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23.01.2026
18:38 Uhr

Werbebranche schwört auf Ausgrenzung: Keine Zusammenarbeit mit der AfD – koste es, was es wolle

Werbebranche schwört auf Ausgrenzung: Keine Zusammenarbeit mit der AfD – koste es, was es wolle

Die deutsche Werbebranche hat sich erneut in den Dienst der politischen Ausgrenzung gestellt. Beim jährlichen Neujahrsempfang des Gesamtverbandes Kommunikationsagenturen (GWA) in Hamburg verkündete Jan-Philipp Jahn, CEO von Serviceplan Germany, mit geradezu missionarischem Eifer die totale Abgrenzung zur Alternative für Deutschland. Keine Einladungen, keine Gespräche, keine noch so rudimentäre Zusammenarbeit – so lautet das Credo einer Branche, die sich offenbar mehr der politischen Haltung als dem freien Wettbewerb verpflichtet fühlt.

Der Verfassungsschutz als Alibi für Gesinnungspolitik

Besonders bemerkenswert erscheint die Begründung, die Jahn für diese fundamentale Ausgrenzung anführt. Der Verfassungsschutzbericht sei ein „objektives Kriterium", das jede inhaltliche Debatte überflüssig mache. Eine erstaunliche Argumentation, wenn man bedenkt, dass der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang selbst einräumte, die Behörde sei nicht allein dafür zuständig, die Umfragewerte der AfD zu senken. Welch entlarvende Aussage über die vermeintliche Objektivität dieser Institution!

Die Frage drängt sich auf: Seit wann entscheidet ein Inlandsgeheimdienst darüber, mit welchen demokratisch gewählten Parteien man sprechen darf? In den beiden deutschen Diktaturen des vergangenen Jahrhunderts haben Geheimdienste die Opposition bekämpft und damit Einparteiensysteme zementiert. Die Parallelen sind frappierend, auch wenn sie von den selbsternannten Demokratieverteidigern geflissentlich ignoriert werden.

Lukrative Staatsaufträge und politische Gefälligkeiten

Der zeitliche Zusammenhang zwischen den markigen Worten und den geschäftlichen Erfolgen der Serviceplan Group lässt aufhorchen. Erst vor zwei Wochen sicherte sich der Mutterkonzern von Jan-Philipp Jahn einen monumentalen Werbeetat von 180 Millionen Euro – ausgerechnet von der Europäischen Kommission. Hinzu kommen weitere Aufträge der Bundesregierung, darunter eine „Employer-Branding-Kampagne" für das Auswärtige Amt.

Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um hier einen Zusammenhang zu vermuten. Wer derart üppig von staatlichen Geldern profitiert, der singt naturgemäß das Lied dessen, der ihn bezahlt. Die 180 Millionen Euro stammen wohlgemerkt aus den Taschen hart arbeitender europäischer Steuerzahler – Geld, das für Propaganda ausgegeben wird, während die Infrastruktur verfällt und die Wirtschaft schwächelt.

Die Arroganz der Haltungsindustrie

Jahns rhetorische Frage, worüber man eigentlich mit der AfD sprechen solle, offenbart eine erschreckende intellektuelle Selbstgefälligkeit. Eine Partei, die in Umfragen regelmäßig über zwanzig Prozent erreicht und Millionen von Bürgern repräsentiert, wird kurzerhand für gesprächsunwürdig erklärt. Die Befürworter eines demokratischen Diskurses werden als naive Anhänger eines „Entzaubern durch Einbinden"-Ansatzes verspottet.

Dabei zeigt gerade die Geschichte, dass Ausgrenzung und Dämonisierung politischer Bewegungen diese nicht schwächen, sondern stärken. Jede Verweigerung des Dialogs, jede demonstrative Abgrenzung wird von den Betroffenen als Bestätigung ihrer These wahrgenommen, dass das Establishment sie fürchtet. Die Werbebranche, die eigentlich um die Wirkung von Botschaften wissen sollte, scheint diese elementare Erkenntnis verdrängt zu haben.

Gleichschaltung im Namen der Demokratie

Was wir hier beobachten, ist nichts weniger als eine freiwillige Gleichschaltung ganzer Branchen. Nach den Kirchen, dem Sport und zahlreichen Verbänden reiht sich nun auch die Werbeindustrie in den Chor der Ausgrenzenden ein. Die Ironie dabei: All dies geschieht im Namen der Demokratie, während gleichzeitig demokratische Grundprinzipien wie der freie Meinungsaustausch und die Gleichbehandlung aller politischen Akteure mit Füßen getreten werden.

Die einzige Kritik, die Jahn an der Bundesregierung zu äußern wagte, betraf bezeichnenderweise nicht die desaströse Wirtschaftspolitik, nicht die unkontrollierte Migration, nicht die explodierende Kriminalität – sondern die mangelnde Umsetzung flexibler Wochenarbeitszeiten. Eine Prioritätensetzung, die Bände spricht über die Blase, in der sich diese Branche bewegt.

Ein Spiegelbild gesellschaftlicher Spaltung

Deutschland erlebt eine Zeit beispielloser gesellschaftlicher Polarisierung. Die Kriminalität erreicht Rekordwerte, Messerangriffe gehören zum traurigen Alltag, und die wirtschaftliche Substanz des Landes erodiert zusehends. Doch statt sich diesen drängenden Problemen zu widmen, erschöpft sich ein Teil der Wirtschaftselite in demonstrativer Haltung und politischer Positionierung.

Die Bürger dieses Landes haben ein feines Gespür dafür entwickelt, wer ihre Interessen vertritt und wer sich lediglich bei den Mächtigen anbiedert. Die Werbebranche mag sich in ihrer moralischen Überlegenheit sonnen – doch die Geschichte lehrt, dass solche Selbstgefälligkeit selten von Dauer ist. Wenn die politischen Verhältnisse sich ändern, werden auch die Werbefachleute ihre Haltung überdenken müssen. Denn am Ende zählt im Geschäftsleben nicht die Gesinnung, sondern der Erfolg.

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