
Trump-Regierung installiert Kennedy-Vertrauten als CDC-Chef – Impfgegner übernehmen die Kontrolle
Die Gesundheitspolitik der USA erlebt einen dramatischen Umbruch, der die Grundfesten der öffentlichen Gesundheitsvorsorge erschüttert. Das Weiße Haus habe Jim O'Neill, einen engen Vertrauten des umstrittenen Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Jr., zum kommissarischen Leiter der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) ernannt. Diese Entscheidung erfolge nach der höchst umstrittenen Entlassung der bisherigen CDC-Direktorin Susan Monarez, die sich weigere, ihren Posten zu räumen.
Ein Investmentbanker ohne medizinische Qualifikation führt nun die oberste Gesundheitsbehörde
Was sich wie ein schlechter Scherz anhört, sei bittere Realität: O'Neill, der neue Mann an der Spitze der CDC, verfüge über keinerlei medizinischen oder wissenschaftlichen Hintergrund. Der ehemalige Investmentbanker und Redenschreiber aus der Bush-Ära habe seine Karriere beim Tech-Investor und konservativen Großspender Peter Thiel gemacht. Seine einzige "Qualifikation" für diesen kritischen Posten scheine seine bedingungslose Loyalität zu Kennedy und dessen gefährlicher Anti-Impf-Agenda zu sein.
Die Personalie O'Neill werfe ein grelles Schlaglicht auf die Prioritäten der Trump-Administration: Ideologie vor Expertise, politische Gefolgschaft vor wissenschaftlicher Kompetenz. Während Pandemien und Gesundheitskrisen keine Rücksicht auf politische Überzeugungen nehmen, setze die Regierung lieber auf einen Mann, der einst ein Programm mitbegründete, das junge Menschen dafür bezahlt, ihr Studium abzubrechen.
Der Machtkampf um die CDC eskaliert
Die gefeuerte CDC-Direktorin Susan Monarez, eine angesehene Spezialistin für Infektionskrankheiten, weigere sich standhaft, ihren Posten zu räumen. Ihre Anwälte argumentierten, dass nur der Präsident persönlich sie entlassen könne – eine verfassungsrechtliche Feinheit, die zum juristischen Showdown führe. Monarez' Widerstand sei mehr als nur bürokratisches Geplänkel: Es gehe um die Verteidigung wissenschaftlicher Integrität gegen politische Übergriffe.
"Als ihre Anwaltserklärung deutlich macht, ist Susan Monarez nicht mit der Agenda des Präsidenten vereinbar, Amerika wieder gesund zu machen"
Diese zynische Formulierung des Trump-Sprechers Kush Desai offenbare die wahre Agenda: "Gesund machen" bedeute in diesem Kontext offenbar, wissenschaftliche Erkenntnisse über Bord zu werfen und gefährliche Verschwörungstheorien salonfähig zu machen.
Massenexodus der Wissenschaftler – Die CDC blutet aus
Die Entlassung von Monarez habe eine Lawine ausgelöst. Vier weitere hochrangige CDC-Führungskräfte hätten aus Protest ihre Ämter niedergelegt, darunter die medizinische Chefin Debra Houry und der Impfstoffsicherheitschef Daniel Jernigan. Letzterer enthüllte in Interviews erschreckende Details: Er sei von Kennedys Mitarbeitern – bekannten Anti-Impf-Aktivisten – gedrängt worden, Studien zur Impfstoffsicherheit zu "überarbeiten" und die längst widerlegte Behauptung zu untersuchen, Impfungen würden Autismus verursachen.
Diese Forderung sei nicht nur wissenschaftlich absurd, sondern gefährde aktiv Menschenleben. Die Geschichte zeige uns eindringlich, wohin es führe, wenn politische Ideologie über medizinische Fakten triumphiere: zu vermeidbaren Krankheitsausbrüchen, Leid und Tod.
Kennedy's gefährlicher Kreuzzug gegen die Wissenschaft
Robert F. Kennedy Jr., einst ein respektierter Umweltanwalt, habe sich zu einem der prominentesten Impfgegner Amerikas entwickelt. Als Gesundheitsminister nutze er nun seine Macht, um seine pseudowissenschaftlichen Überzeugungen in Politik umzusetzen. Die Kürzung von Forschungsgeldern, die Entlassung wissenschaftlicher Berater und die Einschränkung von COVID-Impfungen seien nur der Anfang.
Besonders perfide: Während in Texas die Masernfälle Rekordhöhen erreichten, lobte O'Neill bei seiner Anhörung im Mai Kennedys "großartige Arbeit" im Umgang mit dem Ausbruch. Diese Realitätsverweigerung koste Menschenleben – vor allem die der Schwächsten in der Gesellschaft.
Die Folgen für Amerika – und die Welt
Was in den USA geschehe, habe globale Auswirkungen. Die CDC sei nicht nur für die amerikanische Gesundheitsvorsorge zuständig, sondern spiele eine Schlüsselrolle in der weltweiten Seuchenbekämpfung. Wenn diese Institution von wissenschaftsfeindlichen Ideologen gekapert werde, gefährde das die globale Gesundheitssicherheit.
Senator Bernie Sanders nannte die Vorgänge "empörend" und forderte eine Anhörung. Seine klare Botschaft: "Impfungen retten Leben. Punkt." Elizabeth Warren warnte eindringlich davor, dass "diese Narren" nicht mit der Gesundheit der Amerikaner betraut werden könnten.
Die Entwicklungen bei der CDC seien ein weiteres Symptom einer beunruhigenden Entwicklung: Die systematische Untergrabung wissenschaftlicher Institutionen durch politische Extremisten. Was wir erleben, sei nichts weniger als ein Angriff auf die Aufklärung selbst – mit potentiell tödlichen Konsequenzen für Millionen von Menschen.
Die Ironie der Geschichte: Während die Trump-Administration vorgebe, "Amerika wieder gesund zu machen", demontiere sie systematisch die Institutionen, die genau dafür geschaffen wurden. Die Installation eines Investmentbankers ohne jegliche medizinische Qualifikation an der Spitze der wichtigsten Gesundheitsbehörde des Landes sei der vorläufige Höhepunkt dieser gefährlichen Farce.
- Themen:
- #Wahlen

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik