
US-Wirtschaft wächst stärker als erwartet – doch die Zahlen sind längst Schnee von gestern

Während die Welt sich längst mit aktuelleren Entwicklungen beschäftigt, veröffentlichte das Bureau of Economic Analysis (BEA) nun eine revidierte Fassung der US-Wirtschaftsdaten für das dritte Quartal 2025. Das Ergebnis: Die amerikanische Wirtschaft wuchs mit einer annualisierten Rate von 4,4 Prozent – der höchste Wert seit zwei Jahren. Doch was auf den ersten Blick wie eine Erfolgsmeldung klingt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als statistisches Nachspiel einer längst vergangenen Epoche.
Regierungsschließung verzögert Berichterstattung
Die Ironie der Geschichte: Aufgrund des rekordlangen Government Shutdowns in den Vereinigten Staaten musste die ursprünglich für den 19. Dezember 2025 geplante dritte Schätzung verschoben werden. Was nun als "Revision" präsentiert wird, interessiert an den Finanzmärkten kaum noch jemanden. Die Korrektur nach oben fiel mit gerade einmal 0,1 Prozentpunkten ohnehin mikroskopisch klein aus – von ungerundeten 4,340 auf 4,370 Prozent.
Die Treiber des Wachstums im Detail
Betrachtet man die einzelnen Komponenten, zeigt sich ein differenziertes Bild. Der private Konsum, traditionell das Rückgrat der amerikanischen Wirtschaft, trug mit 2,34 Prozent zum Gesamtwachstum bei – leicht niedriger als die ursprünglich gemeldeten 2,39 Prozent. Auch die Investitionen wurden nach unten korrigiert und steuerten nur noch 0,15 statt 0,19 Prozent bei.
Erfreulicher entwickelte sich hingegen der Außenhandel. Die Nettoexporte wurden von 1,59 auf 1,62 Prozent nach oben revidiert – ein Lichtblick in Zeiten zunehmender handelspolitischer Spannungen. Die Lagerbestände, die zunächst mit minus 0,22 Prozent das Wachstum bremsten, wurden auf minus 0,12 Prozent korrigiert. Der Staatssektor schließlich trug mit 0,38 Prozent praktisch unverändert zum Ergebnis bei.
Inflation bleibt hartnäckig
Was Anleger und Sparer gleichermaßen beunruhigen dürfte: Der Preisindex für inländische Käufe stieg im dritten Quartal um 3,4 Prozent. Die Kerninflation, gemessen am PCE-Index ohne Nahrungsmittel und Energie, lag bei 2,9 Prozent – weiterhin deutlich über dem Zielwert der Federal Reserve.
Diese Zahlen verdeutlichen einmal mehr, warum physische Edelmetalle als Inflationsschutz in keinem ausgewogenen Portfolio fehlen sollten. Während Papierwährungen kontinuierlich an Kaufkraft verlieren, haben Gold und Silber über Jahrhunderte ihren Wert bewahrt.
Fazit: Rückblick mit begrenzter Aussagekraft
Die revidierten BIP-Zahlen mögen akademisch interessant sein, für die aktuelle Wirtschaftspolitik sind sie jedoch weitgehend irrelevant. Viel spannender dürften die zeitnäheren Inflationsdaten sein, die das wahre Ausmaß der Geldentwertung offenbaren. Für konservative Anleger bleibt die Botschaft klar: In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und anhaltender Inflation bieten physische Edelmetalle einen bewährten Anker der Stabilität.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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