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Trumps Iran-Dilemma: Wird der US-Präsident wieder zum Papiertiger?

Trumps Iran-Dilemma: Wird der US-Präsident wieder zum Papiertiger?

Die Welt hält den Atem an, während sich die Spannungen zwischen Washington und Teheran auf einen gefährlichen Höhepunkt zubewegen. Doch hinter den martialischen Drohungen des amerikanischen Präsidenten verbirgt sich möglicherweise weniger Substanz als die aufgeblasene Rhetorik vermuten lässt. Die entscheidende Frage, die derzeit in den Machtzentren der Welt diskutiert wird: Wird Donald Trump tatsächlich einen militärischen Schlag gegen den Iran wagen – oder erleben wir einmal mehr das Phänomen, das Beobachter spöttisch als „TACO" bezeichnen: „Trump Always Chickens Out"?

Das Psychogramm eines Präsidenten

Trumps gesamte politische Karriere basiert auf einer simplen, aber wirkungsvollen Prämisse: Seine Anhänger lieben den „starken Mann", und jedes Anzeichen von Schwäche würde die mühsam aufgebaute Illusion von Stärke beschädigen. Diese Erkenntnis erklärt die maximalistischen Äußerungen, die selbst hartgesottene Diplomaten erschaudern lassen. Die europäischen Eliten, so scheint es, können mit dieser Vorgehensweise wenig anfangen und verfallen regelmäßig in Wutausbrüche – was Trump vermutlich als zusätzlichen Bonus verbucht.

Der erfahrene Trump-Beobachter Michael Wolff hat das Muster längst durchschaut: Der Präsident droht tagelang mit drastischen Konsequenzen, sollte „dies oder jenes" nicht auf die „einfache Art" erledigt werden. Der Wendepunkt kommt dann typischerweise, wenn er sich aus seinen maximalistischen Positionen zurückzieht – wobei er stets behauptet, das Ergebnis sei genau das, was er von Anfang an beabsichtigt habe. Die „Kunst des Deals" eben.

Die militärische Realität hinter der Kriegsrhetorik

Trumps Botschaft an Teheran könnte kaum deutlicher sein: Akzeptiert meine Bedingungen oder bereitet euch auf eine umfassende Kampagne zur vollständigen Zerschlagung eures politischen Systems vor. Seine Gesandten wiederholen bei jeder Gelegenheit das abgedroschene Klischee, dass „alle Optionen auf dem Tisch bleiben". Doch was steckt wirklich hinter diesen Drohungen?

Der US-Militärkommentator Will Schryver hat die Behauptungen des Pentagons einer schonungslosen Analyse unterzogen – und kommt zu vernichtenden Schlussfolgerungen. Die Erzählung, wonach die USA mittlerweile mehr Streitkräfte im Nahen Osten stationiert hätten als im Ersten Golfkrieg, im Zweiten Golfkrieg und im Irakkrieg zusammen, bezeichnet er schlicht als „absoluten Unsinn".

„Ich habe noch keine militärische Aufrüstung in der Region gesehen, die auch nur annähernd einen ‚entscheidenden' Schlag gegen das iranische Militär und seine Regierung ermöglichen würde."

Die nüchterne Bestandsaufnahme: Eine Staffel F-15, einige Tankflugzeuge und ein paar Dutzend C-17-Transporte mit Munition wurden nach Jordanien geschickt. Das sei bestenfalls ein bescheidener Schutzschild gegen Drohnen und Marschflugkörper – aber gewiss kein schlagkräftiges Angriffspaket. Selbst mit dem Flugzeugträger USS Gerald Ford im Mix könnte die Marine wahrscheinlich etwa 350 Tomahawks abschießen. Gegen ein riesiges Land wie den Iran würde das bei weitem nicht ausreichen, um die Iraner zu entwaffnen.

Die strategischen Grenzen amerikanischer Macht

Schryver macht unmissverständlich klar, dass sich die US-Marine auf keinen Fall in den Persischen Golf oder auch nur in den Golf von Oman wagen werde. Das Fliegen von Tankflugzeugen im iranischen Luftraum wäre extrem riskant. Dies würde die Reichweite der Trägerkampfflugzeuge auf ihren voll beladenen Kampfradius von etwa 600 Meilen beschränken – bei weitem nicht genug, um Ziele tief im Iran zu treffen.

Ein kurzer, gewaltsamer, entscheidender „Sieg", wie ihn Trump angeblich fordert und der zu Hause „gut ankommt", ist schlichtweg keine realistische Option. Der iranische Außenminister Araghchi hat realistischerweise gewarnt, dass eine totale Konfrontation mit Sicherheit chaotisch und brutal sein und sich viel länger hinziehen werde als die fantasievollen Zeitpläne, die Israel und seine Verbündeten dem Weißen Haus aufzuschwatzen versuchten.

Das Scheitern des Regime-Change-Versuchs

Was viele westliche Beobachter übersehen: Der von außen angezettelte Aufstand im Iran ist kläglich gescheitert. Die USA hatten offenbar geglaubt, sie könnten den Randalierern, die versuchten, die Regierung zu stürzen, einfach „helfen" – eine Hilfe, die nicht viel militärische Gewalt erfordern würde. Man hatte die eigene Propaganda geglaubt, wonach der Iran ein „Kartenhaus" sei, das unter dem Einfluss extremer Gewalt zum Einsturz verurteilt wäre.

Israelische Geheimdienstberichte, die in der Zeitung Yedioth Ahoronot zitiert werden, bestätigen diese Einschätzung: Vor anderthalb Wochen hätten die Proteste im gesamten Iran ihren Höhepunkt erreicht, seitdem sei das Ausmaß der Demonstrationen dramatisch zurückgegangen. Die Sicherheitsbehörden und Geheimdienste glaubten nicht, dass das Regime derzeit in Gefahr sei – schon gar nicht in unmittelbarer Gefahr.

Die unbequeme Wahrheit für Washington

Im Iran geht die Führung davon aus, dass die Konfrontation ihre extremste Form erreichen könnte. Die Vorbereitungen laufen auf zwei Ebenen: Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten gegen einen groß angelegten Angriff und Verschärfung der inneren Sicherheit, um eine Destabilisierung des Landes zu verhindern. Diese Haltung ist mittlerweile im ganzen Land zu beobachten.

Der Iran ist eben nicht Venezuela. Es handelt sich nicht um einen Finanzkrieg mit Zöllen und Handel. Es ist kein „coup de théâtre", bei dem Trumps Rückzieher als weiterer Sieg seiner cleveren Verhandlungstaktik verkauft werden kann. Ein tatsächlicher umfassender militärischer Konflikt wäre für alle sichtbar und viel schwieriger zu erklären, sollte er schiefgehen.

Trumps innenpolitisches Dilemma

Laut einer Umfrage der New York Times liegt Trumps Ablehnungsrate derzeit bei 47 Prozent. Ganz abgesehen von den strategischen militärischen Überlegungen zur Reaktion des Iran auf einen Angriff braucht der Präsident sicherlich keinen chaotischen Krieg. Er mag es, wenn seine „Initiativen" kurz und sauber sind und zu „herausragenden" Erfolgen führen.

Als am vergangenen Wochenende die Aufregung um Grönland in Drohungen und Gegendrohungen mit Zöllen mündete, stand der US-Anleihemarkt kurz vor dem Zusammenbruch. Der „Ausweg" aus der sich anbahnenden Anleihemarktkrise bestand darin, dass Trump den europäischen Staaten mit einem Rückzieher drohte – begleitet von wirtschaftlichen Drohungen.

Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten

Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten verdeutlichen einmal mehr, wie fragil das internationale Finanzsystem und die Weltwirtschaft geworden sind. In Zeiten, in denen Großmächte mit militärischen Konflikten drohen und Anleihemärkte am Rande des Zusammenbruchs stehen, erweisen sich physische Edelmetalle als das, was sie seit Jahrtausenden sind: ein verlässlicher Wertspeicher in Krisenzeiten.

Während Papierwährungen und digitale Vermögenswerte den Launen der Politik und den Unwägbarkeiten geopolitischer Konflikte ausgesetzt sind, behält Gold seinen intrinsischen Wert. Kluge Anleger wissen, dass ein breit gestreutes Portfolio ohne eine solide Edelmetall-Komponente in diesen turbulenten Zeiten unvollständig bleibt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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