
Wenn Regenbogen auf Halbmond trifft: Britische Grüne zerreißen sich zwischen Trans-Ideologie und Islam
Es gibt politische Momente, die so absurd sind, dass selbst der begabteste Satiriker sie nicht hätte erfinden können. Die britische Green Party liefert gerade ein solches Schauspiel – und es offenbart schonungslos die inneren Widersprüche jener linksliberalen Bewegungen, die auch in Deutschland seit Jahren den gesellschaftlichen Diskurs dominieren wollen.
Ein Rave mit Folgen
Ende März versammelten sich Zehntausende am Londoner Trafalgar Square zu einer Demonstration „gegen rechts" – jenes ritualisierte Happening, das man mittlerweile aus ganz Europa kennt. Im Anschluss folgte ein sogenannter „House Against Hate"-Rave, organisiert von linksliberalen Gruppierungen. Soweit, so vorhersehbar. Doch was dann geschah, dürfte die Parteiführung der britischen Grünen noch lange beschäftigen.
Parteichef Zack Polanski tanzte auf der Bühne neben einem Mann in aufreizender Frauenkleidung. Die frisch gewählte Abgeordnete Hannah Spencer stand ebenfalls auf dem Podium. Ein Videoclip der Szene verbreitete sich rasend schnell in den sozialen Medien – und löste innerhalb der Partei einen Sturm aus, der die ohnehin fragile Einheit der Grünen nun ernsthaft bedroht.
Die unmögliche Allianz
Denn die britische Green Party hat sich in den vergangenen Jahren ein Profil zugelegt, das bei nüchterner Betrachtung schlicht nicht zusammenpasst. Einerseits positioniert sich die Partei als entschiedene Verfechterin der Transgender-Bewegung und der sogenannten „queeren Befreiung". Andererseits umwirbt sie mit großem Aufwand die muslimisch-britische Wählerschaft – mit Urdu-Wahlkampfmaterial, Moschee-Besuchen und einer dezidiert pro-palästinensischen Haltung, die bisweilen in bedenkliche Nähe zur Hamas und zur Muslimbruderschaft rücke.
Viele muslimische Wähler hatten Labour wegen deren Haltung zum Gaza-Konflikt den Rücken gekehrt und waren zu den Grünen gewechselt. Die Abgeordnete Spencer verdankte ihren Wahlsieg nicht zuletzt der gezielten Ansprache genau dieser Wählergruppe. Doch nun zeigt sich mit brutaler Deutlichkeit: Wer Pride-Flaggen neben palästinensischen Fahnen schwenkt, baut auf einem Fundament, das jederzeit brechen kann.
Stellvertretender Parteichef verweigert Trans-Bekenntnis
Der stellvertretende Parteichef Mothin Ali, ein praktizierender Muslim, weigerte sich kürzlich, die in linken Kreisen quasi sakrosankte Formel „Trans-Frauen sind Frauen" uneingeschränkt zu unterschreiben. Seine Religion gehe vor, so Ali. Eine bemerkenswerte Aussage, die den fundamentalen Konflikt auf den Punkt bringt. Auf der anderen Seite des innerparteilichen Grabens wirft der frühere Vize-Chef seiner eigenen Partei einen „toxischen Cocktail aus Islamismus" vor und klagt wegen Diskriminierung sowohl genderkritischer als auch islamkritischer Mitglieder.
Es ist kompliziert? Nein, eigentlich ist es ganz einfach. Es ist das logische Ergebnis einer Politik, die versucht, unvereinbare Weltanschauungen unter einem ideologischen Dach zu vereinen – allein zusammengehalten durch die gemeinsame Ablehnung dessen, was man pauschal als „rechts" etikettiert.
Ein Lehrstück auch für Deutschland
Was sich auf der britischen Insel abspielt, ist keineswegs ein insulares Phänomen. Die Spannungen innerhalb der linksislamischen Allianz, wie man sie treffend nennen könnte, existieren in ganz Europa. Auch in Deutschland kennt man die groteske Situation, dass sich Parteien gleichzeitig als Vorkämpfer für LGBTQ-Rechte und als Verteidiger eines konservativen Islam inszenieren – zwei Positionen, die sich in wesentlichen Punkten diametral widersprechen.
Während Parteichef Polanski nach dem Rave von „Freude und Einheit" schwärmte, brodelte es in den muslimischen Ortsverbänden. Berichte über Austritte und massiven Unmut kursieren, auch wenn offizielle Zahlen bislang nicht vorliegen. Die Partei steht vor einem Dilemma, das keine noch so geschickte Rhetorik auflösen kann: Wer allen alles versprechen will, wird am Ende niemanden zufriedenstellen.
Für konservative Beobachter ist dieses Schauspiel wenig überraschend. Wer traditionelle Werte wie Familie, klare Geschlechterrollen und eine kohärente gesellschaftliche Ordnung über Bord wirft, um sie durch ein Sammelsurium sich widersprechender Identitätspolitiken zu ersetzen, der erntet früher oder später genau das, was die britischen Grünen jetzt erleben: eine Partei, die sich selbst zerreißt. Die Frage ist nicht ob, sondern nur wann ähnliche Verwerfungen auch die deutschen Grünen und ihre ideologischen Verbündeten mit voller Wucht treffen werden.

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