
Wenn Selbstjustiz zur „wichtigen Debatte“ wird: Wie das ZDF mit unserem Zwangsbeitrag linke Gewaltfantasien adelt
Es gibt Momente, in denen die Maske der Neutralität so tief rutscht, dass sich selbst hartgesottene Beobachter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verwundert die Augen reiben. Ein solcher Moment ereignete sich am vergangenen Samstagabend, als die ZDF-Kabarettsendung „Die Anstalt“ ihre 100. Ausgabe zelebrierte – und dabei ausgerechnet die Forderung nach Selbstjustiz zum schützenswerten Kulturgut erhob. Der Zuschauer, der diesen Auftritt mit seinem monatlichen Rundfunkbeitrag zwangsweise mitfinanziert, durfte staunen.
Aus der Anstalt wird die „AntifAnstalt“
Unter dem entlarvenden Titel „DieAntifAnstalt 100“ knüpften die Moderatoren an die Debatte um den zuvor ausgeladenen Rapper Danger Dan an. Der Sender hatte dessen Auftritt untersagt – vernünftigerweise, möchte man meinen, angesichts des Liedtextes, der verurteilte Linksextremisten wohlwollend besingt und mit einer alles andere als subtilen Andeutung zur Selbstjustiz aufruft. Doch statt einer kritischen Auseinandersetzung folgte das genaue Gegenteil: Die Moderatoren lasen die fragwürdigen Passagen vor und drehten sie sich zurecht, bis aus dem Aufruf zur Gewalt ein „wertvoller Debattenbeitrag“ wurde.
Die bemerkenswerte Logik der Gebührenprofiteure
Besonders aufschlussreich geriet die Argumentation der Moderatorin Maike Kühl. Selbstjustiz sei „ja nicht das Mittel unserer Wahl“, versicherte sie – um im selben Atemzug einen Kollegen die Relativierung nachliefern zu lassen. Man wolle zwar keine Selbstjustiz, so Claus von Wagner, doch dieser Satz lasse sich „in München ganz selbstverständlich sagen. Aber in manchen Gegenden Ostdeutschlands eben nicht mehr“. Dort herrsche ein „Klima der Angst und Einschüchterung“.
„Was passiert, wenn der Staat sein Gewaltmonopol nicht durchsetzt und Menschen ungeschützt vor Nazis sind? Wer springt da ein? Und was würden wir da tun?“ – so die rhetorische Frage von Max Uthoff.
Man verstehe diese Argumentationskette einmal in ihrer ganzen Ungeheuerlichkeit: Weil der Staat angeblich versage, sei es doch irgendwie nachvollziehbar, wenn Menschen zur Selbstjustiz griffen. Genau jene Bürger, die konsequente innere Sicherheit von der Politik einfordern, werden seit Jahren als hysterisch abgetan. Doch sobald es um linke Gewalt geht, entdeckt der Staatsfunk plötzlich sein Verständnis für den Faustrecht-Reflex.
Der blinde Fleck auf dem linken Auge
Als Beleg für ihre These führten die Moderatoren die rechtsextreme Kampfsportgruppe Knockout 51 aus Eisenach an, deren Mitglieder rechtskräftig verurteilt wurden. Niemand bestreitet, dass rechtsextreme Gewalt ein reales und verurteilenswertes Problem darstellt. Doch die perfide Konstruktion der Sendung besteht darin, aus einem verurteilten rechten Fall die Legitimation für linke Gewaltexzesse abzuleiten – jene brutalen Übergriffe, die sich immer wieder gegen Unbeteiligte und gegen Menschen aus dem konservativen Spektrum richten.
Wer erinnert sich nicht an die Bilder brennender Barrikaden, verletzter Polizisten und eingeschlagener Schaufensterscheiben? Von diesem Terror, der Nacht für Nacht in deutschen Städten stattfindet, kein Wort. Stattdessen widmete sich der Schlussteil der Sendung erwartungsgemäß der AfD und der von ihr angeblich ausgehenden Gefahr – während die tatsächliche Straßengewalt der Antifa unter den Teppich gekehrt wurde.
Ein Musical für den Umsturz
Den Höhepunkt bildete ein eigens inszeniertes Broadway-Musical, in dem gesungen wurde: „Wir haben nur noch diesen einen Schuss. Maximal noch den einen Schuss. Und wenn wir es jetzt nicht packen, die Faschos einzusacken, dann ist mit der Demokratie Schluss.“ Dazwischen die obligatorische Forderung nach einem AfD-Verbot. Man stelle sich für einen Moment vor, eine Sendung hätte in umgekehrter Richtung derartige Bilder bemüht – der mediale Aufschrei wäre ohrenbetäubend gewesen.
Im ZDF gegen das ZDF – ein durchsichtiges Spiel
Bemerkenswert war die Distanzierungsakrobatik der Moderatoren. „Wir sind nicht das ZDF. Wir teilen auch nicht die Einschätzung des ZDF“, betonte Uthoff, während Kühl ergänzte: „Wir sind im ZDF gegen das ZDF.“ Eine geradezu putzige Selbstinszenierung als Widerständler – finanziert vom Beitragszahler, gesendet auf öffentlich-rechtlicher Frequenz, mit Millionenbudget und Sendeplatz zur besten Zeit. Rebellion sieht anders aus.
Diese Form des vermeintlichen Kabaretts hat mit ausgewogener Meinungsbildung, wie sie der Rundfunkstaatsvertrag eigentlich vorschreibt, nichts mehr gemein. Wer die Relativierung von Gewalt zur „wichtigen Debatte“ verklärt und dabei einseitig politisch Position bezieht, missbraucht das Privileg der Zwangsfinanzierung. Es ist kein Zufall, dass die Rufe nach einer grundlegenden Reform – oder gar Abschaffung – des überkommenen Gebührensystems immer lauter werden. Und diese Kritik ist längst nicht mehr die Meinung einer Randgruppe, sondern die eines wachsenden Teils der deutschen Bevölkerung, der sich fragt, warum er für derartige Inhalte bezahlen muss.
Ein System, das sich selbst überlebt hat
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wurde einst gegründet, um Vielfalt, Ausgewogenheit und Neutralität zu sichern. Was davon übrig geblieben ist, offenbart sich in Sendungen wie dieser mit erschreckender Deutlichkeit. Wenn selbst ernannte Satiriker mit Gebührengeldern die Gewaltfantasien einer politischen Richtung veredeln, dann ist der Auftrag der Objektivität endgültig verspielt.
In einer Zeit, in der viele Bürger nach Stabilität, Sicherheit und verlässlichen Werten suchen, wenden sich immer mehr Menschen bewährten Formen der Vermögenssicherung zu. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie unabhängig von politischen Moden und ideologischen Verwerfungen ihren Wert bewahren. Als solide Beimischung eines breit gestreuten Portfolios bieten sie jenen Halt, den man in einem zunehmend polarisierten gesellschaftlichen Klima andernorts vergeblich sucht.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Er ersetzt weder eine individuelle Rechts- noch Steuerberatung. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren beziehungsweise fachkundigen Rat einholen.
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