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Kettner Edelmetalle
29.05.2026
12:43 Uhr

Wenn die Universität zum Kampfplatz wird: Über 500 „Wissenschaftler“ erklären der AfD den Krieg

Wenn die Universität zum Kampfplatz wird: Über 500 „Wissenschaftler“ erklären der AfD den Krieg

Es ist ein Schauspiel, das man kaum für möglich halten würde, wäre es nicht bittere Realität: Mehr als 500 Wissenschaftler – so jedenfalls die Selbstbezeichnung – haben sich zusammengeschlossen, um in der ersten Juniwoche an mehr als 70 deutschen Hochschulen eine bundesweite „antifaschistische Themenwoche“ auf die Beine zu stellen. Über 240 Veranstaltungen, von Vorträgen über Seminare bis zu Podiumsdiskussionen, sollen die Bürger vor einer angeblich „drohenden faschistischen Gefahr“ warnen. Das Feindbild ist dabei so klar wie vorhersehbar: die AfD.

Aus der Lehranstalt wird die Kampfzentrale

Unter dem kämpferischen Motto „Wissenschaft gegen Faschismus“ versammeln sich Professoren und studentische Aktivisten, allen voran das linke Netzwerk „Studis gegen Rechts“, das laut den vorliegenden Informationen organisatorisch und personell eng mit dem Antifa-Bündnis „Widersetzen“ verflochten sein soll. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Einrichtungen, die einst der nüchternen Erkenntnis und dem freien Denken verpflichtet waren, mutieren zu Mobilisierungsmaschinen für linke Straßenproteste.

An der Universität Göttingen, so heißt es, würden im Rahmen der Themenwoche gleich mehrere Veranstaltungen jenes Aktionsbündnisses beworben, das Anfang Juli den AfD-Parteitag in Erfurt „mit allen Mitteln verhindern“ wolle. Verhindern – mit allen Mitteln. Das klingt nicht nach demokratischer Auseinandersetzung, sondern nach der Verhinderung einer legalen, vom Bundesverfassungsgericht nicht verbotenen Partei.

Die Titel sprechen für sich

Wer wissen will, wie es um die Ausgewogenheit dieser „wissenschaftlichen Debatte“ bestellt ist, muss sich nur die Titel der geplanten Veranstaltungen ansehen. „Was ist eigentlich Faschismus und wie bekämpfen wir ihn am besten?“ oder „Was heißt ‚Nie wieder Faschismus!‘ 2026? Mit Infos zu Widersetzen“. Eine ergebnisoffene Diskussion sieht anders aus. Hier wird das Ergebnis gleich mitgeliefert, der Rest ist Inszenierung.

Wissenschaft, die ihre Schlussfolgerung bereits im Titel trägt, hat aufgehört, Wissenschaft zu sein. Sie ist zur Agitation geworden.

Die Gewerkschaft zieht die Hitler-Karte

Besonders entlarvend ist die Unterstützung durch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die eine direkte Parallele zur Machtergreifung der NSDAP ziehe. Man habe 1933 als Universität dem Faschismus den ideologischen Boden bereitet – heute hingegen stelle man sich tapfer der „wachsenden faschistischen Gefahr“ entgegen. Andreas Keller vom GEW-Vorstand erklärte, „rechte und autoritäre Kräfte“ würden versuchen, kritische Forschung unter Druck zu setzen, und Beschäftigte dürften dazu „nicht schweigen“.

Man fragt sich unwillkürlich: Wer setzt hier eigentlich wen unter Druck? Wer reguläre Lehrveranstaltungen aussetzt, um stattdessen politische Kampfveranstaltungen abzuhalten, der sollte mit dem Wort „Wissenschaftsfreiheit“ vorsichtiger umgehen. Denn die echte Bedrohung der Freiheit von Forschung und Lehre kommt nicht von jenen, die anders denken – sie kommt von jenen, die abweichende Meinungen gar nicht erst zulassen wollen.

Die Steuerzahler-Frage

Es lohnt sich, einen nüchternen Blick auf die Zahlen zu werfen. In Deutschland gibt es nach gängigen Schätzungen rund 52.000 hauptberufliche Professuren. 500 Unterzeichner – das sind weniger als ein Prozent. Von einem breiten Aufstand der deutschen Wissenschaft kann also kaum die Rede sein. Vielmehr drängt sich der Eindruck auf, dass es sich um eine überschaubare, aber lautstarke Gruppe aus den geisteswissenschaftlichen Nischen handelt, deren Lehrstühle bei einer kritischen Überprüfung staatlicher Ausgaben womöglich nicht zu den ersten Gewinnern zählen würden.

Wer schützt eigentlich die Wissenschaftsfreiheit?

Die eigentliche Ironie dieser Geschichte liegt darin, dass jene, die ständig vor einer Einschränkung der Meinungsfreiheit warnen, selbst am eifrigsten daran arbeiten, eine unliebsame Partei und ihre Wähler aus dem demokratischen Diskurs zu drängen. Millionen Bürger, die der AfD ihre Stimme geben, werden pauschal in die Nähe einer historischen Katastrophe gerückt. Das ist keine Aufklärung – das ist Spaltung.

Eine Hochschule, die ihre Neutralität aufgibt und sich offen am politischen Tageskampf beteiligt, verspielt ihr wertvollstes Gut: das Vertrauen der Öffentlichkeit in ihre Unabhängigkeit. Der Höhepunkt der Themenwoche, ein Podium am 3. Juni an der Berliner Humboldt-Universität unter dem Titel „Wissenschaft zwischen Analyse und demokratischem Widerstand“, illustriert das Dilemma treffend: Wo Analyse aufhört und „Widerstand“ beginnt, da endet die Wissenschaft und beginnt der Aktivismus.

Ein Fazit zur Vermögenssicherung in unsicheren Zeiten

Wenn selbst die Bildungsinstitutionen eines Landes zu Schauplätzen ideologischer Grabenkämpfe werden, wächst bei vielen Bürgern das Misstrauen gegenüber den Institutionen insgesamt. In Zeiten politischer und gesellschaftlicher Unsicherheit suchen kluge Sparer nach Werten, die sich der Vereinnahmung durch Politik und Ideologie entziehen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind seit Jahrtausenden ein bewährter Anker zur Vermögenssicherung – frei von Gegenparteirisiken, unabhängig von politischen Moden und ein sinnvoller Baustein eines breit gestreuten Portfolios.

Hinweis: Der vorliegende Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.

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