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Kettner Edelmetalle
25.08.2026
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Zuckersteuer-Absurdität: Jetzt soll auch Cola Zero teurer werden!

Zuckersteuer-Absurdität: Jetzt soll auch Cola Zero teurer werden!
Symbolbild: KI-generiert

Berlin, 25. August 2026: Die Bundesregierung will ihre geplante Zuckersteuer offenbar massiv ausweiten – auf Getränke, in denen überhaupt kein Zucker steckt. Nach einem Papier aus dem Bundesfinanzministerium von Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD), das der "Bild" vorliegt, sollen künftig auch zuckerfreie Produkte wie Cola Zero besteuert werden.

26 Cent pro Liter sollen demnach fällig werden, wenn ein Getränk statt Zucker Süßstoffe enthält. Ein Getränk ohne eine einzige Kalorie Zucker – belastet mit einer Zuckersteuer. Absurder geht es kaum.

Die eigene Kommission sagte etwas völlig anderes

Pikant: Die von der Bundesregierung selbst eingesetzte FinanzKommission Gesundheit hatte ausdrücklich empfohlen, sich am Zuckergehalt zu orientieren. Künstliche Süßstoffe sollten explizit steuerfrei bleiben – logisch, denn das erklärte Ziel war ja, die Hersteller zur Rezeptur-Umstellung und die Verbraucher zu weniger Zucker zu bewegen.

Genau diese Logik wird nun offenbar über Bord geworfen. Wer als Hersteller brav auf Zucker verzichtet hat, wird künftig trotzdem zur Kasse gebeten. Kritiker sehen darin den Beweis, dass es nie um Gesundheit ging, sondern um Kasse.

Die Schwelle sinkt – Haferdrinks im Visier

Auch der Einstieg soll verschärft werden. Statt bei fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter greift die Steuer laut dem Papier künftig schon ab 4,5 Gramm. Betroffen wären damit auch zahlreiche Pflanzendrinks – ausgerechnet jene Haferdrinks, die im Regal groß mit "ohne Zuckerzusatz" werben. Über die geplante Einbeziehung von Pflanzendrinks hatte zuvor bereits die "Lebensmittel Zeitung" berichtet.

Die geplante Staffelung im Überblick:

  • 4,5 bis 7 Gramm Zucker pro 100 ml: 26 Cent pro Liter
  • mehr als 7 Gramm: 32 Cent pro Liter
  • ab 10 Gramm: neue Spitzenstufe mit 38 Cent pro Liter

Zusätzlich sollen Medienberichten zufolge Milchmischgetränke, Süßstoffgetränke und alkoholische Getränke einbezogen werden. Reine Milch und hundertprozentige Fruchtsäfte blieben ausgenommen.

Vom Gesundheitsprojekt zur reinen Verbrauchsteuer

Klingbeil hatte die Abgabe Anfang Juli bei der Vorstellung des Haushalts 2027 noch mit einem eingängigen Satz begründet:

"Was krank macht, wird also teurer."

Nur: Aus der ursprünglich zweckgebundenen Abgabe soll wegen verfassungsrechtlicher Bedenken eine reguläre Verbrauchsteuer werden. Deren Einnahmen sind rechtlich eben nicht an Gesundheitsausgaben gekoppelt – sie landen im großen Topf. Offiziell soll das Geld den Bundeszuschuss für die gesetzlichen Krankenkassen aufstocken.

Erwartet werden für 2027 rund 650 Millionen Euro, danach etwa 450 Millionen Euro jährlich. Kein Betrag, der einen Haushalt rettet – aber einer, den am Ende der Kunde an der Kasse zahlt, quer durch alle Einkommensschichten.

Ein Muster, das viele Bürger kennen

Aus Sicht unserer Redaktion folgt der Vorgang einem bekannten Drehbuch: Eine Maßnahme wird moralisch verkauft, dann im Detail so ausgeweitet, dass am Ende möglichst viele zahlen. Wer Süßstoff-Limonade besteuert, kann sich auf Gesundheit kaum noch berufen.

Für Sparer ist die Botschaft dieselbe wie bei jeder neuen Abgabe: Kaufkraft wird schleichend abgeschöpft. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber gelten vielen Anlegern gerade deshalb als bewährter Baustein zur Vermögenssicherung in einem breit gestreuten Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren beziehungsweise fachlichen Rat einholen.

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