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Kettner Edelmetalle
12.02.2026
06:56 Uhr

Atomarer Schlagabtausch: Peking wirft Washington Vorwand für neue Nukleartests vor

Die geopolitische Großwetterlage verdüstert sich weiter – und diesmal geht es um nichts Geringeres als die nukleare Weltordnung. Während in Europa der Ukraine-Krieg tobt und im Nahen Osten Israel und Iran einander mit Raketen beschießen, braut sich zwischen den beiden größten Atommächten und dem aufstrebenden China ein Konflikt zusammen, der das Potenzial hat, die seit Jahrzehnten geltende nukleare Zurückhaltung endgültig zu begraben.

Washingtons brisante Anschuldigung

Der Zeitpunkt könnte kaum provokanter gewählt sein. Nur wenige Wochen nach dem endgültigen Auslaufen des New-START-Abrüstungsvertrags zwischen den USA und Russland hat der amerikanische Unterstaatssekretär für Rüstungskontrolle und internationale Sicherheit, Thomas DiNanno, in Genf eine Bombe ganz anderer Art platzen lassen. China habe im Jahr 2020 geheime Nukleartests durchgeführt – einschließlich Vorbereitungen für Detonationen mit Sprengkräften im Bereich von Hunderten Tonnen. DiNanno ging sogar so weit, ein konkretes Datum zu nennen: den 22. Juni 2020 soll ein „ertragsproduktiver Test" stattgefunden haben.

Die Präzision dieser Anschuldigung ist bemerkenswert. Und verdächtig. Denn wer derart spezifische Informationen über angebliche geheime Nukleartests eines anderen Landes besitzt, der hätte diese wohl kaum fünfeinhalb Jahre in der Schublade liegen lassen – es sei denn, der politische Moment verlangt es gerade.

Pekings scharfe Gegenreaktion

China ließ sich einige Tage Zeit, bevor es am Mittwoch offiziell reagierte. Doch als die Antwort kam, war sie unmissverständlich. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, bezeichnete die Vorwürfe als das, was sie seiner Einschätzung nach seien: ein Vorwand. Washington versuche, sich selbst eine Rechtfertigung für die eigene Rückkehr zu Nukleartests zu verschaffen. Die „anhaltende Verzerrung und Verleumdung" der chinesischen Nuklearpolitik durch die USA stelle im Kern eine politische Manipulation dar, die auf nukleare Hegemonie abziele und Washington ermöglichen solle, sich seinen eigenen Abrüstungsverpflichtungen zu entziehen.

„Die Vereinigten Staaten sind die größte Quelle der Störung sowohl der internationalen nuklearen Ordnung als auch der globalen strategischen Stabilität."

So die unmissverständliche Botschaft aus Peking. Lin verwies darauf, dass es Washington gewesen sei, das den New-START-Vertrag ohne Verlängerung habe auslaufen lassen und damit das gegenseitige Vertrauen zwischen den Großmächten schwer beschädigt habe.

Das Ende einer Ära der nuklearen Zurückhaltung?

Was hier geschieht, ist weit mehr als diplomatisches Säbelrasseln. Das jahrzehntelange Moratorium für Nukleartests unter den Großmächten – eine der wenigen verbliebenen Säulen der internationalen Sicherheitsarchitektur – droht zu zerbrechen. Und man muss kein Geostratege sein, um zu erkennen, dass die Konsequenzen verheerend wären.

Präsident Trump hat wiederholt seinen Wunsch nach einem umfassenderen internationalen Nuklearabkommen geäußert, das auch Chinas wachsendes Arsenal berücksichtigen würde. Ein nachvollziehbares Anliegen, denn Peking rüstet seit Jahren massiv auf. Doch die Realität bleibt: Russland und die USA verfügen nach wie vor über die mit Abstand größten Nukleararsenale der Welt. Kein anderes Land kommt auch nur annähernd an diese Erben des Kalten Krieges heran.

Taiwan als zusätzlicher Brandbeschleuniger

Als wäre die nukleare Dimension nicht brisant genug, schwelt im Hintergrund die Taiwan-Frage weiter. Washington erwägt ein massives neues Waffenpaket für Taipeh im Wert von bis zu 20 Milliarden US-Dollar – ein Volumen, das selbst für amerikanische Verhältnisse außergewöhnlich ist. Peking hat bereits gewarnt, dass ein solcher Schritt ein geplantes Treffen zwischen Trump und Xi Jinping gefährden könnte.

Seit Monaten hat China keine seiner berüchtigten militärischen „Einkreisungsübungen" rund um Taiwan mehr durchgeführt. Doch sollten die amerikanischen Waffenlieferungen nach Taipeh weiter fließen, könnten großangelegte See- und Luftmanöver schnell wieder Realität werden. Die Botschaft an Washington wäre unmissverständlich: Hört auf, das zu unterstützen, was Peking als „separatistische Aktivitäten" betrachtet.

Eine Welt am nuklearen Scheideweg

Für den aufmerksamen Beobachter ergibt sich ein beunruhigendes Gesamtbild. Die internationale Ordnung, die nach dem Ende des Kalten Krieges mühsam aufgebaut wurde, erodiert an allen Fronten gleichzeitig. Abrüstungsverträge laufen aus, ohne erneuert zu werden. Großmächte beschuldigen sich gegenseitig geheimer Nukleartests. Und in der Taiwanstraße könnte jederzeit ein Funke überspringen, der einen Flächenbrand auslöst.

Dass ausgerechnet in dieser Phase maximaler Instabilität die Anschuldigungen geheimer Atomtests auf den Tisch kommen, sollte jeden nachdenklich stimmen. Ob Washingtons Vorwürfe substanziell sind oder tatsächlich – wie Peking behauptet – lediglich als Vorwand für eigene nukleare Ambitionen dienen, lässt sich von außen kaum beurteilen. Fest steht jedoch: Die Welt bewegt sich in eine Richtung, in der das nukleare Tabu, das seit dem Ende der oberirdischen Tests in den 1960er Jahren und dem umfassenden Teststoppvertrag von 1996 galt, zunehmend brüchig wird.

In Zeiten wie diesen, in denen geopolitische Spannungen eskalieren und die Weltwirtschaft unter Trumps Zollpolitik ächzt, zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Gold und Silber haben jede Krise der Menschheitsgeschichte überdauert – auch die nuklearen Ängste des Kalten Krieges. Als krisensichere Vermögenswerte gehören sie in jedes breit aufgestellte Portfolio, das nicht nur auf Rendite, sondern auch auf Substanzerhalt in unsicheren Zeiten setzt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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