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Kettner Edelmetalle
26.02.2026
06:36 Uhr

Abkassiert für grünen Strom: Solarbetreiber sollen künftig für ihre Einspeisung zur Kasse gebeten werden

Was wie ein schlechter Witz klingt, könnte schon bald bittere Realität werden: Wer sich eine Solaranlage aufs Dach geschraubt hat – nicht selten für fünfstellige Summen und im guten Glauben an die Energiewende –, soll ab 2029 dafür bezahlen dürfen, seinen selbst erzeugten Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen. Die Bundesnetzagentur hat entsprechende Leitlinien vorgelegt, die ein sogenanntes Einspeiseentgelt von bis zu fünf Cent pro Kilowattstunde vorsehen. Man reibt sich die Augen.

Die Logik der Behörde: Wer einspeist, soll auch zahlen

Der Hintergrund ist schnell erklärt, wenngleich er einen bitteren Beigeschmack hat. Ende 2028 läuft die bisherige Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) aus. Danach soll eine neue Verordnung gelten – und die Bundesnetzagentur nutzt diese Gelegenheit, um die Finanzierungslogik der Stromnetze grundlegend umzukrempeln. Bislang tragen ausschließlich die Stromverbraucher über ihren Bezugspreis die Kosten für den Netzausbau. Netzentgelte machen regional unterschiedlich bis zu 30 Prozent des Strompreises aus. Einspeiser hingegen zahlen nichts Vergleichbares.

Die Behörde argumentiert nun, dass Besitzer von Photovoltaikanlagen ihren eigenen Netzbezug durch Speicher und intelligente Energiesteuerung drastisch senken könnten, während Mieter und Haushalte ohne eigene Anlage die Netzkosten weiterhin voll schultern müssten. Es entstehe eine Schieflage – so die offizielle Lesart. Gleichzeitig treibe die zusätzliche Einspeisung den Netzausbau voran, weshalb auch Einspeiser einen finanziellen Beitrag leisten sollten.

Erst fördern, dann bestrafen?

Man muss sich die Absurdität dieser Entwicklung einmal auf der Zunge zergehen lassen. Jahrelang hat die Politik – allen voran die grüne Fraktion der gescheiterten Ampelkoalition – die Bürger regelrecht gedrängt, in Solaranlagen zu investieren. Subventionen wurden ausgeschüttet, Einspeisevergütungen versprochen, die Energiewende als patriotische Pflicht verkauft. Und nun? Nun sollen genau jene Bürger, die dem Ruf gefolgt sind, für ihre Einspeisung auch noch draufzahlen. Das ist nicht nur ein Vertrauensbruch – es ist ein Paradebeispiel für die planwirtschaftliche Willkür, die Deutschlands Energiepolitik seit Jahren kennzeichnet.

Besonders pikant: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) diskutiert in ihrem sogenannten Netzpaket zusätzlich die Möglichkeit, neue Wind- und Solaranlagen bis zu zehn Jahre lang nicht ans Netz anschließen zu müssen. Wer also künftig in erneuerbare Energien investiert, könnte nicht nur mit Einspeisegebühren konfrontiert werden, sondern möglicherweise jahrelang ohne Anschlusszusage dastehen. Planungssicherheit sieht anders aus.

Regional differenziert – aber überall schmerzhaft

Das geplante Einspeiseentgelt soll regional unterschiedlich ausfallen und maximal fünf Cent pro Kilowattstunde betragen. Der Einstieg solle „moderat" gestaltet werden, heißt es beschwichtigend aus der Behörde. Doch wer die Geschichte deutscher Regulierung kennt, weiß: Was heute als moderat beginnt, wird morgen zur Vollkostenbelastung. Noch offen ist zudem, ob die Gebühren dynamisch ausgestaltet werden – also zu bestimmten Tageszeiten teurer sein könnten als zu anderen. Die Komplexität wächst, die Bürokratie blüht.

Zusätzlich befürwortet die Bundesnetzagentur einen Baukostenzuschuss für neue Netzanschlüsse von Erzeugern. Dieser soll allerdings nur dann fällig werden, wenn Netzbetreiber tatsächlich einen neuen Anschluss errichten müssen. Eine weitere Kostenschraube, die sich langsam, aber unerbittlich dreht.

Branchenverband warnt vor Investitionskiller

Dass der Widerstand nicht lange auf sich warten lässt, überrascht kaum. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat sich bereits deutlich gegen die vorgeschlagene Form der Einspeiseentgelte positioniert. Nur auf den ersten Blick erscheine es logisch, Netzentgelte für Einspeiser zu erheben, so der Verband. In Wahrheit drohe mehr Komplexität, höhere Kosten und ein zusätzlicher Bürokratieaufwand, der die ohnehin fragile Planungs- und Investitionssicherheit weiter untergrabe. Lediglich bei den Baukostenzuschüssen signalisiere der BDEW eine gewisse Zustimmung.

Die Reform ist wohlgemerkt noch nicht beschlossen. Bis Ende März läuft eine Konsultationsphase, in der Verbände, Unternehmen und Bürger Stellung nehmen können. Erst danach wird sich entscheiden, ob Solarbetreiber ab 2029 tatsächlich zur Kasse gebeten werden – und in welcher Höhe.

Ein Symptom tieferliegender Probleme

Was hier geschieht, ist symptomatisch für eine Energiepolitik, die seit Jahren zwischen ideologischem Übereifer und regulatorischem Chaos pendelt. Erst werden Milliarden in den Ausbau erneuerbarer Energien gepumpt, dann stellt man fest, dass die Netze nicht mithalten können, und schließlich sollen die Bürger – die man zuvor zum Mitmachen animiert hat – die Zeche zahlen. Es ist dieselbe Logik, die auch beim 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Bundesregierung greift: Erst versprechen, dann verschulden, und am Ende zahlt der Steuerbürger.

Wer angesichts solcher Entwicklungen nach verlässlichen Wertanlagen sucht, die nicht von politischen Launen und regulatorischen Kehrtwenden abhängen, der sollte einen Blick auf physische Edelmetalle werfen. Gold und Silber kennen keine Einspeiseentgelte, keine Bürokratieaufschläge und keine Konsultationsphasen. Sie sind seit Jahrtausenden ein bewährter Schutz gegen genau jene Art von staatlicher Willkür, die wir hier einmal mehr beobachten dürfen.

„Nur auf den ersten Blick scheint es logisch, Netzentgelte für Einspeiser zu erheben" – Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung – ob in Solaranlagen, Edelmetalle oder andere Anlageklassen – sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir empfehlen, im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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