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21.08.2026
12:40 Uhr
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Allensbach-Schock für Merz: AfD zieht mit fünf Punkten davon

Allensbach-Schock für Merz: AfD zieht mit fünf Punkten davon
Symbolbild: KI-generiert

Die neue Sonntagsfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der FAZ liefert der Bundesregierung unangenehme Zahlen: Die AfD kommt auf 27,5 Prozent, CDU und CSU nur noch auf 22,5 Prozent. Es ist der größte Abstand, den das Allensbacher Institut jemals zwischen beiden gemessen hat. Befragt wurde zwischen dem 1. und 13. August.

Union so schwach wie zuletzt unter Laschet

Für die Christdemokraten ist das mehr als ein Stimmungstief. 22,5 Prozent bedeuten den niedrigsten Allensbach-Wert seit Oktober 2021 – damals standen die Unionsparteien bei 21 Prozent, Armin Laschet führte die CDU nach der verlorenen Bundestagswahl.

Gegenüber der Juli-Erhebung verliert die Union 1,5 Punkte, die AfD legt einen Punkt zu. Innerhalb eines einzigen Monats hat sich der Vorsprung damit von 2,5 auf fünf Punkte verdoppelt. Den Allensbach-Höchstwert der AfD von 28 Prozent aus dem Juni verfehlt die Partei nur knapp.

Die Koalition unter der 36-Prozent-Marke

Bei den übrigen Parteien bewegt sich wenig: SPD und Grüne liegen gleichauf bei je 13 Prozent, die Linke klettert auf elf Prozent. Die FDP gewinnt einen halben Punkt hinzu und käme mit sechs Prozent zurück in den Bundestag – nach dem Absturz bei der Bundestagswahl im Februar 2025 ein bemerkenswertes Lebenszeichen. Auf sonstige Parteien entfallen sieben Prozent.

Zusammengerechnet käme die schwarz-rote Bundesregierung auf 35,5 Prozent – 1,5 Punkte weniger als zuletzt und weit entfernt von einer eigenen Mehrheit. Zur Erinnerung: Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 hatte die Union noch 28,5 Prozent geholt, die AfD 20,8 Prozent. Beide Kurven haben sich seither gekreuzt.

Kein Ausreißer: Andere Institute sehen es ähnlich

Wer die Zahlen als Betriebsunfall eines einzelnen Instituts abtun möchte, wird von den Wettbewerbern eines Besseren belehrt:

  • YouGov: AfD 28 Prozent, Union 20 Prozent
  • Insa: AfD 28,5 Prozent, Union 20,5 Prozent
  • Deutschlandtrend (Infratest dimap): AfD 28 Prozent, Union 21 Prozent

Bemerkenswert ist die Methodik der Allensbacher: Das Institut befragt seine Teilnehmer persönlich und mündlich – nicht telefonisch, nicht online. Gerade diese als besonders konservativ geltende Erhebungsform zeigt nun einen Rekordabstand.

Was das für den Herbst bedeutet

Die Zahlen treffen die Koalition zur denkbar ungünstigsten Zeit. Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag, am 20. September folgen Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Umfragen deuten in beiden ostdeutschen Ländern auf ein starkes Abschneiden der AfD hin.

Aus Sicht unserer Redaktion ist der Befund weniger ein Triumph einer Partei als ein Misstrauensvotum gegen die Regierungspolitik: Migration, Energiepreise, Steuerlast, ein 500-Milliarden-Schuldenpaket trotz gegenteiliger Wahlversprechen – die Liste der Enttäuschungen bürgerlicher Wähler ist lang. Umfragen sind Momentaufnahmen, keine Wahlergebnisse. Aber wenn eine Regierungspartei binnen 18 Monaten sechs Punkte verliert, ist das mehr als eine Momentaufnahme.

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Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt unsere Einschätzung auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jede Anlageentscheidung erfordert eigene Recherche und liegt in der Verantwortung des Anlegers.

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