Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
08.05.2026
10:27 Uhr

Wenn Satire zur Waffe wird: Der ÖRR-Angriff auf einen Podcaster, der einfach nur zugehört hat

Wenn Satire zur Waffe wird: Der ÖRR-Angriff auf einen Podcaster, der einfach nur zugehört hat

Die NDR-Satiresendung „Extra 3" hat sich in ihrer jüngsten Ausgabe einen neuen Feind ausgesucht – und der ist weder Politiker noch Mächtiger, sondern schlicht ein Podcaster, der seine Arbeit machte. Benjamin Berndt, Betreiber des Formats „Ben ungeskriptet", hatte den AfD-Politiker Björn Höcke zu einem viereinhalbstündigen Gespräch eingeladen. Was folgte, war ein Lehrstück darüber, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit jenen umgeht, die sich nicht in das vorgegebene Meinungskorsett pressen lassen.

Der Vorwurf: Wer Höcke zuhört, ist verdächtig

Moderator Christian Ehring höhnte in der Sendung über die angebliche Unprofessionalität des Podcast-Formats. Für diese „neue Form des Journalismus" brauche es weder Konzept noch Vorbereitung, weder Recherche noch Volontariat. Sogar seine tote Oma, so Ehring, könne so etwas. Die Botschaft ist unmissverständlich: Wer nicht den steuerfinanzierten Pfad des Staatsfunks beschreitet, gehört nicht in den Club der „echten" Journalisten.

Und dann der Knaller: In einem Sketch tritt eine Parodiefigur namens „Sven Sverndt" auf, die in einem fiktiven Podcast namens „unkritisch" nacheinander Martin Sellner, Wladimir Putin und – Trommelwirbel – Adolf Hitler interviewt. Die Botschaft könnte plumper kaum sein. Wer mit Höcke spricht, der spricht im Geiste auch mit dem Diktator des Dritten Reiches. Eine geschmackvolle Gleichsetzung, finanziert vom Zwangsgebührenzahler.

Die alte Leier vom „kritischen" Journalismus

Ehring beklagt, dass viele Bürger den klassischen Medien nicht mehr vertrauten und annähmen, Journalisten erhielten Vorgaben aus der Politik. Sein Konter: „Merz ruft jeden Morgen bei uns an, aber wir gehen einfach nicht ans Telefon." Gelächter im Studio. Doch der Witz entlarvt sich selbst. Wer in den vergangenen Jahren beobachtet hat, wie gleichförmig der öffentlich-rechtliche Rundfunk über bestimmte Themen berichtet, wie konsequent bestimmte Stimmen ausgegrenzt und andere hofiert werden, der braucht keinen Anruf aus dem Kanzleramt mehr. Die Schere im Kopf erledigt das längst von selbst.

Bemerkenswert ist auch, wie der Podcaster Berndt im Sketch in den Mund gelegt bekommt: „Bei mir können Menschen ungeniert Monologe führen, die woanders wegen kritischer Einordnung oder Faktenchecks keine Bühne mehr bekommen." Im Klartext: Wer abweichende Stimmen zu Wort kommen lässt, ohne sie in Echtzeit zu zensieren oder zu „kontextualisieren", begeht journalistisches Sakrileg. Dass es gerade die offene Form des Gesprächs ist, die seit jeher als Königsdisziplin journalistischer Arbeit galt – Stichwort: lange Interviews, ausführliche Porträts –, scheint in Hamburg vergessen worden zu sein.

Esken und die Werbeboykott-Forderung

Zur ÖRR-Kanonade gesellte sich SPD-Frau Saskia Esken mit einem Instagram-Video, in dem sie Werbepartner des Podcasts aufforderte, ihre Anzeigen zurückzuziehen. „Blacklisting hilft", verkündete sie unverblümt. Eine Politikerin der Regierungspartei ruft öffentlich zum wirtschaftlichen Druck gegen ein unabhängiges Medienformat auf, weil ihr dessen Inhalte missfallen. Wäre dies in einem anderen Land geschehen – nehmen wir Ungarn oder die Türkei –, wären die Empörungswellen in deutschen Redaktionen tagelang nicht abgerissen.

Der Streisand-Effekt schlägt zu

Was den Akteuren von „Extra 3" und Esken offenbar entgeht: Mit ihrer Kampagne haben sie dem Podcast die kostenlose Werbung des Jahres beschert. Über fünf Millionen Zugriffe sprechen eine eigene Sprache. Wer einer Stimme die Bühne nehmen will, baut ihr in Wahrheit eine größere. Diese simple Mediendynamik scheint in den Hamburger Funkhäusern noch nicht angekommen zu sein.

Der eigentliche Skandal ist jedoch ein anderer: Eine Sendung, die durch Zwangsgebühren der Bürger finanziert wird, nutzt diese Mittel, um einen privaten Konkurrenten in die Nähe von Massenmördern zu rücken. Das ist keine Satire mehr, sondern Diffamierung mit öffentlich-rechtlichem Siegel. Und es zeigt, in welcher Verfassung sich der einstige Qualitätsanspruch des deutschen Rundfunks befindet: Statt Kontrolle der Mächtigen liefert man Kontrollverlust gegenüber freien Stimmen.

Ein Symptom, kein Einzelfall

Die Episode reiht sich ein in eine Serie von Vorgängen, in denen etablierte Medieninstitutionen mit aller Kraft versuchen, das Meinungsmonopol zu verteidigen, das ihnen längst entglitten ist. Die Bürger informieren sich heute über Podcasts, alternative Plattformen und unabhängige Magazine. Sie wollen lange Gespräche statt zerhackter 90-Sekunden-Beiträge, sie wollen sich ihre eigene Meinung bilden statt vorgekaute Schlagworte serviert zu bekommen. Und genau das fürchten die Platzhirsche im gebührenfinanzierten System.

Wer einem Politiker viereinhalb Stunden lang zuhört, ohne ihn permanent zu unterbrechen, betreibt nicht Propaganda – er betreibt Aufklärung. Der Zuhörer entscheidet selbst, was er von dem Gehörten hält. Das ist Demokratie. Dass dies bei „Extra 3" als Beihilfe zum Faschismus dargestellt wird, sagt mehr über den Zustand der Sendung als über den Zustand des Journalismus.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen