
Warsh als neuer Fed-Chef: Trump-Entscheidung lässt Bitcoin und Gold abstürzen
Die Finanzmärkte wurden am späten Donnerstagabend von einer Nachricht erschüttert, die wie ein Blitz aus heiterem Himmel einschlug: Donald Trump plant offenbar, den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh als Nachfolger von Jerome Powell an die Spitze der amerikanischen Notenbank zu berufen. Die Reaktion der Märkte war unmittelbar und brutal – Bitcoin, Gold und Aktien-Futures stürzten ab, während der Dollar in die Höhe schoss.
Ein Tweet, der die Märkte in Aufruhr versetzte
Alles begann kurz nach 19 Uhr amerikanischer Ostküstenzeit, als Trump zunächst einen früheren Bericht widerlegte, wonach er seinen Kandidaten erst nächste Woche bekanntgeben würde. Stattdessen kündigte der Präsident an, seine Wahl für Powells Nachfolge bereits am Freitagmorgen zu enthüllen. Was folgte, war ein Lehrstück darüber, wie schnell sich Informationen – oder zumindest Gerüchte – in der modernen Finanzwelt verbreiten.
Auf der Wettplattform Polymarket explodierten die Quoten für Kevin Warsh förmlich nach oben. Bemerkenswert dabei: Bereits eine Stunde zuvor hatte es eine kuriose Trendwende gegeben, bei der Warsh den bisherigen Favoriten Rick Reider überholte. Ein weiterer Hinweis darauf, dass in Washington offenbar wieder einmal jemand etwas wusste, bevor es offiziell wurde.
Der Falke, der zum Täubchen werden sollte
Kevin Warsh ist in Finanzkreisen kein Unbekannter. Der ehemalige Fed-Gouverneur hat sich über Jahre hinweg einen Ruf als einer der hawkischsten Vertreter der amerikanischen Geldpolitik erarbeitet. Er plädierte stets für eine straffere Geldpolitik und eine Verkleinerung der Fed-Bilanz – Positionen, die in direktem Widerspruch zu Trumps bekannter Vorliebe für niedrige Zinsen stehen.
Interessanterweise hat Warsh seinen Kurs in jüngster Zeit merklich geändert, was Beobachter als Versuch werten, sich bei Trump einzuschmeicheln. Die Ironie dabei ist kaum zu übersehen: Trump scheint einen Falken zu engagieren, in der Hoffnung, eine Taube zu bekommen. Diesen Film haben wir bereits gesehen, wie ein Marktkommentator treffend bemerkte.
Die Marktreaktion spricht Bände
Die Auswirkungen der Nachricht waren verheerend für bestimmte Anlageklassen. Bitcoin, das ohnehin einen katastrophalen Tag hinter sich hatte, stürzte nach der Bloomberg-Bestätigung noch weiter ab. Für Trump persönlich dürfte dies besonders schmerzhaft sein, da Kryptowährungen einen erheblichen Teil seines Nettovermögens ausmachen.
Auch Gold musste erneut Federn lassen, während Treasury-Renditen und der Dollar stiegen – eine Entwicklung, die das Versprechen günstigerer Wohnimmobilien in weite Ferne rücken lässt. Die Märkte preisen offensichtlich eine straffere Geldpolitik unter Warsh ein, ungeachtet seiner jüngsten rhetorischen Kehrtwende.
Noch ist nichts in Stein gemeißelt
Trump selbst gab sich am Donnerstagabend geheimnisvoll. Seine Wahl werde nicht allzu überraschend sein und jeder in der Finanzwelt werde den Namen kennen, so der Präsident. Der vielsagende Hinweis: "Viele Leute denken, dass dies jemand ist, der schon vor ein paar Jahren dort hätte sein können."
Dennoch warnen selbst Bloomberg-Quellen, dass die Entscheidung erst mit der formellen Ankündigung endgültig sei. Angesichts der negativen Marktreaktion ist nicht auszuschließen, dass Trump – bekannt für seine Unberechenbarkeit – seinen Kurs noch ändert. Die "LOW ENERGY KEVIN"-Posts liegen vermutlich bereits in den Entwürfen bereit, wie ein Beobachter süffisant anmerkte.
Was bedeutet dies für Anleger?
Die aktuelle Situation unterstreicht einmal mehr die Bedeutung einer diversifizierten Anlagestrategie. Während digitale Währungen und selbst Gold kurzfristig unter Druck geraten können, bleibt physisches Edelmetall langfristig ein bewährter Anker in turbulenten Zeiten. Gerade in Phasen politischer Unsicherheit und geldpolitischer Umbrüche hat sich Gold historisch als verlässlicher Wertspeicher erwiesen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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