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Kettner Edelmetalle
01.09.2026
08:53 Uhr
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2.330 Euro im Monat: Das bleibt Deutschlands Rentnern zum Leben

2.330 Euro im Monat: Das bleibt Deutschlands Rentnern zum Leben
Symbolbild: KI-generiert

Das Statistische Bundesamt hat am Dienstag neue Zahlen zur Lage der Ruheständler vorgelegt – und sie sind ernüchternd. Haushalte, in denen ausschließlich Rentner und Pensionäre ab 65 Jahren leben, verfügen im Median über 2.330 Euro netto im Monat. Im Westen sind es 2.350 Euro, im Osten inklusive Berlin 2.270 Euro.

Der Median ist dabei die harte Mitte: Die eine Hälfte hat mehr, die andere weniger. Betroffen ist eine gewaltige Gruppe – rund 13,6 Millionen Menschen lebten 2025 in solchen reinen Ruheständler-Haushalten, davon 10,5 Millionen im Westen und 3,1 Millionen im Osten.

Fast alles hängt am Staat

Besonders aufschlussreich ist die Zusammensetzung dieser Einkommen. Bundesweit stammten 93 Prozent aus Renten und Pensionen. Knapp vier Prozent kamen aus Vermögen, etwa Mieten oder Kapitalerträgen, zwei Prozent aus Transferzahlungen wie der Grundsicherung im Alter, ein Prozent aus Arbeit.

Im Osten ist die Abhängigkeit noch drastischer: Dort speisen sich 96 Prozent des Haushaltseinkommens aus Renten und Pensionen, ganze ein Prozent aus Vermögen. Im Westen sind es 92 Prozent aus Renten, gut vier Prozent aus Vermögen.

Übersetzt heißt das: Für Millionen Ältere entscheidet allein die Politik über den Lebensstandard. Wer über Jahrzehnte kein eigenes Vermögen aufbauen konnte, ist jeder Rentenreform, jeder Steueränderung und jeder Inflationswelle wehrlos ausgeliefert.

Fast jeder Fünfte gilt als armutsgefährdet

Die Armutsgefährdungsquote der Ruheständler ab 65 lag laut EU-SILC 2025 bei 18,9 Prozent – Ost 18,5, West 19,0 Prozent. In der Gesamtbevölkerung sind es 16,1 Prozent. Ausgerechnet die Generation, die dieses Land aufgebaut hat, trägt also ein überdurchschnittliches Armutsrisiko.

Wichtig zur Einordnung: Gemessen wird relative Einkommensarmut. Armutsgefährdet ist nach EU-Definition, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Äquivalenzeinkommens zur Verfügung hat. Selbst genutztes Wohneigentum fließt nicht ein, solange daraus keine Einnahmen entstehen.

Das Eigenheim als stiller Puffer

Und genau hier zeigt sich das Ost-West-Gefälle am deutlichsten. 2025 lebten bundesweit 57 Prozent der Ruheständler im Eigentum, 43 Prozent zur Miete. Im Westen wohnten 61 Prozent im Eigentum – im Osten nur 44 Prozent, dort zahlen 56 Prozent Miete.

Wer mietfrei wohnt, hat faktisch mehrere Hundert Euro mehr im Monat. Wer zur Miete wohnt, spürt jede Nebenkostenabrechnung und jede energiepolitische Entscheidung sofort im Portemonnaie.

Rentenplus – und trotzdem kein Grund zum Jubeln

Zum 1. Juli 2026 stiegen die gesetzlichen Renten Medienberichten zufolge um 4,24 Prozent, der aktuelle Rentenwert kletterte von 40,79 auf 42,52 Euro. Klingt ordentlich. Doch was nach Jahren kumulierter Teuerung real übrig bleibt, ist eine ganz andere Rechnung.

Aus Sicht unserer Redaktion offenbaren die Destatis-Zahlen vor allem eines: Ein Alterseinkommen, das zu über neun Zehnteln aus staatlichen Zusagen besteht, ist keine Sicherheit, sondern ein Klumpenrisiko. Wer Handlungsspielraum behalten will, braucht privaten Vermögensaufbau – dazu zählen für viele Sparer traditionell auch physische Edelmetalle als krisenerprobte Beimischung eines breit gestreuten Vermögens.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger muss eigene Recherchen anstellen und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.

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