
Windel-Hühner im Dom: NRW will Skandal-Ensemble 240.000 Euro zahlen!

Ausgerechnet das Tanzensemble, das mit tiefgefrorenen Hühnern in Windeln vor dem Altar des Paderborner Doms bundesweit für Kopfschütteln sorgte, soll vom Land Nordrhein-Westfalen erneut kräftig gefördert werden. Für die Jahre 2027 bis 2029 sind für die Gruppe „bodytalk“ jeweils 80.000 Euro vorgesehen, zusammen 240.000 Euro Steuergeld. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage hervor.
Eine Jury entscheidet, der Steuerzahler zahlt
Gestellt hatte die Anfrage der AfD-Landtagsabgeordnete Hartmut Beucker. Laut der Antwort der Landesregierung habe eine unabhängige Jury das Ensemble aus Münster für den kommenden Förderzeitraum der „Spitzen- und Exzellenzförderung Tanz“ vorgeschlagen. Endgültig sei die Förderung aber noch nicht: Sie stehe unter dem Vorbehalt, dass das Juryvotum angenommen werde.
Spitzen- und Exzellenzförderung also. Man muss sich das Wort auf der Zunge zergehen lassen. Viele Bürger dürften sich fragen, nach welchen Maßstäben in Düsseldorf über „Exzellenz“ entschieden wird. Und noch etwas fällt auf: Wenn ein Gremium entscheidet, muss sich am Ende kein Politiker für die Auswahl rechtfertigen.
Rückblick: Sensen, nackte Oberkörper, „Fleisch ist Fleisch“
Bekannt wurde das Ensemble über NRW hinaus am 15. Mai 2025. Im Hohen Dom zu Paderborn wurde damals mit einem Festakt die Sonderausstellung „775 – Westfalen“ eröffnet. In der ersten Reihe saßen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Erzbischof Udo Markus Bentz.
Was dann folgte, sorgte für Fassungslosigkeit. Zuerst schwangen eine Frau und ein halbnackter Mann Sensen vor dem Altar. Danach trat ein weiterer Mann mit nacktem Oberkörper auf. Er trug eine Schüssel mit gerupften Tiefkühlhühnern, die in Windeln gewickelt waren. Die toten Tiere wurden auf Händen durch den Altarraum getragen, während der Performer zur Melodie des Opus-Hits „Live Is Life“ aus den 80er-Jahren die Worte „Fleisch ist Fleisch“ sang.
Petition, Entschuldigung, Strafanzeige
Die Empörung war gewaltig. Zehntausende unterschrieben eine Online-Petition gegen das, was sie als Entweihung ihres Doms empfanden. Das Paderborner Domkapitel bat um Entschuldigung und kündigte an, künftige Aufführungen genauer zu prüfen.
Medienberichten zufolge erstattete ein Rechtsanwalt aus Iserlohn sogar Anzeige gegen den Erzbischof. Die Staatsanwaltschaft Paderborn habe es jedoch abgelehnt, ein Ermittlungsverfahren einzuleiten. Strafrechtlich ist der Fall damit erledigt. Für viele Gläubige ist er es noch lange nicht.
1,13 Millionen seit 2012, und es kommt noch mehr
Neu ist das Geld vom Land nicht. Wie aus einer früheren parlamentarischen Anfrage hervorgeht, hat „bodytalk“ seit 2012 insgesamt 1,13 Millionen Euro aus NRW-Kassen erhalten. Kommt die neue Förderung, steigt die Summe auf rund 1,37 Millionen Euro.
Natürlich gilt die Kunstfreiheit, und das ist richtig so. Das Grundgesetz schützt auch Provokation. Es verpflichtet den Staat aber nicht, ausgerechnet die Provokation im Gotteshaus anschließend auch noch als Spitzenleistung zu bezahlen. Da liegt der Kern der Kritik: Niemand verbietet dem Ensemble seine Kunst. Fraglich ist nur, warum der Steuerzahler sie finanzieren soll.
Ein Signal mit Folgen
Pikant ist, dass Ministerpräsident Wüst den Auftritt im Mai 2025 selbst miterlebt hat. Seine schwarz-grüne Landesregierung will nun weiter Geld an die Gruppe geben. Kritiker sehen darin ein fatales Signal an alle Bürger, die mit Steuern und Abgaben den Staatshaushalt finanzieren und dafür einen sorgsamen Umgang mit ihrem Geld erwarten dürfen. Es bleibt die Frage, ob in Düsseldorf irgendjemand das Juryvotum noch kritisch prüft oder ob es einfach durchgewunken wird.
Kostenloses Live-Webinar
Der Great Reset fürs Geldsystem
Was sich bis 2029 an Ihrem Geld ändert und was Sie vorher tun können.

PeterHahne
ErnstWolff
Dr.Brandenburg
Prof. Dr.Polleit
MichaelMross
OutdoorChiemgau
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik













