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Kettner Edelmetalle
26.08.2026
05:46 Uhr
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38 Milliarden und US-Basen in Israel: Ein Plan sorgt für Zündstoff

38 Milliarden und US-Basen in Israel: Ein Plan sorgt für Zündstoff
Symbolbild: KI-generiert

Ein einflussreicher Washingtoner Thinktank fordert den nächsten großen Sprung in der amerikanisch-israelischen Militärallianz: ein förmliches Beistandsabkommen, dauerhafte US-Stützpunkte in Israel und weitere 38 Milliarden Dollar Militärhilfe. Eine außenpolitische Analystin des Portals Responsible Statecraft hält diese Vorschläge für gefährlich – und ihre Abrechnung macht gerade in Washington die Runde.

Was der Thinktank verlangt

Das Jewish Institute for National Security of America (JINSA) hat einen Bericht mit dem Titel „Shifting the Center of Gravity“ vorgelegt. Kern: ein letztes Zehn-Jahres-Abkommen (MoU) mit durchschnittlich 3,8 Milliarden Dollar Militärhilfe pro Jahr, gekoppelt an überwiegend nicht-monetäre Initiativen zur Vertiefung der Partnerschaft.

Das laufende Abkommen stammt aus dem Jahr 2016 – damals unter Präsident Obama unterzeichnet, mit einem Volumen von 38 Milliarden Dollar für die Haushaltsjahre 2019 bis 2028. Es gilt als das größte Militärhilfepaket der US-Geschichte.

Doch die brisanteren Punkte sind andere: ein gegenseitiger Verteidigungspakt, die Verlagerung des US-Truppenschwerpunkts vom Persischen Golf nach Israel – inklusive eines neuen CENTCOM-Hauptquartiers – sowie die Integration israelischer Technologie in die amerikanische Raketenabwehr „Golden Dome“.

Warum Washington bislang eine rote Linie zog

Seit 1975 existiert eine amerikanische Sicherheitszusage an Israel, die im Ernstfall „remedial action“ verspricht. Ein formeller Beistandspakt oder US-Basen auf israelischem Boden wurden aber bewusst vermieden.

Die Gründe, so die Analyse: Israel wollte seine Kriege selbst führen, und Washington fürchtete, in Grenzkonflikte hineingezogen zu werden – und die Beziehungen zu Golfstaaten wie Saudi-Arabien und den Emiraten zu belasten.

Die Autorin warnt, ein Vertrag mit der Auslösebedingung „existenzielle Bedrohung“ sei eine Einladung: Israel habe zuletzt Iran, Hisbollah und Hamas gleichermaßen als existenzielle Gefahr eingestuft. US-Soldaten im Land würden zum Stolperdraht – mit entsprechend wenig Anreiz zur Zurückhaltung.

Der Präzedenzfall Iron Dome

Beim Technologietransfer erinnert die Analyse an ein früheres Projekt, das scheiterte, weil Israel den Amerikanern den Zugang zum Quellcode für die Integration von Iron-Dome-Systemen verweigert habe. Eine Wiederholung wäre aus Sicht der Autorin Selbstschädigung.

Auslöser der Debatte war ein Vorfall vom 18. August: Israel bombardierte Berichten zufolge einen nicht in Betrieb befindlichen syrischen Luftwaffenstützpunkt, offenbar um türkische Stationierungspläne zu durchkreuzen – ohne Vorwarnung Washingtons. Die USA verurteilten den Angriff.

Was das für Europa bedeutet

Bemerkenswert ist der politische Zeitgeist: Selbst Israels Premier Benjamin Netanjahu hat Medienberichten zufolge das Ende der direkten US-Hilfe befürwortet. Und Präsident Trump drängt Verbündete weltweit, mehr für die eigene Verteidigung zu tun – eine Botschaft, die auch Berlin trifft.

Für deutsche Leser lautet die unbequeme Lektion: Sicherheitsgarantien sind kein Naturgesetz, sondern Verhandlungsmasse. Wer sich jahrzehntelang auf fremde Schutzschirme verlässt, wird zum Preisnehmer.

Und für Anleger? Jede Zuspitzung am Golf schlägt binnen Stunden auf Öl-, Devisen- und Goldmärkte durch. Physische Edelmetalle sind kein Allheilmittel – aber sie haben in geopolitischen Krisen über Jahrhunderte bewiesen, dass sie als Beimischung eines breit gestreuten Vermögens Stabilität stiften können.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Anlageberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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