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Kettner Edelmetalle
24.03.2026
06:34 Uhr

AfD triumphiert in 257 Gemeinden: Rheinland-Pfalz wird blauer als gedacht

Was die etablierten Parteien und ihre medialen Hofberichterstatter gerne als ostdeutsches Phänomen abtun, hat sich am vergangenen Sonntag mit aller Deutlichkeit auch im Westen der Republik manifestiert: Die AfD hat bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz mit 19,5 Prozent ihr bislang bestes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland eingefahren. Landesweit reichte das zwar „nur" für den dritten Platz – doch wer genauer hinschaut, erkennt ein tektonisches Beben in der politischen Landschaft.

257 Gemeinden – eine Zahl, die aufhorchen lässt

In sage und schreibe 257 Gemeinden des Bundeslandes steht die AfD an der Spitze der Ergebnistabelle. Nicht am Rand, nicht als Protestphänomen einzelner Dörfer, sondern als stärkste politische Kraft – teils mit erheblichem Vorsprung vor CDU und SPD. Zum Vergleich: Die Grünen, jene Partei, die sich so gerne als Stimme der Zukunft inszeniert, schafften den Gemeindesieg exakt ein einziges Mal – im 54-Seelen-Ort Schwerbach. Man könnte sagen: Die grüne Zukunft passt in einen Kleinbus.

Die klassischen Volksparteien dominieren freilich noch immer die Gesamtlandkarte. In 1.451 Gemeinden liegt die CDU vorne, in 530 die SPD. Doch diese Zahlen sollten niemanden in falscher Sicherheit wiegen. Denn die blauen Flecken auf der Landkarte werden größer, dichter und – das ist das eigentlich Bemerkenswerte – sie greifen längst auf urbane Räume über.

Nicht nur Dörfer: Städte wie Germersheim und Pirmasens wählen blau

Besonders eindrucksvoll fiel das Ergebnis in Germersheim aus. Die rund 20.000 Einwohner zählende Stadt wählte die AfD mit 35,2 Prozent – ein Vorsprung von fast 13 Prozentpunkten vor der CDU, die bei mageren 22,3 Prozent landete. Im westpfälzischen Pirmasens, einer Stadt, die seit Jahren mit wirtschaftlichem Niedergang und sozialen Problemen kämpft, erreichte die Partei 32,1 Prozent. In Idar-Oberstein waren es 28,3 Prozent, wobei umliegende Gemeinden wie Homberg sogar auf 36,5 Prozent kamen.

Wer diese Ergebnisse als bloßen Protestreflex abtut, macht es sich zu einfach. Die Menschen in diesen Regionen erleben tagtäglich, was eine verfehlte Wirtschafts-, Migrations- und Energiepolitik anrichtet. Sie sehen, wie Arbeitsplätze verschwinden, wie die Infrastruktur verfällt, wie die Kriminalität steigt. Und sie ziehen daraus ihre Schlüsse – an der Wahlurne.

Regionale Cluster offenbaren tiefgreifende Unzufriedenheit

Auffällig ist die Clusterbildung der AfD-Hochburgen. Im Westerwald, im ansonsten tiefschwarz geprägten Norden des Landes, konnte die Partei in Wölferlingen mit 36,1 Prozent mehr als doppelt so viele Stimmen einfahren wie die SPD. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Rhein-Lahn-Kreis. Im Süden des Landes, rund um Idar-Oberstein, ergibt sich ein zusammenhängendes Gebiet von etwa 20 Gemeinden mit AfD-Mehrheit. Eine ähnliche Ballung von 17 Gemeinden findet sich südlich von Alzey und östlich von Kirchheimbolanden.

Pikant dabei: Direkt neben dem grünen Schwerbach liegt mit Oberkirn eine Gemeinde, die zu 35 Prozent AfD wählte. Deutlicher könnte die gesellschaftliche Spaltung kaum sichtbar werden. Hier die letzte grüne Bastion, dort – nur einen Steinwurf entfernt – die blaue Realität.

Großstädte bleiben umkämpft – doch der Trend ist eindeutig

In den größeren Städten gestaltete sich das Rennen knapper. In Kaiserslautern lag die SPD mit hauchdünnen 25,5 Prozent vor der AfD mit 25,0 Prozent – ein halber Prozentpunkt, der über Sieg und Niederlage entschied. Bemerkenswert: Im Wahlkreis Kaiserslautern I, der die Innenstadtbezirke umfasst, gewann die AfD bei den Landesstimmen sogar. In Worms und Ludwigshafen schoben sich CDU und SPD noch knapp vor die AfD. Koblenz und Trier blieben für die Partei schwieriges Terrain, und in der Landeshauptstadt Mainz erzielte sie mit 7,8 Prozent weniger als die Linkspartei.

Doch diese urbanen Ergebnisse dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich in der Fläche des Landes ein fundamentaler Wandel vollzieht. Die Menschen außerhalb der grün-urbanen Blasen haben offensichtlich genug von einer Politik, die ihre Sorgen ignoriert und ihre Lebensrealität nicht zur Kenntnis nimmt.

AfD und Freie Wähler: Gemeinsam über 50 Prozent

In mehreren Gemeinden im äußersten Westen des Landes erreichten AfD und Freie Wähler zusammengenommen sogar eine absolute Mehrheit. In Oberlascheid kam die AfD auf 30,4 Prozent, die Freien Wähler auf 21,4 Prozent. In Dauwelshausen waren es 4,4 beziehungsweise 46,7 Prozent, in Altscheid 16,4 und 34,5 Prozent. Die Freien Wähler scheiterten zwar knapp am Einzug in den Landtag, doch die Botschaft ist unmissverständlich: In weiten Teilen des ländlichen Raums haben die Bürger den etablierten Parteien den Rücken gekehrt.

Ein Weckruf, den Berlin nicht überhören sollte

Was sich in Rheinland-Pfalz zeigt, ist kein isoliertes Phänomen. Es ist der Ausdruck einer tiefen Vertrauenskrise zwischen Bürgern und politischer Klasse. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat mit ihrem 500-Milliarden-Schuldenpaket und der fortgesetzten Migrationspolitik bislang wenig getan, um dieses Vertrauen zurückzugewinnen. Im Gegenteil: Die Sorgen der Menschen vor Arbeitsplatzverlust, steigender Kriminalität und einer galoppierenden Staatsverschuldung werden durch die aktuelle Regierungspolitik eher befeuert als besänftigt.

Die 257 Gemeinden in Rheinland-Pfalz, in denen die AfD stärkste Kraft wurde, sind mehr als eine statistische Fußnote. Sie sind ein Seismograph für die Stimmung im Land. Und dieser Seismograph schlägt immer heftiger aus. Wer das ignoriert, wird bei der nächsten Wahl eine noch größere Überraschung erleben.

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