
US-Kongress plant Milliarden-Offensive gegen Chinas Rohstoff-Monopol
Während Deutschland noch immer über Windräder und Wärmepumpen debattiert, hat Washington längst erkannt, wo die wahren Schlachtfelder der Zukunft liegen: im Kampf um kritische Mineralien. Eine parteiübergreifende Gruppe amerikanischer Abgeordneter hat nun einen ambitionierten Plan vorgelegt, der das Reich der Mitte dort treffen soll, wo es am empfindlichsten ist – bei seiner Dominanz über die Rohstoffe der Hochtechnologie.
2,5 Milliarden Dollar für strategische Unabhängigkeit
Der Gesetzentwurf sieht die Gründung einer neuen, unabhängigen Behörde vor, die mit einem Budget von 2,5 Milliarden Dollar ausgestattet werden soll. Ihre Aufgabe? Den Aufbau strategischer Mineralreserven, die Stabilisierung von Preisen und die Förderung der Produktion in den USA sowie in verbündeten Staaten. Senatorin Jeanne Shaheen aus New Hampshire bezeichnete die Initiative als "historische Investition", um die amerikanische Wirtschaft gegen Chinas Druckmittel zu stärken.
Die Dringlichkeit dieser Maßnahmen ist kaum zu überschätzen. China verarbeitet mehr als 90 Prozent der weltweit geförderten kritischen Mineralien – ein Würgegriff, der sich im vergangenen Jahr schmerzlich bemerkbar machte, als Peking Exportbeschränkungen als Vergeltung für amerikanische Zölle verhängte. Das Pentagon musste daraufhin innerhalb eines Jahres fast fünf Milliarden Dollar aufwenden, um den Zugang zu diesen lebenswichtigen Materialien zu sichern.
Washington greift zu ungewöhnlichen Mitteln
Bemerkenswert ist der Strategiewechsel, den die Trump-Administration vollzogen hat. Die Vereinigten Staaten beteiligen sich nun direkt an Bergbauunternehmen und garantieren in einigen Fällen sogar Preise – Methoden, die man bislang eher mit chinesischer Industriepolitik assoziierte. Verteidigungsminister Pete Hegseth verkündete stolz, das Pentagon habe "über 4,5 Milliarden Dollar an Kapitalzusagen" mobilisiert, um die USA "von Marktmanipulation zu befreien".
Diese Investitionen fließen in die heimische Produktion von Aluminiumoxid, Gallium und Seltenen Erden sowie in Partnerschaften zur Stärkung der Lieferketten für Seltenerd-Magnete. Präsident Trump selbst unterstrich die Strategie diese Woche mit der Feststellung, die USA seien "zu abhängig" von ausländischen kritischen Mineralien.
Industriepolitik als Gebot der Stunde
Einige Analysten sehen in diesem Vorgehen einen fundamentalen Paradigmenwechsel hin zu staatlich gestützter Industriepolitik. "Trotz der Gefahren politischer Einmischung ist die strategische Logik überzeugend", kommentierte die Analystin Elly Rostoum. Es könnte sich um "einen klugen Weg für die USA handeln, strategische Autonomie und industrielle Souveränität zu gewährleisten".
Branchenvertreter begrüßen den neuen Kurs enthusiastisch. Jim Sims von NioCorp lobte: "Er spielt dreidimensionales Schach bei kritischen Mineralien wie kein Präsident vor ihm. Es wurde auch höchste Zeit, angesichts der militärischen und strategischen Verwundbarkeit, der wir ausgesetzt sind."
Was Deutschland davon lernen sollte
Während die Amerikaner handeln, verharrt die deutsche Politik in ideologischen Grabenkämpfen. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz täte gut daran, sich ein Beispiel an der amerikanischen Entschlossenheit zu nehmen. Denn auch Europa ist von chinesischen Rohstofflieferungen abhängig – eine Abhängigkeit, die sich im Ernstfall als fatale Schwäche erweisen könnte.
Die Zusammenarbeit mit Verbündeten, darunter bedeutende Bergbauabkommen mit Australien und koordinierte Gespräche unter den G7-Finanzministern über die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten, zeigt den Weg auf. Es ist ein Weg, den auch Deutschland beschreiten müsste – wenn es denn den politischen Willen dazu aufbrächte.
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