
Trumps Machtpolitik entlarvt Europas außenpolitische Bedeutungslosigkeit
Während Donald Trump mit seiner rabiaten Außenpolitik weltweit Konflikte löst und dabei schamlos amerikanische Interessen durchsetzt, offenbart sich die erschreckende Schwäche der Europäischen Union auf der internationalen Bühne. Was Trumps Sprecherin Karoline Leavitt als nobelpreiswürdige Friedenspolitik verkauft, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als knallharte Interessenpolitik – die allerdings funktioniert, während Europa nur noch hilflos zuschaut.
Die Friedensfürst-Inszenierung als Geschäftsmodell
Leavitts Behauptung, Trump habe in sechs Monaten sechs Friedensschlüsse ausgehandelt, mag übertrieben sein. Doch die Liste der angeblichen Erfolge – von Thailand und Kambodscha über Israel und Iran bis zu Serbien und Kosovo – zeigt ein klares Muster: Der US-Präsident agiert wie ein Immobilienmakler auf dem Weltmarkt der Konflikte. Für jede Vermittlung kassiert er eine Provision, sei es in Form von Handelserleichterungen für US-Unternehmen oder direkten wirtschaftlichen Vorteilen.
Besonders perfide zeigt sich diese Strategie im Kaukasus. Der Korridor zwischen den getrennten Landesteilen Aserbaidschans heißt jetzt "Trump Route for International Peace and Prosperity" und wird von einer US-Firma verwaltet. So sichern sich die USA nicht nur die Kontrolle über eine strategisch wichtige Verkehrsader, sondern verdrängen auch Russland als regionalen Schiedsrichter.
Pragmatismus statt Prinzipien
Trumps Außenpolitik folgt einem simplen, aber effektiven Prinzip: Er schlägt sich auf die Seite des Stärkeren und macht dem Schwächeren ein Angebot, das dieser nicht ablehnen kann. Im Nahen Osten bedeutet das Unterstützung für Israel, in der Ukraine könnte es auf einen Deal zugunsten Russlands hinauslaufen. Moralische Bedenken? Fehlanzeige. Es zählt nur, was den USA nützt.
Die Grenzen dieser zynischen Strategie zeigen sich allerdings im Kongo, wo ein hastig ausgehandelter "Frieden" zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo bereits wieder in sich zusammenfällt. Ein Frieden, mit dem nicht alle Seiten zufrieden sind, bleibt eben instabil.
Dennoch: Während Trump mit Zuckerbrot und Peitsche – sprich Zolldrohungen und Handelserleichterungen – tatsächlich Ergebnisse erzielt, versinkt die EU in ihrer eigenen Bedeutungslosigkeit. Die einst als "sanfte Supermacht" gefeierte Union, die noch vor zwanzig Jahren mit ihrer Agrarpolitik Krisen in Afrika auslösen und mit Schengen-Reformen Nachbarstaaten zu Justizreformen zwingen konnte, ist heute nur noch ein Schatten ihrer selbst.
Europas dramatischer Abstieg
Der Kontrast könnte kaum größer sein: Während Trump-Emissäre von Syrien bis Südostasien Deals aushandeln, hat sich die EU aus praktisch allen relevanten Krisenregionen zurückgezogen. Französische Truppen mussten Mali, Niger, Burkina Faso und weitere afrikanische Staaten verlassen. Die Militärbasen wurden aufgegeben, russische Söldner übernahmen.
Als in Georgien die Opposition gegen die pro-russische Regierung demonstrierte, ließen sich nur einzelne westeuropäische Politiker blicken. Bei den Massenprotesten in Belgrad gegen Korruption und Autoritarismus? Die EU "beobachtet die Lage genau" – mehr nicht. Selbst der Europarat in Straßburg und die UNO zeigen mehr Engagement als die angebliche Wertegemeinschaft EU.
Die Lähmung durch Einstimmigkeit
Aufgezehrt von inneren Konflikten und gelähmt durch den Zwang zur Einstimmigkeit, konzentriert sich Brüssel nur noch auf das endlose Sanktionieren Russlands. Die großen außenpolitischen Ambitionen sind längst begraben. Stattdessen überlässt man Trump und anderen das Feld – und beschwert sich dann über die Ergebnisse.
Besonders bitter: Selbst wenn Trumps Methoden moralisch fragwürdig sind, erledigt er damit oft die "Drecksarbeit" für Europa. Im Iran, in Syrien, im Kaukasus – überall profitiert die EU indirekt von amerikanischen Interventionen, ohne selbst handlungsfähig zu sein.
Ein Weckruf für Deutschland und Europa
Diese Entwicklung sollte gerade für Deutschland ein Weckruf sein. Während die Ampel-Koalition mit ideologischen Grabenkämpfen beschäftigt war und die neue Große Koalition unter Friedrich Merz bereits neue Schulden in Höhe von 500 Milliarden Euro plant – trotz gegenteiliger Wahlversprechen –, gestalten andere die Weltordnung nach ihren Vorstellungen.
Europa muss endlich aus seiner selbstverschuldeten Lethargie erwachen. Die Alternative ist klar: Entweder findet die EU zu einer handlungsfähigen, interessengeleiteten Außenpolitik zurück, oder sie verkommt endgültig zum Spielball fremder Mächte. Trumps brutaler Pragmatismus mag abstoßend sein, aber er zeigt zumindest Wirkung. Die moralische Überlegenheit Europas hingegen ist wertlos, wenn sie mit völliger Handlungsunfähigkeit einhergeht.
Es wird Zeit, dass deutsche und europäische Politiker endlich verstehen: In der Weltpolitik zählen nicht schöne Worte und hehre Ideale, sondern Macht und die Fähigkeit, eigene Interessen durchzusetzen. Trump hat das verstanden. Europa offenbar nicht.
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