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28.10.2026
14:35 Uhr
KI-generiert

Zinswende in Kanada: Ölpreis-Inflation zwingt Notenbank zur Kehrtwende!

Zinswende in Kanada: Ölpreis-Inflation zwingt Notenbank zur Kehrtwende!
Symbolbild: KI-generiert

Die Bank of Canada hat am Mittwoch den Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent angehoben. Grund ist die Inflation, die sich hartnäckig hält und vom teuren Öl angetrieben wird. Der Goldpreis in kanadischen Dollar gab nach der Entscheidung leicht nach. Eines zeigt der Schritt aber deutlich: Das Inflationsgespenst ist zurück.

Lockerung vorbei, jetzt wird wieder gestrafft

Der Schritt kam nicht überraschend. In einer Reuters-Umfrage hatte vorab die Mehrheit der befragten Ökonomen mit genau dieser Erhöhung gerechnet. Der Bankzins steigt auf 2,75 Prozent, der Einlagensatz auf 2,45 Prozent.

Bemerkenswert ist die Wende trotzdem. 2024 und 2025 hatten die Währungshüter in Ottawa den Leitzins Schritt für Schritt vom Hoch bei 5 Prozent heruntergeholt. Nun drehen sie die Richtung wieder um. Medienberichten zufolge ist es die erste Anhebung seit Jahren. Notenbankchef Tiff Macklem hält sich weitere Schritte offen.

„There could be a need to increase the policy rate further, but given uncertainties, Governing Council agreed to proceed carefully.“

Übersetzt heißt das: Weitere Zinserhöhungen könnten nötig werden, man wolle aber wegen der vielen Unsicherheiten vorsichtig vorgehen.

Öl als Brandbeschleuniger

Laut der Notenbank liegt die Inflation in Kanada seit April bei etwa 3 Prozent, und das vor allem wegen des anhaltend hohen Ölpreises. Bis zum Jahresende erwartet sie einen Anstieg auf 3,5 Prozent. Für 2027 rechnet sie im Schnitt mit 3 Prozent, also einen vollen Prozentpunkt mehr als noch im Juli prognostiziert. Das Zwei-Prozent-Ziel soll erst Mitte 2028 wieder erreicht werden.

Die Begründung kennt man in Deutschland nur zu gut. Die Notenbank will verhindern, dass sich die hohen Energiepreise auf andere Waren und Dienstleistungen ausbreiten. Genau das haben deutsche Verbraucher 2022 erlebt: Erst wurden Strom und Gas teurer, dann Brot, Butter und Handwerkerrechnungen. Als größte Risiken nennen die Kanadier die Lage im Nahen Osten und die Frage, wie Unternehmen ihre Kosten an die Kunden weitergeben.

Trumps Zölle bremsen die Konjunktur

Bei der Konjunktur ist das Bild gemischt. Im zweiten Quartal wuchs die Wirtschaft um 3,3 Prozent, für das dritte deuten die Indikatoren auf etwa 2 Prozent hin. Das ist mehr als erwartet. Für das vierte Quartal 2026 sagt die Notenbank allerdings ausdrücklich einen Dämpfer voraus, und zwar wegen neuer US-Zölle.

Insgesamt soll Kanadas Wirtschaft 2026 nur um 1 Prozent wachsen. 2027 und 2028 sollen es dann jeweils 2 Prozent werden, getragen von Investitionen, Exporten und staatlichen Ausgaben. Beim Immobilienmarkt bleibt die Notenbank pessimistisch. Die Weltwirtschaft schätzt sie robuster ein und erwartet 3,1 Prozent Wachstum für 2026. Gleichzeitig warnt sie vor schwankenden Aktien- und Kreditmärkten, die mit der Unsicherheit über den KI-Sektor zu tun hätten.

Gold im Rückwärtsgang, aber nur kurz?

Am Devisenmarkt schwankte der kanadische Dollar vor der Bekanntgabe kräftig, der Kurs lag zuletzt bei rund 1,404 Loonie je US-Dollar. Gold in kanadischer Währung notierte nach der Entscheidung bei 5.684,40 Dollar je Unze und damit 0,36 Prozent im Minus. In US-Dollar lag das Edelmetall zuletzt um die Marke von 4.000 Dollar. Der Markt wartet jetzt auf den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed.

Fazit: Teurer Strom, teures Geld und sicheres Gold

Die Entscheidung aus Ottawa zeigt, wie schnell die Zeit des billigen Geldes enden kann, wenn die Energiepreise nicht mitspielen. Für deutsche Sparer ist das eine Warnung. Hierzulande steigen die Staatsschulden mit Hunderten Milliarden Euro an Sondervermögen, und die Energiepolitik bleibt teuer. Wer davon ausgeht, dass die Inflation endgültig besiegt ist, könnte eine böse Überraschung erleben.

Physisches Gold und Silber kann in einem breit gestreuten Vermögen deshalb eine sinnvolle Ergänzung sein, als Absicherung gegen schwindende Kaufkraft, die nicht von Versprechen der Notenbanken abhängt.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder Edelmetallen. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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