ€rte des Gesetzes. Diese Schieflage nagt am Fundament des Vertrauens, das die BĂŒrger einst in ihren Rechtsstaat setzten.
Der Mörder des jungen Philippos, der nach dem Abiball seiner Schwester zu Tode geprĂŒgelt wurde, erhielt neun Jahre Jugendstrafe â mit der realistischen Aussicht, nach sechs Jahren wieder freizukommen. Philippos bleibt fĂŒr immer tot. Die Rechnung dieser Bilanz geht fĂŒr die Opfer niemals auf.
Eine Politik, die auf Gewöhnung setzt
WĂ€hrend die Bundesregierung sich rĂŒhmt, in der Migrationspolitik groĂe Erfolge erzielt zu haben, hĂ€ufen sich die Bluttaten auf offener StraĂe. Die Poller vor unseren WeihnachtsmĂ€rkten sind lĂ€ngst zu einem steinernen Mahnmal dafĂŒr geworden, wie sehr sich dieses Land verĂ€ndert hat. Es entsteht der Eindruck, die Verantwortlichen setzten kaltherzig darauf, dass ein Gewöhnungsprozess eintritt â dass sich die Menschen daran gewöhnen sollen, jederzeit und ĂŒberall zum Opfer werden zu können.
âUnser Land wird sich Ă€ndern, und zwar drastisch. Und ich freu mich drauf!â
Dieser einst so frohlockend vorgetragene Satz aus dem Jahr 2015 ist heute grausame RealitĂ€t geworden. Nur, dass sich niemand mehr darĂŒber freuen sollte. Diese EinschĂ€tzung teilt inzwischen ein GroĂteil der deutschen Bevölkerung, der die politische Verharmlosung nicht lĂ€nger hinnehmen will. Es braucht endlich Politiker, die wieder fĂŒr Deutschland und seine BĂŒrger regieren â und nicht gegen sie.
Ein Opferverband gegen das staatlich einkalkulierte Vergessen
Bemerkenswert bleibt das Beispiel eines Vaters, dessen Tochter und deren Freund in einem Regionalzug ermordet wurden. Er organisierte eine groĂe Trauerwache, stellte FotowĂ€nde mit rund 150 Opfern auf und marschierte durch die Altstadt. Gegen das Vergessen. TatsĂ€chlich wĂ€re es an der Zeit fĂŒr einen Opferverband der Betroffenen â eine Stimme fĂŒr all jene, die keine Gerechtigkeit erhalten haben.
Ein Wort zur Verantwortung
Am Ende bleibt die drĂ€ngende Frage: Wie viele Seiten wĂŒrde eine vollstĂ€ndige Liste der Opfer wohl fĂŒllen? Und wie wenige Seiten brĂ€uchte man dagegen, um jene TĂ€ter aufzuzĂ€hlen, die zu lebenslanger Haft verurteilt wurden? Ein trauernder Vater in Trier hat um Gerechtigkeit gebeten. Es wĂ€re das Mindeste, dass sein Appell diesmal nicht im Vergessen verhallt.
Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag gibt die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Rechtsberatung dar. FĂŒr die abschlieĂende juristische Bewertung der geschilderten Sachverhalte sind die zustĂ€ndigen Gerichte verantwortlich. Es gilt fĂŒr alle genannten Personen die Unschuldsvermutung, soweit noch keine rechtskrĂ€ftige Verurteilung vorliegt.
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