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Kettner Edelmetalle
20.04.2026
08:56 Uhr

Vom Autobauer zur Werkbank Pekings: VW soll künftig chinesische Fahrzeuge fertigen

Vom Autobauer zur Werkbank Pekings: VW soll künftig chinesische Fahrzeuge fertigen

Was einst als stolzes Symbol deutscher Ingenieurskunst galt, könnte schon bald zum verlängerten Fließband der Volksrepublik China verkommen. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) hat nach einer mehrtägigen China-Reise einen Vorschlag unterbreitet, der die deutsche Automobilindustrie in ihren Grundfesten erschüttern dürfte: In den traditionsreichen VW-Werken in Wolfsburg und andernorts sollen künftig chinesische Elektroautos gebaut werden. Man müsse darüber „offen diskutieren", ließ der SPD-Politiker verlauten.

Ein Ministerpräsident als Türöffner für Peking

Lies' Wort hat Gewicht – und das ist Teil des Problems. Der niedersächsische Regierungschef sitzt seit Mai 2025 im Aufsichtsrat der Volkswagen AG, das Land Niedersachsen gehört zu den größten Anteilseignern des Konzerns. Wenn ein Mann in dieser Doppelfunktion derartige Vorschläge macht, dann ist das keine bloße Gedankenspielerei, sondern ein politisches Signal von erheblicher Tragweite.

„Dass die Chinesen in unsere europäischen Märkte drängen, werden wir nicht verhindern können", konstatierte Lies gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung mit einer Nonchalance, die an Kapitulation grenzt. Statt die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, statt die Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen zu verbessern, statt die erdrückende Bürokratie und die explodierenden Energiekosten anzugehen, schlägt ein deutscher Ministerpräsident allen Ernstes vor, die Produktionshallen des einstigen Vorzeigekonzerns für chinesische Hersteller zu öffnen.

Die Bankrotterklärung der deutschen Industriepolitik

Man muss sich die Dimension dieses Vorstoßes einmal vergegenwärtigen. Volkswagen – gegründet 1937, über Jahrzehnte das Rückgrat der deutschen Automobilindustrie, Arbeitgeber für Hunderttausende – soll nun zum Auftragsfertiger für jene Konkurrenten werden, die den Konzern in den vergangenen Jahren systematisch vom chinesischen Markt verdrängt haben. Lies verwies auf die bereits bestehende Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern und darauf, dass bald neue, gemeinsam entwickelte Modelle in China auf den Markt kämen. Daraus ergäben sich „ganz automatisch" Perspektiven für eine Kooperation auch in Europa.

Ganz automatisch? Was hier als pragmatische Lösung verkauft wird, ist in Wahrheit die Bankrotterklärung einer Industriepolitik, die über Jahre hinweg sehenden Auges in die Sackgasse gefahren ist. Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache: Der Gewinn von Volkswagen hat sich im Geschäftsjahr 2025 nahezu halbiert. Bis 2030 sollen in Deutschland rund 50.000 Stellen gestrichen werden. Und die Antwort der Politik? Nicht etwa eine Kurskorrektur, nicht etwa niedrigere Energiepreise oder weniger Regulierung – nein, man öffnet die Tore für die chinesische Konkurrenz.

Wenn der Bock zum Gärtner wird

Lies plädierte zudem für einen „pragmatischeren Umgang" mit Peking und forderte eine Überarbeitung der nationalen Chinastrategie. Die rhetorische Frage, die er dabei aufwarf, entlarvt sein Denken: Sei China ein Konkurrent, vor dem man sich schützen müsse, oder solle man nicht vielmehr von dessen Erfolgen „partizipieren"? Eine bemerkenswerte Formulierung. Denn „partizipieren" bedeutet in diesem Kontext nichts anderes als: sich abhängig machen. Deutschland hat in den vergangenen Jahrzehnten bereits schmerzlich erfahren, wohin einseitige Abhängigkeiten führen – man denke nur an die fatale Energieabhängigkeit von Russland.

Dass ausgerechnet ein SPD-Politiker, dessen Partei sich stets als Hüterin der Arbeitnehmerrechte inszeniert, einen Vorschlag unterbreitet, der langfristig den Druck auf deutsche Löhne und Arbeitsbedingungen massiv erhöhen dürfte, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Denn eines ist klar: Wenn chinesische Autos in deutschen Werken gebaut werden, dann wird der Kostendruck unweigerlich steigen. Die chinesischen Partner werden kaum bereit sein, deutsche Premiumlöhne für die Fertigung ihrer Fahrzeuge zu bezahlen.

Deutschland wird zur Werkbank – eine historische Umkehr

Es ist eine Zeitenwende, die sich hier abzeichnet, und zwar keine positive. Jahrzehntelang war China die „Werkbank der Welt", fertigte Produkte nach westlichen Entwürfen und zu westlichen Bedingungen. Nun droht sich dieses Verhältnis umzukehren. Deutschland, einst Exportweltmeister und Technologieführer, soll zum Fertigungsstandort für chinesische Konzerne degradiert werden. Ein Treppenwitz der Wirtschaftsgeschichte.

Die Ursachen für diesen Niedergang sind vielfältig, aber sie sind keineswegs schicksalhaft. Sie sind das Ergebnis politischer Fehlentscheidungen: einer ideologiegetriebenen Energiewende, die die Strompreise in astronomische Höhen getrieben hat; einer Bürokratie, die jede unternehmerische Initiative im Keim erstickt; einer Steuerlast, die international ihresgleichen sucht; und einer Verkehrspolitik, die den Verbrenner verteufelt hat, ohne eine tragfähige Alternative zu bieten. All das hat dazu geführt, dass deutsche Automobilhersteller im globalen Wettbewerb zunehmend ins Hintertreffen geraten.

Wer seine Produktionshallen für die Konkurrenz öffnet, statt die eigene Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen, hat den Kampf bereits aufgegeben.

Ein Weckruf für die deutsche Wirtschaftspolitik

Statt sich in Abhängigkeit von Peking zu begeben, bräuchte Deutschland eine grundlegende wirtschaftspolitische Neuausrichtung. Niedrigere Energiekosten, weniger Bürokratie, eine technologieoffene Verkehrspolitik und eine Steuerpolitik, die Investitionen fördert statt bestraft – das wären die Hebel, um den Industriestandort Deutschland wieder wettbewerbsfähig zu machen. Doch davon ist in den Äußerungen des niedersächsischen Ministerpräsidenten nichts zu hören.

In Zeiten wie diesen, in denen die wirtschaftliche Unsicherheit wächst und traditionsreiche Industriezweige vor dem Umbruch stehen, zeigt sich einmal mehr der Wert beständiger Anlagen. Während Aktienkurse von Automobilkonzernen einbrechen und ganze Branchen ins Wanken geraten, haben sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, tut gut daran, Edelmetalle als stabilisierendes Element in ein breit diversifiziertes Portfolio aufzunehmen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung.

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