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Kettner Edelmetalle
13.07.2026
09:21 Uhr

Wenn das Zweite die Realität ertränkt: ZDF erklärt Freibad-Gewalt mit Hitze und Testosteron

Es ist das immergleiche Sommer-Schauspiel, das sich Jahr für Jahr in deutschen Freibädern abspielt: sobald die Temperaturen steigen, häufen sich die Meldungen über Massenschlägereien, Übergriffe und Ausschreitungen. Und ebenso zuverlässig meldet sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk zu Wort, um dem verdutzten Bürger zu erklären, dass all das mit einer bestimmten, seit Jahren geänderten Realität nun wirklich nichts zu tun habe. Das ZDF hat mit seiner jüngsten Reportage „Sommer, Sonne, Schlägerei? – Brennpunkt Freibad“ ein Lehrstück geliefert, das die Grenze zwischen journalistischer Berichterstattung und aktiver Realitätsverweigerung endgültig verwischt.

Der Klimawandel als bequemer Sündenbock

Statt beim Kern des Problems anzusetzen, greift der Sender zu einer bemerkenswert kreativen Erklärung: die Hitze sei schuld. Eine Security-Mitarbeiterin darf gleich zu Beginn verkünden, je heißer es werde, desto erhitzter seien die Gemüter und desto schneller schlage die Laune um. Ach so. Es sind also nicht etwa gewaltbereite Gruppen, die mit der hiesigen Badekultur schlicht nichts anzufangen wissen, sondern das Thermometer.

Neu ist diese abenteuerliche These freilich nicht. Schon vor drei Jahren hatte der WDR den sogenannten „Hot-Long-Summer-Effekt“ bemüht, um Massenschlägereien zu erklären. Der Klimawandel als Universalschuldiger für sämtliche gesellschaftlichen Verwerfungen – bequemer geht es kaum.

Männer, Männer, Männer – aber bloß nicht die Herkunft

Als zweiter Schuldiger wird in der Reportage das männliche Geschlecht auserkoren. Man verweist auf die Polizeistatistik, wonach im vergangenen Jahr 266 männliche und lediglich 26 weibliche Tatverdächtige wegen schwerer Körperverletzung beschuldigt worden seien. Eine Zahl, die zweifellos stimmt – nur verschweigt der Sender geflissentlich, dass das Bundeskriminalamt seine Statistik eben nicht nur nach Geschlecht, sondern auch nach Nationalität aufschlüsselt.

Bei schwerer Körperverletzung in Schwimmbädern standen 162 deutschen Tatverdächtigen 130 mutmaßliche Täter mit ausländischer Staatsangehörigkeit gegenüber. Bei Sexualdelikten überwog die Zahl der nichtdeutschen Beschuldigten mit 237 gegenüber 130 Deutschen sogar deutlich.

Das Gros dieser Tatverdächtigen stamme laut BKA aus Syrien, Afghanistan oder der Türkei. Man muss zudem wissen: Wer eine doppelte Staatsangehörigkeit besitzt, wird in dieser Statistik als Deutscher geführt – die tatsächliche Verzerrung dürfte also noch deutlicher ausfallen. All diese Fakten? Im ZDF Fehlanzeige.

Der „zufällige“ Badegast und sein bemerkenswertes Urteil

Der eigentliche Höhepunkt dieser Realitätsverbiegung aber ist ein Badegast, den der Sender ausführlich zu Wort kommen lässt. Deutsche seien „genauso“ problematisch wie Ausländer, so seine These – die Klauerei, „alles Mögliche“, das läge ja schließlich nicht speziell an den Ausländern. Ein Satz, der wie bestellt in das gewünschte Narrativ passt. Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um sich zu fragen, wie repräsentativ solch eine Aussage sein soll.

Ein Spiegelbild – aber wovon?

Immerhin räumt selbst die Reportage ein, dass es derartige Auseinandersetzungen früher nicht gegeben habe. Ein Betriebsleiter aus Gelsenkirchen spricht davon, man sei früher „noch respektvoll miteinander umgegangen“, das „Egomanische“ sei nicht so im Vordergrund gestanden. Freibäder, so sagt er richtig, seien ein Spiegelbild der Gesellschaft.

Doch genau hier verweigert das ZDF die entscheidende Frage: Wovon genau ist dieses Spiegelbild ein Abbild? Welche gesellschaftlichen Veränderungen führen dazu, dass Bademeister ihre Arbeit heute nur noch unter dem Schutz privater Sicherheitsdienste verrichten können? Diese Frage bleibt im Nebel des Verschweigens stecken.

Wenn Freibäder zu Hochsicherheitstrakten werden

Der Sender krönt seine Ausführungen schließlich mit der Behauptung, es sei mittlerweile „fast wieder so wie früher“. Freibad und Security gehörten eben zusammen. Man reibt sich verwundert die Augen. Wenn Ausweiskontrollen, Taschenvisitationen und patrouillierende Sicherheitskräfte zur neuen Normalität in Familienschwimmbädern erklärt werden, dann ist eben gerade nichts mehr so wie früher.

Diese Verharmlosung durch Gebührengeld finanzierter Sender ist symptomatisch für eine Politik und einen medialen Apparat, die sich seit Jahren weigern, die Folgen einer verfehlten Migrationspolitik beim Namen zu nennen. Nicht nur unsere Redaktion, sondern ein Großteil der Bürger dieses Landes hat längst erkannt, dass die zunehmende Gewalt in Freibädern, an Bahnhöfen und in Innenstädten kein Naturphänomen ist, das sich mit Sommerhitze wegerklären ließe. Wir brauchen Politiker, die endlich wieder für die Sicherheit der eigenen Bürger einstehen – und einen Rundfunk, der Tatsachen berichtet, statt sie im Chlorwasser zu ertränken.

Am Ende bleibt die bittere Erkenntnis: Wer die Ursachen konsequent verschweigt, wird die Probleme niemals lösen. Und während die Verantwortlichen weiter von Hitzewellen fabulieren, verlagert sich das Vertrauen vieler Deutscher zunehmend auf beständigere Werte – auf das, was auch in unsicheren Zeiten Bestand hat. Gold und Silber etwa haben in Jahrtausenden weder Sommerhitze noch politische Realitätsverweigerung gefürchtet.

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