
25 Milliarden Dollar verbrannt: Trumps Iran-Krieg wird zum Fass ohne Boden

Es ist eine Zahl, die einem den Atem raubt: 25 Milliarden US-Dollar hat der Krieg der Vereinigten Staaten gegen den Iran nach offiziellen Pentagon-Angaben bislang verschlungen. Eine Summe, die dem gesamten Jahresbudget der NASA entspricht – verpulvert in einem Konflikt, dessen Ende niemand absehen kann. Die Bekanntgabe vor dem Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses dürfte jenen Republikanern, die bereits jetzt nervös auf die anstehenden Midterm-Wahlen blicken, kaum die Sorgenfalten geglättet haben.
Ein Krieg, der sich rechnet – aber für wen?
Jules Hurst, kommissarischer Comptroller des Pentagons, präsentierte die Zahl mit der dürren Erklärung, der Großteil der Mittel sei in Munition geflossen. Was genau in dieser Summe enthalten ist – ob Reparaturen an beschädigter Infrastruktur im Nahen Osten, ob langfristige Folgekosten – darüber schwieg sich der Beamte aus. Adam Smith, der ranghöchste Demokrat im Ausschuss, brachte den Frust auf den Punkt: Man habe die Zahl seit einer halben Ewigkeit verlangt, doch niemand habe sie liefern wollen.
Pikant: Erst im Vormonat war durchgesickert, dass allein die ersten sechs Kriegstage mindestens 11,3 Milliarden Dollar gekostet hätten. Wie aus dieser Anfangsbilanz nun nach Wochen des Konflikts lediglich 25 Milliarden geworden sein sollen, gehört zu jenen rechnerischen Wundern, die das Pentagon seit jeher beherrscht. Dass die wahre Rechnung am Ende deutlich höher ausfallen dürfte, ist für jeden Beobachter mit nüchternem Blick offensichtlich.
Hegseth gibt den Hardliner
Verteidigungsminister Pete Hegseth verteidigte den Feldzug mit kämpferischer Rhetorik. „Was würden Sie zahlen, um sicherzustellen, dass der Iran keine Atombombe bekommt?", warf er den Abgeordneten entgegen. Demokratische Kritiker, die den Krieg als Sumpf bezeichneten, geißelte er als „verantwortungslos, kraftlos und defätistisch". Die Botschaft: Wer Fragen stellt, liefert dem Feind Propaganda. Eine Argumentationslinie, die Beobachtern älteren Semesters bekannt vorkommen dürfte – sie wurde schon im Vorfeld des Irakkriegs 2003 mit ähnlicher Vehemenz vorgetragen, mit bekanntem Ausgang.
Die Bilanz nach zwei Monaten Krieg
Seit dem 28. Februar bombardieren die Vereinigten Staaten iranische Ziele. Drei Flugzeugträger sind in der Region stationiert, zehntausende zusätzliche Soldaten wurden in den Nahen Osten verlegt. Dreizehn US-Soldaten sind bereits gefallen, hunderte verwundet. Eine fragile Waffenruhe wackelt – das Pentagon steht Gewehr bei Fuß, sollte Trump erneuten Beschuss anordnen.
Die Quittung an der Zapfsäule
Die Folgen spüren die amerikanischen Bürger längst – und zwar dort, wo es am meisten schmerzt: im Geldbeutel. Der durchschnittliche Benzinpreis in den USA kletterte am Dienstag auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren. Düngemittel und andere Agrarprodukte verteuern sich, weil Öl- und Gaslieferungen ins Stocken geraten sind. Die ohnehin schon hohe Inflation bekommt durch den Krieg neuen Schwung – ein politischer Sprengsatz vor den Zwischenwahlen.
Trumps Beliebtheitswerte sind seit Beginn des gemeinsam mit Israel geführten Feldzugs spürbar eingebrochen. Lediglich 34 Prozent der Amerikaner unterstützen den Krieg laut einer aktuellen Reuters/Ipsos-Umfrage – Tendenz fallend. In republikanischen Hinterzimmern wächst die Nervosität, denn Wähler entscheiden traditionell mit dem Portemonnaie, nicht mit geopolitischen Argumenten.
Was bedeutet das für Anleger und Sparer?
Geopolitische Eskalationen dieser Größenordnung haben historisch betrachtet stets eine ähnliche Dynamik entfaltet: Energiepreise steigen, die Inflation frisst sich tiefer in die Kaufkraft, Staatshaushalte werden durch Kriegskosten zusätzlich belastet, und das Vertrauen in Papiergeldwährungen erodiert. Wer in solchen Zeiten ausschließlich auf Aktien, Anleihen oder Fondsprodukte setzt, dürfte feststellen, dass die Märkte gerade in Krisenphasen erratisch reagieren. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie als Anker in stürmischen Zeiten dienen können – sie sind kein Versprechen auf Papier, sondern reale Werte, die sich keiner Regierungsentscheidung beugen müssen.
Ein Lehrstück über staatliche Ausgabenpolitik
Während in Washington Milliarden für Kriegsführung verfeuert werden, ohne dass das Pentagon eine schlüssige Kostenaufstellung vorlegen kann, sollten europäische Beobachter genau hinsehen. Auch in Berlin werden derzeit gigantische Sondervermögen aufgelegt – 500 Milliarden Euro für Infrastruktur, dazu eine im Grundgesetz verankerte Klimaneutralität bis 2045. Die Parallele liegt auf der Hand: Wenn Regierungen erst einmal anfangen, mit dreistelligen Milliardenbeträgen zu hantieren, verliert sich der Bezug zum Geldwert. Der Steuerzahler zahlt am Ende doppelt: einmal über die direkten Abgaben und ein zweites Mal über die schleichende Geldentwertung.
Die 25 Milliarden Dollar, die das Pentagon nun beziffert hat, sind nur die Spitze des Eisbergs. Was unter der Wasserlinie schlummert – an Folgekosten, an Veteranenversorgung, an Wiederaufbau, an Schadensersatz – wird die kommenden Generationen beschäftigen. Wer glaubt, dass Krieg jemals ein Konjunkturprogramm gewesen sei, hat die Geschichtsbücher nicht aufmerksam genug gelesen.
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