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Kettner Edelmetalle
14.08.2026
06:06 Uhr
KI-generiert

6.000 Meter tief: Trumps Rohstoff-Coup gegen Chinas Monopol

6.000 Meter tief: Trumps Rohstoff-Coup gegen Chinas Monopol
Symbolbild: KI-generiert

Ein Felsklotz im Pazifik, kaum größer als ein paar Häuserblocks, wird zum Schauplatz eines geopolitischen Machtkampfs. Washington und Tokio planen laut einem Bericht von Bloomberg News die tiefste Unterwassermine der Welt – rund sechs Kilometer unter der Meeresoberfläche vor der japanischen Insel Minamitorishima. Ziel: Chinas Würgegriff bei Seltenen Erden brechen.

Ein Schlammfeld, das Jahrhunderte reichen soll

Die Insel liegt über 1.000 Meilen südöstlich von Tokio. Außer einer Wetterstation, einer Landebahn und faustgroßen Riesenschnecken gibt es dort praktisch nichts. Doch im Schlamm des Meeresbodens stecken laut Schätzungen einer Forschergruppe der Universität Tokio aus dem Jahr 2018 mehr als 16 Millionen Tonnen Seltene Erden.

Allein die Yttrium-Vorkommen sollen dem Bericht zufolge den globalen Bedarf für rund 780 Jahre decken. Japans Kabinettsbüro meldete zuletzt Testproben mit deutlichen Gehalten an Yttrium, Gadolinium und Dysprosium – genau jene schweren Seltenen Erden, bei denen Peking den Weltmarkt dominiert.

Warum Tokio plötzlich Tempo macht

Der Auslöser ist handfest: China liefert seit Monaten praktisch nichts mehr. Nach Medienberichten hatte Peking im April 2025 Exportkontrollen für sieben schwere Seltene Erden erlassen und die Auflagen gegenüber Japan Anfang 2026 weiter verschärft. Die Ausfuhren von Dysprosium und Terbium nach Japan – Rohstoffe für Hochleistungsmagnete in Elektromotoren – liegen dem Bericht zufolge das ganze Jahr über bei null.

Für Japans Regierungschefin Sanae Takaichi ist das Projekt Chefsache. In einer Wahlkampfrede sagte sie:

Das heißt, Japan muss sich um Seltene Erden keine Sorgen mehr machen – weder für unsere Generation noch für die nächste.

Ihre Wachstumsstrategie sieht bis 2040 rund 5,7 Milliarden Dollar an öffentlichen und privaten Mitteln für die Tiefseeförderung vor. US-Präsident Trump wies im April Behörden an, Genehmigungen für Meeresbergbau im Eilverfahren zu erteilen; nach dem Gipfel im März unterzeichneten beide Staaten eine Absichtserklärung.

Chinas Schiffe kreisen bereits

Peking beobachtet das Vorhaben genau. Eine Analyse kommerzieller Trackingdaten durch Bloomberg zeigt demnach, dass ein chinesisches Forschungsschiff den Meeresboden bis unmittelbar an Japans Wirtschaftszone vermessen hat. Im Juni 2025 fuhr erstmals ein chinesischer Flugzeugträger in die Zone ein – völkerrechtlich zulässig, in Tokio dennoch als Warnsignal verstanden. Japan verlegte inzwischen eine Anti-Schiffs-Raketenbatterie auf die Insel.

Chinas Außenministerium erklärte auf Anfrage, die Meeresforschung diene friedlichen Zwecken und halte sich strikt an internationales Recht.

Träumerei oder Zeitenwende?

Skepsis bleibt angebracht. Offshore-Ölbohrungen erreichen bislang nur etwa die halbe Tiefe, der Wasserdruck ist rund 600-mal höher als an der Oberfläche. Eine Schätzung aus der Privatwirtschaft geht von Milliardeninvestitionen über mehr als ein Jahrzehnt aus – bei rund dreifachen Kosten gegenüber dem Landabbau in China. Ein einmonatiger Fördertest ist für Februar 2027 geplant.

Und Deutschland? Während Tokio Rohstoffsouveränität zur nationalen Strategie erklärt, verlässt sich Europa weiter überwiegend auf chinesische Lieferungen – ein Risiko, das viele Beobachter für unterschätzt halten. Wer sein Vermögen gegen geopolitische Schocks absichern will, hat mit physischen Edelmetallen seit jeher einen bewährten Baustein zur Streuung.

Hinweis: Dieser Beitrag ist journalistische Information und keine Anlageberatung. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Anleger muss eigenverantwortlich recherchieren und entscheiden.

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