
Alkoholverbot statt Abschiebung: Brandenburgs Verkehrsminister verwechselt Ursache und Wirkung
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: In Brandenburgs Nahverkehr wurden allein im Jahr 2025 insgesamt 615 Angriffe auf Zugpersonal registriert – darunter 77 Körperverletzungen. Anfang Februar 2026 starb in Rheinland-Pfalz ein Zugbegleiter nach einem brutalen Übergriff bei einer Fahrscheinkontrolle. Und was fällt dem zuständigen Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) als Antwort auf diese erschreckende Gewaltwelle ein? Ein Alkoholverbot. Man könnte lachen, wenn die Lage nicht so bitter ernst wäre.
Der Elefant im Raum, den niemand benennen will
Crumbach, der einst beim BSW politisch beheimatet war und nun unter SPD-Flagge segelt, erklärte gegenüber dem Nordkurier, man müsse darüber nachdenken, ob Alkoholkonsum in Zügen, auf Bahnhöfen und Bahnsteigen künftig weiter toleriert werden solle. Er habe bereits mit den Gewerkschaften EVG und GDL gesprochen. Der Minister stellt sogar den Verkauf von Bier an Bahnhofskiosken infrage. Ein kühnes Unterfangen – als ob das Wegräumen der Bierdosen an deutschen Bahnhöfen das Problem der eskalierenden Gewalt im öffentlichen Nahverkehr auch nur ansatzweise lösen würde.
Dabei liefert die Realität ein ganz anderes Bild. Die Gewerkschaft EVG vermeldete in ihrer Sicherheitsumfrage 2026, dass sich zwei Drittel der Beschäftigten bei Bus und Bahn zunehmend unsicher fühlten. Knapp ein Drittel denke sogar über einen Berufsausstieg nach. Die GDL forderte Ende März in einem Grundsatzpapier politische Maßnahmen gegen Gewalt im Bahnsystem und nannte darin ausdrücklich ein einheitliches Alkoholverbot im Schienenpersonennahverkehr. Doch wer ehrlich hinschaut, erkennt schnell: Das Alkoholverbot ist bestenfalls ein Pflaster auf einer klaffenden Wunde.
Symptombekämpfung als politisches Programm
Es gehört mittlerweile zum Standardrepertoire deutscher Politiker, bei eskalierender Gewalt im öffentlichen Raum reflexartig nach Verboten zu greifen, die den eigentlichen Kern des Problems elegant umschiffen. Messerverbotszonen, Bodycams für Zugbegleiter, Aufhebung der Ausweispflicht bei Ticketkontrollen, wenn die Situation zu eskalieren droht – und jetzt also ein Alkoholverbot. Die Botschaft ist unmissverständlich: Das Zugpersonal soll sich im Zweifelsfall lieber zurückziehen, statt auf seinem Recht zu bestehen. Eine Kapitulationserklärung des Rechtsstaats, verpackt als Deeskalationsstrategie.
Dass Crumbach den Fernverkehr ausdrücklich von seinem Vorstoß ausnimmt – dort gebe es diese Probleme nicht in vergleichbarem Maß –, ist dabei besonders aufschlussreich. Denn im Fernverkehr sind die Tickets teurer, die Kontrollen strenger und die Klientel eine andere. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, versteht sofort, worum es eigentlich geht. Doch genau diese Ehrlichkeit scheut der Minister wie der Teufel das Weihwasser.
München zeigt: Alkoholverbote lösen das Problem nicht
Ein Blick nach München genügt, um die Wirkungslosigkeit solcher Maßnahmen zu belegen. Dort gilt bereits ein Alkoholverbot im Nahverkehr – und dennoch reißen die Angriffe auf das Personal nicht ab. Es handelt sich um klassische Symbolpolitik, die dem verunsicherten Bürger vorgaukeln soll, die Politik habe die Lage im Griff. Hat sie aber nicht. Nicht einmal ansatzweise.
Die Wahrheit ist unbequem, aber sie muss ausgesprochen werden: Deutschland hat seit 2015 ein massives Sicherheitsproblem im öffentlichen Raum, das unmittelbar mit der unkontrollierten Massenmigration zusammenhängt. Die Kriminalitätsstatistiken sprechen eine deutliche Sprache, die Polizeigewerkschaften warnen seit Jahren, und die Bürger erleben die Verrohung tagtäglich am eigenen Leib. Doch statt die Ursachen zu bekämpfen – konsequente Abschiebungen, wirksamer Grenzschutz, harte Strafen für Gewalttäter –, wird an Nebenschauplätzen herumgedoktert.
Der Bürger als Leidtragender einer verfehlten Politik
Besonders absurd mutet der Vorstoß an, wenn man bedenkt, dass Bürger seit Jahrzehnten dazu angehalten werden, nach dem Kneipenbesuch oder dem Volksfest doch bitte die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, statt sich betrunken hinters Steuer zu setzen. Nun soll ihnen aber auch dort der letzte Schluck Bier verboten werden? Der unbescholtene Bürger, der mit einer halb ausgetrunkenen Dose vom Imbiss zum Bahnsteig schlendert, riskiert künftig eine Ordnungswidrigkeitsanzeige – während die tatsächlichen Gewalttäter sich von einem Verbotsschild ebenso wenig beeindrucken lassen wie von den bereits existierenden Messerverbotszonen.
Es ist diese groteske Unverhältnismäßigkeit, die das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik weiter erodieren lässt. Statt die Problemverursacher klar zu benennen und konsequent gegen sie vorzugehen, wird der gesamten Gesellschaft eine weitere Einschränkung auferlegt. Das ist nicht nur politisch feige – es ist ein Affront gegen jeden rechtschaffenen Bürger, der sich im eigenen Land zunehmend unsicher fühlt. Und es entspricht nicht nur der Meinung unserer Redaktion, sondern auch dem Empfinden eines Großteils der deutschen Bevölkerung, dass diese Art der Alibi-Politik endlich ein Ende haben muss. Deutschland braucht Politiker, die Probleme beim Namen nennen und lösen – nicht solche, die sie mit Alkoholverboten kaschieren.

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