
US-Börsen auf Rekordjagd: Schwache Inflationsdaten beflügeln die Märkte

Die amerikanischen Aktienmärkte kennen derzeit offenbar nur eine Richtung – nach oben. Nachdem die Kern-Inflationsrate für Dezember unter den Erwartungen der Analysten lag, schossen die US-Futures auf ein neues Allzeithoch. Der S&P 500 erreichte zeitweise die Marke von 7030 Punkten, während Anleger weltweit gebannt auf die Entwicklungen in Washington und die geopolitischen Spannungen blicken.
Inflationsdaten als Katalysator für die Rally
Die Veröffentlichung der Verbraucherpreisdaten erwies sich als der entscheidende Impuls für die Märkte. Die Kernrate der Inflation, die volatile Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel ausklammert, fiel niedriger aus als von Ökonomen prognostiziert. JPMorgans Handelsabteilung hatte im Vorfeld einen Anstieg von bis zu 1,75 Prozent für den S&P 500 vorhergesagt, sollten die Daten den Erwartungen entsprechen oder darunter liegen – eine Prognose, die sich nun zu bewahrheiten scheint.
Fed-Vertreter Williams betonte, dass die Zinssätze derzeit "gut positioniert" seien, um den Arbeitsmarkt zu stabilisieren und die Inflation zurück zum Zwei-Prozent-Ziel zu führen. Doch hinter den Kulissen brodelt es gewaltig: Die Unabhängigkeit der Federal Reserve steht unter massivem Druck der Trump-Administration.
Geopolitische Spannungen treiben Ölpreis und Gold
Präsident Trump sorgte einmal mehr für Unruhe an den Märkten. Seine Ankündigung, einen 25-prozentigen Zoll auf Waren aus Ländern zu erheben, die Geschäfte mit dem Iran tätigen, ließ den Ölpreis kräftig steigen. WTI-Rohöl kletterte erstmals seit November wieder über die 60-Dollar-Marke, während Brent zeitweise die 65-Dollar-Schwelle überschritt.
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung bei den Edelmetallen. Gold erreichte mit über 4.600 Dollar pro Unze ein neues Rekordhoch, Silber legte sogar um mehr als sechs Prozent zu. Diese Entwicklung spiegelt die wachsende Nervosität der Anleger wider – nicht nur wegen der geopolitischen Risiken, sondern auch aufgrund der Sorgen um die Unabhängigkeit der amerikanischen Notenbank.
Die Fed im Fadenkreuz der Politik
Die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Fed-Chef Jerome Powell durch das US-Justizministerium haben die Zentralbanker weltweit aufgeschreckt. Globale Notenbanken sollen bereits an einer Solidaritätserklärung für Powell arbeiten. Die Unabhängigkeit der Zentralbanken gilt als Eckpfeiler finanzieller und wirtschaftlicher Stabilität – ein Grundsatz, der nun auf dem Prüfstand steht.
Interessanterweise zeigten sich einige republikanische Senatoren kritisch gegenüber dem Vorgehen der Administration. Senator Thom Tillis kündigte an, keinen Fed-Nominierungen zuzustimmen, bis die Situation geklärt sei. Diese parteiinterne Opposition könnte Trumps Pläne erheblich erschweren.
Japan im Höhenflug – Yen auf Talfahrt
Während die amerikanischen Märkte ihre Rekordjagd fortsetzen, erlebte Japan nach dem Feiertag einen regelrechten Kurssprung. Der Nikkei 225 eröffnete mit einem Plus von fast vier Prozent und erreichte neue Allzeithochs. Auslöser waren Spekulationen über vorgezogene Neuwahlen unter Premierministerin Sanae Takaichi, die den sogenannten "Takaichi-Trade" wiederbelebten.
Der japanische Yen fiel auf den tiefsten Stand seit Juli 2024 und touchierte kurzzeitig die Marke von 159 gegenüber dem Dollar. Zur Erinnerung: Im Juli 2024 hatte Japan zweimal interveniert, um den Yen unter der 160er-Marke zu halten.
Ausblick: Zwischen Euphorie und Vorsicht
Die Märkte befinden sich in einem bemerkenswerten Spannungsfeld. Einerseits treiben schwächere Inflationsdaten und die Hoffnung auf eine weniger restriktive Geldpolitik die Kurse. Andererseits türmen sich geopolitische Risiken und institutionelle Unsicherheiten auf, die jederzeit für Turbulenzen sorgen könnten.
Für konservative Anleger, die in diesen turbulenten Zeiten nach Stabilität suchen, bieten physische Edelmetalle wie Gold und Silber eine bewährte Möglichkeit zur Vermögenssicherung. Die aktuellen Rekordstände bei den Edelmetallpreisen unterstreichen eindrucksvoll, dass viele Investoren bereits auf diese zeitlose Anlageklasse setzen, um sich gegen Währungsrisiken und politische Unwägbarkeiten abzusichern.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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