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17.10.2026
10:10 Uhr
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Umfrage-Beben: Merz-Koalition stürzt auf 31 Prozent ab!

Umfrage-Beben: Merz-Koalition stürzt auf 31 Prozent ab!
Symbolbild: KI-generiert

Für Kanzler Friedrich Merz wird es eng. Im neuen INSA-Sonntagstrend für die Bild-Zeitung fällt die Union auf nur noch 18 Prozent. Die AfD bleibt mit 29 Prozent klar stärkste Kraft. Die schwarz-rote Koalition aus CDU/CSU und SPD kommt zusammen auf magere 31 Prozent und hätte damit keine eigene Mehrheit mehr.

Die Zahlen im Überblick

Gegenüber der Vorwoche verlieren Union und AfD jeweils einen Prozentpunkt. Am Abstand ändert das nichts: Er liegt weiter bei elf Prozentpunkten. Noch Anfang Oktober hatte die AfD bei INSA Medienberichten zufolge erstmals die 30-Prozent-Marke erreicht.

  • AfD: 29 Prozent (minus 1)
  • CDU/CSU: 18 Prozent (minus 1)
  • Grüne: 14 Prozent (unverändert)
  • SPD: 13 Prozent (unverändert)
  • Linke: 11 Prozent (plus 1)
  • BSW: 4 Prozent (plus 1)
  • FDP: 4 Prozent (unverändert)
  • Sonstige: 7 Prozent

BSW und FDP würden damit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Für die Liberalen, einst Stimme des Mittelstands, setzt sich der Absturz in die Bedeutungslosigkeit fort.

Ein Wählerverlust in Rekordtempo

Erst der Vergleich zeigt das ganze Ausmaß. Bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 holten Union und SPD zusammen noch knapp 45 Prozent. Rund eineinhalb Jahre später fehlen fast 14 Prozentpunkte. Selten hat eine Regierung ihren Kredit so schnell verspielt.

Die Union liegt inzwischen mehr als zehn Punkte unter ihrem Wahlergebnis von 28,5 Prozent. Die AfD dagegen, die damals auf 20,8 Prozent kam, hat seitdem mehr als acht Punkte zugelegt. Die Opposition von rechts ist damit fast so stark wie beide Regierungsparteien zusammen. Ein politisches Erdbeben, das in Berlin offenbar noch immer niemand richtig spüren will.

Warum laufen die Wähler weg?

Die Gründe liegen aus Sicht vieler Beobachter auf der Hand. Merz war mit dem Versprechen eines echten Politikwechsels angetreten, mit solider Haushaltsführung und ohne neue Schulden. Geliefert wurde ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen und die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz. Kritiker sehen darin eine gewaltige Schuldenlast, die künftige Generationen über Steuern und Abgaben abtragen müssen.

Dazu kommen eine schwächelnde Wirtschaft, der Abbau von Industriearbeitsplätzen und eine Sicherheitslage, die viele Bürger zunehmend beunruhigt. Wer konservativ gewählt hat, aber sozialdemokratische Politik bekommt, wendet sich ab. So deuten jedenfalls viele enttäuschte Unionswähler das Bild.

Rettung ausgerechnet durch die Grünen?

Besonders bitter für das bürgerliche Lager ist die Rechnung, die nach den aktuellen Werten bleibt. Rechnerisch ginge nur noch ein Dreierbündnis aus Union, SPD und Grünen. Zusammen kämen die drei Parteien auf 45 Prozent. Weil FDP und BSW draußen blieben, könnte das für eine Mehrheit der Mandate reichen.

Ausgerechnet die Partei also, gegen deren Politik viele Unionswähler im Februar 2025 gestimmt hatten, würde zur Mehrheitsbeschafferin. Ob sich die Union damit einen Gefallen täte, ist mehr als fraglich. Schließlich dürfte jeder weitere Schritt nach links frustrierte Stammwähler in die Arme der Konkurrenz treiben.

Ein Weckruf, den Berlin nicht überhören darf

Umfragen sind keine Wahlen, und bis zur nächsten regulären Bundestagswahl ist noch Zeit. Doch der Trend zeigt seit Monaten in dieselbe Richtung. Die Botschaft der Bürger ist eindeutig: Sie wollen eine Politik, die Leistung belohnt, die Staatsfinanzen ordnet und deutsche Interessen in den Mittelpunkt stellt.

Ob Merz und seine Koalition diesen Weckruf noch hören, wird sich zeigen. Mit 31 Prozent regiert man ein Land nicht mehr aus der Position der Stärke, sondern nur noch auf Abruf.

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