
Trump stärkt Orbán den Rücken: Wahlkampfhilfe aus Washington für Ungarns Ministerpräsidenten

In einer bemerkenswerten Geste transatlantischer Solidarität hat US-Präsident Donald Trump seinem ungarischen Amtskollegen Viktor Orbán öffentlich seine Unterstützung für die anstehenden Parlamentswahlen zugesichert. Auf seiner Plattform Truth Social pries Trump den ungarischen Regierungschef als „wahrhaft starken und mächtigen Anführer" – Worte, die in Brüssel wohl für erhebliches Stirnrunzeln sorgen dürften.
Eine Freundschaft, die Früchte trägt
Die Verbindung zwischen den beiden Staatsmännern ist keine Überraschung. Orbán, der mit stolzen 16 Amtsjahren als dienstältester Regierungschef der Europäischen Union gilt, hat sich längst als verlässlicher Partner Washingtons positioniert. Trump selbst betonte, die Beziehungen zwischen Ungarn und den Vereinigten Staaten hätten unter seiner Regierung „neue Höhen der Zusammenarbeit" erreicht – ein Verdienst, das er maßgeblich dem ungarischen Ministerpräsidenten zuschreibt.
Besonders lobend erwähnte der US-Präsident Orbáns konsequenten Kurs in der Migrationspolitik, sein Engagement für wirtschaftliches Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Orbán sei „ein wahrer Freund, Kämpfer und Gewinner", so Trump in seinem Beitrag. Eine Charakterisierung, die man sich in manch einer deutschen Regierungszentrale wohl nur wünschen könnte.
Rückenwind in stürmischen Zeiten
Die Unterstützung aus Washington kommt für Orbán zu einem denkbar günstigen Zeitpunkt. Aktuelle Umfragen zeigen ein überraschend enges Rennen: Die oppositionelle Mitte-Rechts-Partei Tisza liegt derzeit sogar vor der regierenden Fidesz-Partei. Experten sprechen von der größten Herausforderung für Orbáns Macht seit seinem Wahlsieg im Jahr 2010.
Doch der Ausgang der Wahl am 12. April bleibt ungewiss. Viele Wähler haben sich noch nicht entschieden, und auch die rechtsextreme Partei „Unsere Heimat" könnte den Einzug ins Parlament schaffen. In diesem Kontext erscheint Trumps öffentliche Rückendeckung als strategisch kluger Schachzug – sowohl für Orbán als auch für die amerikanischen Interessen in Mitteleuropa.
Gemeinsame Werte, gemeinsame Ziele
Die politische Nähe zwischen Trump und Orbán manifestiert sich nicht nur in warmen Worten. Erst im Januar trafen sich beide Politiker am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos zur Gründung eines von Trump initiierten Friedensrats. Im November hatte der US-Präsident Orbán zudem im Weißen Haus empfangen und dabei dessen Beziehungen zu Russlands Präsident Wladimir Putin ausdrücklich gewürdigt.
Was für manche europäische Beobachter befremdlich wirken mag, ist für konservative Kräfte ein ermutigendes Signal. Hier zeigt sich, dass eine Politik, die nationale Interessen in den Vordergrund stellt, Grenzen schützt und traditionelle Werte verteidigt, durchaus internationale Anerkennung finden kann. Während in Berlin noch über Gendersternchen und Klimakleber debattiert wird, demonstrieren Trump und Orbán, wie pragmatische Realpolitik aussehen kann.
Die ungarischen Wähler werden am 12. April entscheiden, ob sie diesen Kurs fortsetzen wollen. Eines steht jedoch fest: Mit der Unterstützung aus Washington hat Orbán einen mächtigen Verbündeten an seiner Seite – und das dürfte in Brüssel für schlaflose Nächte sorgen.

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