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Kettner Edelmetalle
18.08.2026
08:58 Uhr
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340.000 Jobs weg: Metall-Arbeitgeber warnen vor Absturz wie nie seit 1945

340.000 Jobs weg: Metall-Arbeitgeber warnen vor Absturz wie nie seit 1945
Symbolbild: KI-generiert

Es ist ein Alarmruf, den man in dieser SchĂ€rfe selten hört: Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall sieht die deutsche Wirtschaft in der schwersten Krise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Oliver Zander erklĂ€rte am 17. August im Deutschlandfunk, allein in den Mitgliedsunternehmen des Verbandes seien in den vergangenen Jahren rund 340.000 ArbeitsplĂ€tze verschwunden. Ein Ende sei nicht in Sicht.

Eine Strukturkrise – kein Konjunkturdelle

Zander sprach von einer tiefen Strukturkrise. Als Ursachen nannte er einen globalen Wandel bei Produkten und MĂ€rkten sowie die angespannte geopolitische Lage. Übersetzt heißt das: Es geht nicht um ein schwaches Quartal, das der nĂ€chste Aufschwung wieder ausbĂŒgelt.

Deutlich wurde der Verbandschef auch gegenĂŒber der Politik. Diese habe zu wenig getan, um wettbewerbsfĂ€hige Rahmenbedingungen zu schaffen. Konkret bemĂ€ngelte er zu hohe Sozialabgaben und weiterhin hohe Energiepreise – der Standort sei unter diesen Voraussetzungen nicht mehr wettbewerbsfĂ€hig.

Die Zahlen dahinter sind noch brutaler

Ein Blick in die Verbandsstatistik zeigt, wie tief der Einschnitt reicht. Nach Angaben von Gesamtmetall arbeiteten im April 2026 noch rund 3,746 Millionen Menschen in der Metall- und Elektro-Industrie – gut 102.600 weniger als ein Jahr zuvor. Allein gegenĂŒber dem Vormonat gingen saisonbereinigt 15.600 Stellen verloren, das stĂ€rkste Minus seit Juli 2020.

GegenĂŒber 2019 fehlen dem Verband zufolge fast 320.000 ArbeitsplĂ€tze, ein RĂŒckgang um 7,8 Prozent. Die Produktion brach im selben Zeitraum sogar um rund 15 Prozent ein – doppelt so stark. Bereits im MĂ€rz hatte Zander Medienberichten zufolge fĂŒr das laufende Jahr den Verlust von bis zu 150.000 weiteren Jobs prognostiziert und wörtlich von einer Deindustrialisierung gesprochen.

Wenn Maschinen Àlter werden als die Konkurrenz

Besonders alarmierend: Die privaten AusrĂŒstungsinvestitionen liegen nach Verbandsangaben 17 Prozent unter dem Niveau von 2019, in der M+E-Industrie sogar ĂŒber 20 Prozent. Seit 2020 investieren die Betriebe demnach weniger in neue Maschinen, als sie abschreiben. Der Maschinenpark veraltet – und mit ihm die WettbewerbsfĂ€higkeit.

Warme Worte statt Reformen?

Zander ließ zuletzt keinen Zweifel daran, was er von Gipfeln und Papieren hĂ€lt:

„Es gibt aber lĂ€ngst kein Erkenntnisproblem mehr. Niemand braucht weitere Papiere oder noch mehr warme Worte. Dem Standort lĂ€uft die Zeit davon."

Ohne bessere Standortbedingungen seien allein in dieser Branche weitere 300.000 ArbeitsplÀtze gefÀhrdet. Gefordert werden unter anderem eine Reform des Arbeitszeitrechts und stabile SozialversicherungsbeitrÀge.

Aus Sicht unserer Redaktion ist das eine Ohrfeige fĂŒr eine Politik, die 500 Milliarden Euro Sondervermögen mobilisiert und die KlimaneutralitĂ€t 2045 ins Grundgesetz schreibt – wĂ€hrend die industrielle Basis Monat fĂŒr Monat schrumpft. Das Kapital fĂŒr den Umbau kommt auf Pump. Die ArbeitsplĂ€tze, die ihn finanzieren sollen, verschwinden derweil.

Was das fĂŒr Sparer bedeutet

Schrumpfende Industrie heißt langfristig: weniger Steuerzahler, mehr Umverteilung, wachsender Druck auf die Staatsfinanzen. Wer sein Vermögen breit aufstellt, kann physische Edelmetalle als krisenerprobten, staatsfernen Baustein beimischen – Gold und Silber sind seit Jahrhunderten unabhĂ€ngig von Konjunkturzyklen und Standortdebatten.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst grĂŒndlich informieren.

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