Kostenlose Beratung+49 7930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
11:37 Uhr
KI-generiert

Trotz Synagogen-Eklat: El-Sayed zieht als erster Muslim in den US-Senat

Trotz Synagogen-Eklat: El-Sayed zieht als erster Muslim in den US-Senat
Symbolbild: KI-generiert

Michigan hat gewählt, und das Ergebnis sorgt weit über die USA hinaus für Aufsehen. Bei den Zwischenwahlen am 3. November 2026 schlug der Demokrat Abdul El-Sayed den Republikaner Mike Rogers. Damit sitzt erstmals ein Muslim im US-Senat. Den Wahlkampf hatten allerdings Antisemitismus-Vorwürfe, umstrittene Weggefährten und ein offener Bruch in der eigenen Partei überschattet.

Nach einer Hochrechnung von NBC News kam El-Sayed bei rund 85 Prozent ausgezählter Stimmen auf etwa 52 Prozent, Rogers auf rund 46 Prozent. Der Sitz gehörte bisher dem Demokraten Gary Peters. Michigan gilt als Hochburg der Demokraten, eine Sensation ist der Sieg dort also nicht. Die Begleitumstände haben es dafür in sich.

„Verletzte Menschen verletzen Menschen“

Was war passiert? Im März 2026 rammte ein Mann laut Medienberichten mit seinem Wagen die Synagoge Temple Israel in West Bloomfield bei Detroit. Dann eröffnete er das Feuer auf einen Wachmann und nahm sich anschließend das Leben. Wie berichtet wird, hatte der Täter eine Woche zuvor bei einem israelischen Luftangriff im Libanon vier Angehörige verloren.

El-Sayed verurteilte den Angriff in einem Video. Er fügte aber hinzu, verletzte Menschen würden andere Menschen verletzen. Damit ordnete er die Tat in einen Kreislauf der Gewalt ein. Kritiker warfen ihm vor, er bringe Verständnis für einen antisemitischen Anschlag auf. Empört zeigten sich nicht nur Republikaner, sondern auch viele Demokraten.

Ende August folgte die Entschuldigung vor dem jüdischen Parteiflügel der Demokraten in Michigan. Seine Worte seien möglicherweise als Rechtfertigung missverstanden worden, sagte El-Sayed laut Medienberichten. Er habe Kontext liefern wollen, doch dafür sei es nicht der richtige Zeitpunkt gewesen. Ob dieses späte Einlenken aus Überzeugung kam oder aus wahltaktischem Kalkül, wird jeder Beobachter für sich selbst beantworten müssen.

Ein Streamer, die Muslimbruderschaft und Mursi

Für noch mehr Wirbel sorgte El-Sayeds Nähe zum linksradikalen Streamer Hasan Piker. Der hatte früher erklärt, die USA hätten die Anschläge vom 11. September 2001 verdient, und die Hamas als „tausendmal besser“ als Israel bezeichnet. Trotzdem trat El-Sayed mehrfach gemeinsam mit ihm auf. Von den Aussagen zu 9/11 distanzierte er sich ausdrücklich. Erst Ende August, nach weiteren antisemitischen Ausfällen Pikers, kündigte er an, keine weiteren gemeinsamen Termine zu planen.

Dazu kommen familiäre Verbindungen. Seine Halbschwester soll 2012 in sozialen Medien geschrieben haben, die Familie sei seit Langem mit der islamistischen Muslimbruderschaft verbunden. Die gemeinsame Mutter soll sich in Ägypten für die Organisation eingesetzt haben. El-Sayed selbst unterzeichnete 2012 Berichten zufolge ein Schreiben, das politische Entscheidungen des damaligen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi unterstützte. Mursi war ein führender Kopf der Bruderschaft und wurde 2013 vom Militär gestürzt.

Bruderkrieg bei den Demokraten

Kurz vor der Wahl kam es zum offenen Eklat. Die Kongressabgeordnete Haley Stevens, die El-Sayed im August in der Vorwahl knapp unterlegen war, warf ihm antisemitische Tendenzen vor. Zur Überraschung vieler stellte sie sich am Sonntag vor der Wahl hinter den Republikaner Rogers.

Die Parteispitze reagierte heftig. Senats-Minderheitsführer Chuck Schumer nannte den Schritt einen „verachtenswerten Verrat“, auch Nancy Pelosi griff Stevens scharf an. Die Wut traf also nicht den Kandidaten mit den Skandalen, sondern die Frau, die sie öffentlich ansprach. Was sagt das über die Prioritäten der Partei?

Der linke Flügel triumphiert

El-Sayed führte seinen Wahlkampf vor allem mit Forderungen nach Umverteilung. Unterstützung bekam er von Bernie Sanders und Alexandria Ocasio-Cortez. Sein Sieg passt ins Bild einer für die Republikaner bitteren Wahlnacht. Medienberichten zufolge ist es ihre schwerste Zwischenwahl-Niederlage seit Jahrzehnten.

Mit seinem Glauben hat die Kritik an El-Sayed nichts zu tun, sie entzündet sich an seinen Worten und Weggefährten. Für viele Beobachter stärkt sein Sieg den radikalen Flügel der Demokraten. Auch in Europa sollte man genau hinsehen: Wer Terror gegen Juden zuerst „einordnet“, bevor er ihn klar beim Namen nennt, verschiebt den Rahmen dessen, was als sagbar gilt. Ob El-Sayed im Senat als Brückenbauer auftritt oder als Spalter, wird sich zeigen. Die Hypothek, mit der er nach Washington geht, ist jedenfalls schwer.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmässig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons «Abschicken» geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: «Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmässigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.»