
Vom Volksauto zum Volkspanzer: Wie Volkswagen mit Steuergeldern in die Rüstung flüchtet
Was für eine Ironie der Geschichte. Der Konzern, der einst gegründet wurde, um dem deutschen Volk ein erschwingliches Automobil zu schenken, kann offenbar keine wettbewerbsfähigen Autos mehr bauen – und sucht sein Heil nun ausgerechnet in der Produktion von Militärfahrzeugen. Volkswagen, einst Stolz der deutschen Ingenieurskunst, mutiert zum Subunternehmer des militärisch-industriellen Komplexes. Finanziert, versteht sich, mit dem Geld des Steuerzahlers.
Das Elektro-Debakel als Brandbeschleuniger
Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache: Im Jahr 2025 brach der Gewinn nach Steuern bei Volkswagen um satte 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro ein. Der politisch erzwungene Schwenk zur Elektromobilität – jenes ideologische Prestigeprojekt, das von grünen Traumtänzern und willfährigen Konzernlenkern gleichermaßen vorangetrieben wurde – erweist sich als das, was nüchterne Beobachter von Anfang an prognostiziert hatten: ein wirtschaftliches Fiasko. Deutschlands größter Autobauer ist mit seinen Stromern schlicht nicht wettbewerbsfähig. Nicht gegen die Chinesen, nicht gegen Tesla, nicht einmal gegen die eigenen Verbrenner-Modelle vergangener Tage.
Statt nun die offensichtlichen Fehler der vergangenen Jahre einzugestehen und sich auf das zu besinnen, was deutsche Automobilbauer einst groß gemacht hat – nämlich herausragende Verbrennungsmotoren und überlegene Ingenieursleistung –, flüchtet der Wolfsburger Konzern in eine gänzlich andere Branche. Man könnte fast meinen, die Konzernstrategen hätten beschlossen, dass es einfacher sei, Panzer zu bauen, als mit BYD zu konkurrieren.
Osnabrück wird zur Waffenschmiede
Im Werk Osnabrück, wo derzeit noch rund 2.300 Mitarbeiter zivile Fahrzeuge wie das VW T-Roc Cabrio fertigen, soll schon bald militärisches Gerät vom Band rollen. Das Cabrio läuft nur noch bis 2027, die Porsche-Produktion endet bereits in diesem Jahr. Was danach kommt, klingt wie aus einem Drehbuch für einen dystopischen Wirtschaftsthriller: Militärfahrzeuge, Luftabwehrsysteme, vielleicht sogar Komponenten für den israelischen „Iron Dome".
Ursprünglich hatte VW den Rüstungsriesen Rheinmetall als Partner für die Umstellung des Osnabrücker Werks ins Auge gefasst. Doch Rheinmetall winkte ab – offenbar traut man dem Autobauer die nötige Kompetenz nicht zu, oder die Konditionen stimmten nicht. Nun sollen der deutsch-französische Panzerhersteller KNDS sowie das israelische Unternehmen Rafael Advanced Defense Systems als potenzielle Interessenten im Gespräch sein.
Eigenentwicklungen unter Geheimhaltung
Doch VW belässt es nicht beim bloßen Vermieten seiner Produktionskapazitäten. Mitte März präsentierte der Konzern auf der Verteidigungsmesse „Enforce Tac" in Nürnberg gleich zwei eigene Militärfahrzeuge: den MV.1 und den MV.2. Ersterer basiert auf dem Amarok und verfügt über Tarnbeleuchtung, Blackout-Schalter für verdeckte Einsätze sowie einen verstärkten Unterbodenschutz. Der MV.2, abgeleitet vom Transporter Crafter, soll als mobile Führungsstelle, medizinisches Versorgungsfahrzeug oder logistische Einheit dienen können. Beide Prototypen wurden am Standort Osnabrück unter strikter Geheimhaltung entwickelt. Man fragt sich unwillkürlich: Warum eigentlich geheim? Schämt man sich etwa?
Ein beunruhigender Trend in der deutschen Industrie
Volkswagen steht mit seinem Schwenk zur Rüstung keineswegs allein. Eine aktuelle Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer offenbart einen Trend, der nachdenklich stimmen sollte: Fast ein Drittel der befragten Industrieunternehmen sieht mittlerweile Geschäftschancen im Verteidigungs- und Sicherheitssektor. Rund jedes sechste Industrieunternehmen in Deutschland sei bereits Teil der Wertschöpfungskette der Rüstungsindustrie. Im Fahrzeugbau seien es sogar 36 Prozent der Betriebe, die direkt oder indirekt im Verteidigungssektor tätig sind.
Was auf den ersten Blick nach wirtschaftlicher Dynamik und Anpassungsfähigkeit aussehen mag, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als schleichende Transformation zur Staatsabhängigkeit. Denn Rüstungsproduktion bedeutet nichts anderes als Abhängigkeit von öffentlichen Aufträgen – und damit von politischen Entscheidungen, Haushaltsplänen und, ja, auch von der Fortdauer internationaler Konflikte. Ist das wirklich die Zukunft, die wir uns für den Wirtschaftsstandort Deutschland vorstellen?
Kriegswirtschaft als Wachstumsmodell?
Man muss kein Ökonom sein, um die Problematik zu erkennen. Wenn Industriekapazitäten, die einst der Befriedigung individueller Bedürfnisse und der Aufrechterhaltung einer freien Marktwirtschaft dienten, zunehmend in den unproduktiven Staatskonsum umgelenkt werden, dann ist das kein Wachstum – dann ist das eine Fehlallokation von Ressourcen monumentalen Ausmaßes. Innovationen in klassischen Konsumgüterbranchen wie Automobil, Stahl oder Chemie treten in den Hintergrund. Die ohnehin angeschlagene Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland wird weiter ausgehöhlt.
Besonders perfide: Unternehmen, die erst einmal am Tropf staatlicher Rüstungsaufträge hängen, entwickeln naturgemäß ein Eigeninteresse an höheren Staatsausgaben – und lobbyieren entsprechend. Die Rüstungsindustrie ist in dieser Hinsicht bereits bestens aufgestellt. Airbus Defence and Space gab allein im Jahr 2021 über 2,6 Millionen Euro für Lobbyarbeit aus. Rheinmetall investierte 1,2 Millionen Euro. Man darf gespannt sein, welche Summen VW künftig in die politische Einflussnahme stecken wird, um seine neuen Geschäftsfelder abzusichern.
Das 500-Milliarden-Euro-Kartenhaus
All dies geschieht vor dem Hintergrund eines ohnehin fragwürdigen wirtschaftspolitischen Kurses. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur aufgelegt – Schulden, die kommende Generationen über Jahrzehnte hinweg durch Steuern und Abgaben werden bedienen müssen. Und das, obwohl der Kanzler im Wahlkampf versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen. Nun fließt ein erheblicher Teil dieser Mittel in die Aufrüstung, und Konzerne wie VW positionieren sich als willige Empfänger dieser staatlichen Großzügigkeit.
Die Frage, die sich jeder mündige Bürger stellen sollte, lautet: Wollen wir wirklich eine Volkswirtschaft, deren vermeintliches „Wachstum" auf Rüstungsproduktion und Staatsschulden basiert? Rüstungsgüter mögen zur Sicherheit eines Landes beitragen – nachhaltigen Wohlstand für die breite Bevölkerung schaffen sie nicht. Ein Militärfahrzeug, das in einer Kaserne steht, generiert keine Exporterlöse wie ein Golf, der in Shanghai verkauft wird.
Wenn der Staat zum wichtigsten Kunden wird
Was wir hier beobachten, ist im Grunde das Eingeständnis eines doppelten Versagens. Erstens: Die politisch verordnete Elektrowende hat einen der wichtigsten deutschen Industriekonzerne in eine existenzielle Krise gestürzt. Zweitens: Statt die regulatorischen Fesseln zu lösen und VW wieder das bauen zu lassen, was der Konzern am besten kann – nämlich bezahlbare, zuverlässige Verbrenner-Automobile –, wird nun die nächste staatlich alimentierte Scheinlösung präsentiert.
In Zeiten, in denen das Vertrauen in Papierwährungen und staatliche Versprechen rapide schwindet, in denen Schuldenorgien als „Sondervermögen" verkauft werden und ganze Industriezweige vom Tropf öffentlicher Aufträge abhängig gemacht werden, dürfte es kaum verwundern, dass immer mehr Bürger nach verlässlichen Werten suchen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als Vermögenssicherung bewährt – unabhängig davon, ob Volkswagen gerade Käfer, E-Autos oder Kübelwagen baut. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene Stabilität, die in einer zunehmend von staatlicher Willkür geprägten Wirtschaftsordnung bitter nötig ist.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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