
Trumps Iran-Krieg: 47 Milliarden Dollar – und kein Ende in Sicht!

US-Präsident Donald Trump will allein entscheiden, wann der Krieg gegen den Iran endet. Das sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung im texanischen Lubbock. Zur gleichen Zeit melden US-Medien neue Zahlen zu den Kosten: Laut einer Schätzung des US-Zentralkommandos hat der Konflikt bis Mitte Oktober mehr als 47 Milliarden Dollar verschlungen.
„Wann immer ich es will“
Den Satz trug Trump vor jubelnden Anhängern vor. Man habe ihn gefragt, wann der Krieg im Iran ende, erzählte er, und er habe geantwortet: „Whenever I want it to end“, also wann immer er das wolle. Klingt nach Kontrolle. Aber hat er sie wirklich?
Ein Ende könne „sehr schnell“ kommen, sagte der Präsident. Es müsse aber ein „ordentliches“ Ende sein, verbunden mit der klaren Zusage, dass Teheran niemals eine Atomwaffe bekomme. Bald wolle er entscheiden, ob er mit dem Iran „einen Deal macht“ oder die Sache „zu Ende bringt“.
Die Rechnung wird immer länger
Die Zahlen sind deutlich. Nach der Schätzung des Central Command vom 16. Oktober, über die unter anderem The Hill, Reuters und die New York Times berichten, belaufen sich die Kosten auf rund 47,1 Milliarden Dollar. Das sind etwa drei Milliarden mehr als bei der letzten Erhebung. Mehr als 29 Milliarden davon entfallen auf den Ersatz verschossener Munition. Weitere gut sechs Milliarden sollen Medienberichten zufolge für verlorenes Gerät wie Flugzeuge nötig sein.
Dabei hatte Trump noch am 3. September erklärt, die USA verfügten über „praktisch unbegrenzte“ Munitionsvorräte. Inzwischen ist laut Berichten von „Engpässen“ die Rede. Auch die beschädigten Stützpunkte und diplomatischen Einrichtungen sind in der Summe noch nicht enthalten. Ein Bericht eines Generalinspekteurs an den Kongress beziffert diese Schäden in Irak, Kuwait, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten auf 184 Millionen Dollar, Stand 29. Juni.
2.000 Dollar pro Familie: Der Krieg kommt im Wohnzimmer an
Am Ende zahlen die Bürger. Mark Zandi, Chefökonom von Moody's Analytics, rechnete am 12. Oktober vor, dass der Krieg eine durchschnittliche amerikanische Familie bisher rund 2.000 Dollar gekostet habe. Die Summe setzt sich so zusammen:
- 1.100 Dollar durch höhere Energiepreise
- 540 Dollar durch höhere Zinskosten
- 360 Dollar durch gestiegene Militärausgaben
Politisch schadet das Trump. Einer Reuters/Ipsos-Umfrage zufolge liegt seine Zustimmung nur noch bei 32 Prozent, nahe am Rekordtief. Am 3. November stehen die Midterms an, die Zwischenwahlen zum Kongress. Teure Energie und hohe Lebenshaltungskosten sind dabei das Thema, das die Wähler am meisten beschäftigt.
Neue Schläge erst nach der Wahl?
Nach Entspannung sieht es nicht aus. Anfang des Monats holten die USA Diplomaten aus Saudi-Arabien zurück. Laut New York Times haben die Streitkräfte der USA und Israels bereits konkrete Pläne für eine „kurze, aber intensive“ Angriffswelle auf den Iran ausgearbeitet, und zwar für die Zeit nach den Zwischenwahlen. Ein Schelm, wer dabei an Wahltaktik denkt.
Für Deutschland ist das mehr als ein fernes Ereignis. Steigen die Ölpreise wegen des Konflikts am Golf, merkt das jeder an der Zapfsäule und bei der Heizkostenabrechnung. Für eine Wirtschaft, die ohnehin unter hohen Energiekosten und Abgaben leidet, ist das ein zusätzliches Risiko. Hinzu kommt: Kriege werden auf Pump finanziert. Schulden, Zinsen und Inflation laufen dann oft auf dieselbe Folge hinaus, nämlich dass das Ersparte an Kaufkraft verliert.
Fazit: Wer Kontrolle verspricht, sollte die Kosten kennen
Trump präsentiert sich als der Mann, der über Krieg und Frieden entscheidet. Die Zahlen aus dem eigenen Militärapparat zeigen ein anderes Bild: steigende Kosten, schrumpfende Munitionsbestände und Familien, die die Rechnung bezahlen. In solchen Phasen setzen viele Sparer auf physisches Gold und Silber. Die Metalle haben sich über Jahrhunderte als Krisenschutz bewährt und können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen für Stabilität sorgen.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.
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