
Zweierlei Maß: Wenn SPD-Größen bei der Trauerfeier scherzen, schweigt das Land

Es gibt Bilder, die sich einbrennen. Armin Laschet, Juli 2021, im Hintergrund einer Ansprache des Bundespräsidenten in Erftstadt – lachend, während Menschen im Ahrtal ihre Toten zählten. Dieses Bild kostete ihn womöglich die Kanzlerschaft. Und wer damals am lautesten schrie, wer die Charakterfrage stellte, wer sich „sprachlos“ gab? Genau: die SPD.
Fünf Jahre später, Berlin, St. Marienkirche. Ein Gedenkgottesdienst für die Opfer des islamistischen Terroranschlags auf den Christopher Street Day. Und auf Fernsehbildern des Senders Welt ist zu sehen, wie sich die SPD-Politiker Saskia Esken und Alfonso Pantisano nach dem Gottesdienst auf dem Vorplatz offenbar bestens amüsierten. Gescherzt, geschmunzelt, gelacht – im Angesicht frischer Gräber.
Die Empörungsmaschine läuft nur in eine Richtung
Man erinnere sich an die Formulierungen von damals. Der heutige Vizekanzler Lars Klingbeil, seinerzeit SPD-Generalsekretär, ließ die Öffentlichkeit wissen, er sei „wirklich sprachlos“. Kevin Kühnert legte nach: „Eine Frage des Charakters“. Der Druck wurde so groß, dass Laschet öffentlich zu Kreuze kriechen musste – die Situation sei unpassend gewesen, es tue ihm leid. Wenige Wochen später verlor die Union mit 24,1 Prozent so krachend wie nie zuvor in ihrer Geschichte.
Und heute? Kein Aufschrei. Keine Talkshow-Runde, die die Charakterfrage stellt. Keine Sondersendung, kein moralisches Tribunal. Die Empörungsmaschine der republikanischen Tugendwächter besitzt offenbar einen sehr präzisen Parteibuchfilter. In den sozialen Medien werfen Nutzer der SPD Doppelmoral vor – und man muss kein Anhänger politischer Nachtreterei sein, um diesen Vorwurf für berechtigt zu halten.
Wer anderen die Charakterfrage stellt, muss damit rechnen, dass sie eines Tages an ihn selbst gerichtet wird.
Menschlich? Vielleicht. Aber dann galt das auch für Laschet
Man könnte einwenden: Auch bei Trauerfeiern lachen Menschen, das sei allzu menschlich, der Kontext des Gesprächs sei unbekannt. Richtig. Nur galt dieses Argument 2021 eben nicht. Damals wurde ein Sekundenbild zur Charakterdiagnose einer ganzen Partei erhoben. Wer diesen Maßstab erfindet, darf sich nicht wundern, wenn er ihm irgendwann selbst vorgehalten wird. Das ist keine Rachsucht, das ist elementare Gleichbehandlung – jenes Prinzip, das in Deutschland zunehmend nur noch auf dem Papier existiert.
Und dann war da noch die Rede des Kanzlers
Fast schwerer wiegt allerdings, was bei diesem Gedenkgottesdienst gesagt wurde. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte, nicht erst ein Anschlag wie dieser gefährde die Freiheit – auch Intoleranz, Ausgrenzung, Diskriminierung, „dumme Redensarten“ und „schlechte Witze“ seien Teil einer solchen Gewalt. Der Attentäter war ein 21-jähriger Islamist namens Abdul Ballout.
Man lasse sich diesen rhetorischen Kunstgriff auf der Zunge zergehen: Ein islamistischer Terrorist ermordet Menschen, und der Kanzler spricht über schlechte Witze. Über Redensarten. Über die Bürger dieses Landes also, die künftig noch genauer aufpassen sollen, was sie sagen – während die eigentliche Ursache, eine seit 2015 entgleiste Migrations- und Sicherheitspolitik, im Nebel diplomatischer Allgemeinplätze verschwindet. Wer den Täter im Kollektiv der Gesellschaft auflöst, muss über Konsequenzen nicht mehr reden. Bequem für die Regierung. Tödlich für das Land.
Warum das mehr als eine Petitesse ist
Es geht hier nicht um zwei lachende Gesichter auf einem Kirchvorplatz. Es geht um ein politisches Milieu, das Moral als Waffe gegen andere führt und für sich selbst großzügige Ausnahmen kennt. Um eine Klasse, die Trauer inszeniert, Betroffenheit terminiert und anschließend zum nächsten Termin eilt – geschützt durch Personenschützer, alimentiert durch den Steuerzahler, unberührt von den Folgen ihrer eigenen Entscheidungen.
Unsere Redaktion ist überzeugt: Ein Großteil der Bürger dieses Landes hat diese Doppelmoral längst durchschaut. Die zunehmende Gewalt, die importierten Konflikte, die Messerangriffe – das ist kein Naturereignis, sondern das Resultat politischer Entscheidungen, die niemand korrigieren will, weil das Eingeständnis des Irrtums schmerzhafter wäre als das Fortschreiben des Fehlers. Deutschland braucht Politiker, die für dieses Land regieren und nicht gegen es. Und es braucht Bürger, die sich von moralischen Sonntagsreden nicht länger einlullen lassen.
Denn wer bei Trauerfeiern lacht, hat vielleicht nur einen schlechten Moment. Wer die Ursachen der Trauer verschweigt, hat ein Problem mit der Wahrheit.

Deutschland Deutschland Das große Live-Webinar am 29. Juli – wie Sie Ihr Vermögen schützen, ohne auszuwandern
Live mit Marc Friedrich, Peter Hahne, Philip Hopf, Gerald Grosz, Kay Gottschalk & Tim Kellner – moderiert von Dominik Kettner. 100 % kostenlos.





Die Stimmen des Abends

MarcFriedrich

PeterHahne

PhilipHopf

GeraldGrosz

KayGottschalk

TimKellner
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik


















